Bachelorarbeit, 2023
48 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Mandate der Sozialen Arbeit
2.1 Das „Doppelmandat“
2.2 Das „Tripelmandat“
2.3 Begriffe: Hilfe und Kontrolle
3. Hilfe und Kontrolle im Jugendamt
3.1 Auftrag
3.2 Gesetzliche Grundlagen
3.3 Das „Kindeswohl“
3.4 Handlungsfeld ASD
3.4.1 Arbeitsweise
3.4.2 Kritik und Ausblick
4. Relevante Diskurse
4.1 Dienstleistung und Wächteramt
4.1.1 Ludwig Salgo
4.1.2 Thomas Mörsberger
4.2 Jugendamtshandeln als Teil der Sozialpolitik
4.2.1 Staatlicher Auftrag und Umgang
4.2.2 Punitivität und Arbeitsmarktpolitik
5. Schlussfolgerungen der Diskurse
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle im Tätigkeitsbereich des Jugendamtes, wobei insbesondere der Einfluss sozialpolitischer Rahmenbedingungen kritisch beleuchtet wird. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie lässt sich das Spannungsverhältnis zwischen Hilfe und Kontrolle des Tätigkeitsfelds des Jugendamts gestalten?
1. Einleitung
Was ist es, das eine/n guten Sozialarbeiter/in ausmacht? Mit dieser Frage möchte ich diese Bachelor Thesis beginnen und als Einstieg ins Thema nutzen. Im Verlauf der letzten Jahre des Studiums habe ich darauf eine für mich klare Antwort gefunden: Flexibilität und die Fähigkeit, Kompromisse eingehen zu können. Selbstverständlich gehören noch viele weitere Eigenschaften dazu, welche allerdings nicht Teil dieser Ausarbeitung sein sollen. Die Frage, die sich daraus ergibt, richtet sich nach dem Grund für das Eingehen von Kompromissen in der Zusammenarbeit mit Klient/innen. Viele Begrifflichkeiten und Problemlagen sind in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Sozialen Arbeit nicht eindeutig definiert und führen dadurch zu Spannungsfeldern und unklaren Entscheidungssituationen für Fachkräfte. Um den Spagat zwischen den unterschiedlichen Anforderungen, die an Sozialarbeiter/innen gestellt werden, zu bewältigen, braucht es meiner Meinung nach die Fähigkeit und Notwendigkeit der kompromissbasierten Lösung, die beide Seiten eines Spannungsverhältnisses miteinbezieht.
Genauso so ein Spannungsverhältnis soll im Zuge dieser Abschlussarbeit bearbeitet werden. Das Handlungsfeld bezieht sich dabei auf das Jugendamt und die Arbeit des ASD. Das Spannungsverhältnis, welches in diesem Bereich eine besonders große Rolle spielt und Kern der Bearbeitung sein wird, ist das, der Hilfe und Kontrolle. Daraus ergibt sich die folgende Fragestellung für die Bachelorarbeit: Wie lässt sich das Spannungsverhältnis zwischen Hilfe und Kontrolle des Tätigkeitsfelds des Jugendamts gestalten?
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Komplexität der Sozialen Arbeit ein und definiert das Spannungsverhältnis zwischen Hilfe und Kontrolle als Kern dieser Arbeit.
2. Mandate der Sozialen Arbeit: In diesem Kapitel werden das Doppel- und Tripelmandat sowie die grundlegenden Begrifflichkeiten von Hilfe und Kontrolle erörtert.
3. Hilfe und Kontrolle im Jugendamt: Der Fokus liegt hier auf dem Auftrag des Jugendamtes, gesetzlichen Grundlagen und der Arbeitsweise des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD).
4. Relevante Diskurse: Dieses Kapitel vergleicht die fachlichen Positionen von Ludwig Salgo und Thomas Mörsberger und analysiert den Zusammenhang zwischen Jugendamtshandeln und Sozialpolitik.
5. Schlussfolgerungen der Diskurse: Hier werden die Ergebnisse der Diskurse zusammengeführt und auf ihre Relevanz für die Praxis der Sozialarbeit geprüft.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit ständiger Reflexion im Umgang mit dem Spannungsfeld im Jugendamt.
Soziale Arbeit, Jugendamt, Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), Hilfe und Kontrolle, Doppelmandat, Tripelmandat, Kindeswohl, Sozialpolitik, Wächteramt, Kinderschutz, Punitivität, Fallarbeit, Reflektion, Transparenz, aktivierender Sozialstaat.
Die Arbeit beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen helfenden und kontrollierenden Elementen im Arbeitsalltag des Jugendamtes.
Es werden insbesondere die Mandate der Sozialen Arbeit, rechtliche Grundlagen wie das SGB VIII sowie Einflüsse der Sozialpolitik und Punitivität in der Jugendhilfe analysiert.
Die Autorin oder der Autor sucht nach Wegen, wie das Spannungsverhältnis zwischen Hilfe und Kontrolle im Handlungsfeld Jugendamt praktisch gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Analyse, welche unterschiedliche Fachdiskurse und sozialpolitische Theorien einbezieht.
Der Hauptteil widmet sich vor allem der Arbeitsweise des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) sowie einem Streitgespräch zwischen Experten über die Rolle der Jugendamtsmitarbeiter zwischen Dienstleister und Wächteramt.
Besonders prägend sind die Begriffe Spannungsfeld, Hilfe, Kontrolle, Kindeswohl, Wächteramt und der aktivierende Sozialstaat.
Das 4-Augen-Prinzip wird als unumgängliche Sicherheitsmaßnahme bei der Einschätzung von Kindeswohlgefährdungen bewertet, um individuelle Fehlentscheidungen der Fachkräfte zu minimieren.
Diese wird zwar als Chance für strukturierte Planung gesehen, gleichzeitig wird jedoch die Gefahr betont, dass Kostendruck zu unüberlegten, stärker kontrollierenden Eingriffen in Familien führen kann.
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