Bachelorarbeit, 2022
76 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Relevanz
2. Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Das Konstrukt der Persönlichkeit
2.2 Beziehungszufriedenheit
2.3 Komplementarität-Ähnlichkeitsthese
2.4 Persönlichkeit in Verbindung mit Beziehungszufriedenheit
2.5 Die VDS-30 Persönlichkeitsstile
2.5.1 Selbstunsicherheit und Dependenz
2.5.2 Zwanghaftigkeit und Passive Aggressivität
2.5.3 Histrionie und Schizoidie
2.5.4 Narzissmus und Borderline
2.5.5 Paranoidie
2.5.6 Vergleich des VDS-30 mit dem NEO-FFI
3. Fragestellung und Hypothesen
4. Methodik
4.1 Untersuchungsdesign
4.2 Untersuchungsmaterialien
4.3 Stichprobenauswahl
4.4 Untersuchungsdurchführung und -auswertung
5. Ergebnisse
5.1 Stichprobenbeschreibung
5.2 Deskriptive Statistik
5.3 Inferenzstatistik
6. Diskussion
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.2 Limitationen der Arbeit
6.3 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Persönlichkeitsstilen bei Paaren und deren Einfluss auf die Beziehungszufriedenheit, wobei insbesondere der Frage nachgegangen wird, inwiefern sich Partner in ihren Persönlichkeiten unterscheiden und ob Ähnlichkeit oder Komplementarität die Qualität der Beziehung vorhersagen.
2.1 Das Konstrukt der Persönlichkeit
Persönlichkeit ist ein komplexes Konstrukt, für welches keine einheitliche Definition existiert. Stattdessen wird versucht sich diesem über viele Definitionen anzunähern. Eine mögliche Definition lautet: „Persönlichkeit ist die Gesamtheit aller psychologischen Merkmale, in denen sich Personen über Populationen konsistent und stabil unterscheiden“ (Neyer, 2003, S. 168). Aus dieser Definition geht hervor, dass die Persönlichkeit situationsunabhängig ist und über einen längeren Zeitraum besteht. Fiedler (2011) fügt hinzu, dass Persönlichkeiten über die Zeit hinweg weniger flexibel werden und sich Menschen dadurch in einem begrenzten Handlungsrahmen bewegen. Somit fällt es ihnen schwer, auf Probleme angepasst zu reagieren. Dies führt zu Unzufriedenheit und dem Gefühl von Ohnmacht, woraus sich eine Persönlichkeitsstörung entwickeln kann. Es gilt zwischen Persönlichkeitsstilen und Persönlichkeitsstörungen zu differenzieren, da letztere eindeutig pathologischer Natur sind. Der Übergang zwischen einer normalen bis hin zu einer extremen Ausprägung eines Persönlichkeitsmerkmals erfolgt kontinuierlich (Barnow & Miano, 2020). In vorliegender Arbeit wird der Fokus auf die Persönlichkeitsstile gelegt.
Bevor die verschiedenen Persönlichkeiten kategorisiert werden, wird zuerst auf Persönlichkeitsmerkmale eingegangen. Asendorpf (2015) gibt einen Überblick über die verschiedenen Eigenschaften eines Menschen, welche das menschliche Verhalten beeinflussen. Darunter werden nicht nur Temperamenteigenschaften wie Extraversion oder Verträglichkeit gezählt, auch wenn dies oft die erste Assoziation ist. Die ersten sichtbaren Eigenschaften sind die physischen Merkmale einer Person, welche früher benutzt wurden, um die Persönlichkeit vorherzusagen (Eckardt, 2017).
1. Einleitung und Relevanz: Einführung in die Bedeutung von Paarbeziehungen für das Wohlbefinden und die Problemstellung der Partnerwahl.
2. Theoretischer und empirischer Hintergrund: Detaillierte Betrachtung von Persönlichkeitskonstrukten, Beziehungszufriedenheit und der wissenschaftlichen Debatte um Ähnlichkeit oder Komplementarität in Partnerschaften.
3. Fragestellung und Hypothesen: Formulierung der wissenschaftlichen Forschungsfrage sowie der konkreten Hypothesen für die quantitative Untersuchung.
4. Methodik: Beschreibung des Querschnittsdesigns, der VDS-30 und ZIP-Skalen sowie der Datenerhebung und statistischen Auswertungsmethoden.
5. Ergebnisse: Deskriptive Auswertung der Stichprobe und inferenzstatistische Analyse der formulierten Hypothesen.
6. Diskussion: Interpretation der Befunde, kritische Reflexion der Limitationen der Studie und abschließendes Fazit mit Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Persönlichkeitsstile, Beziehungszufriedenheit, VDS-30, Paarforschung, Komplementarität, Ähnlichkeitsthese, Paarbindung, Narzissmus, Dependenz, Partnerwahl, Beziehungsstabilität, Psychologie, interpersonelle Interaktion, Paar-Dynamik, Persönlichkeitspsychologie.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Persönlichkeitsstile von Partnern in einer romantischen Beziehung gegenseitig beeinflussen und wie dies mit der Beziehungszufriedenheit korreliert.
Zentral sind die Persönlichkeitspsychologie, die modernen Theorien zur Partnerwahl sowie die Faktoren, die Stabilität und Zufriedenheit in Partnerschaften beeinflussen.
Das primäre Ziel ist es zu identifizieren, ob Paare sich in ihren Persönlichkeitsstilen unterscheiden (Komplementarität) oder ähneln und welchen Effekt dies auf die erlebte Beziehungsqualität hat.
Es handelt sich um eine quantitative Feldstudie mit einem Querschnittsdesign, bei der Daten mittels Online-Fragebögen (VDS-30 für Persönlichkeit und ZIP-Skala für Zufriedenheit) erhoben und statistisch in SPSS ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Persönlichkeitsstile und Beziehungskonzepte, gefolgt von einer detaillierten methodischen Planung und der anschließenden Ergebnispräsentation.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Persönlichkeitsstile, Beziehungszufriedenheit, VDS-30, Komplementarität und Paargeschlechtlichkeit charakterisieren.
Im Gegensatz zu Studien, die sich primär auf das Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) konzentrieren, nutzt diese Arbeit das spezifischere Verhaltensdiagnostik-System (VDS-30) nach Sulz, um Persönlichkeitsstile noch differenzierter zu erfassen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Beziehungszufriedenheit tendenziell höher ist, wenn Partner sich in diesen Dimensionen unterscheiden, was auf komplementäre Bedürfnisse hinweist, während eine Ähnlichkeit hier eher unbefriedigend wirken kann.
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