Examensarbeit, 2018
50 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
I Theorie Teil
1. Begriffserklärung
1.1 Einführung in die Psychiatrie
1.2 Psychische Erkrankungen
1.3 Psychiatrische Diagnose
1.4 ICD – Klassifikation
1.5 Stigmatisierung
2. Stigma der psychischen Erkrankung
2.1 Diskriminierung bei Interpersonellen Interaktionen
2.2 Diskriminierung durch das Bild psychisch Erkrankter in der Öffentlichkeit
2.3 Diskriminierung durch limitierten Zugang zu sozialen Rollen
3. Entstigmatisierung
3.1 Veränderung von Einstellungen und Vorurteilen
4. Soziale Distanz
4.1 Beschreibung
II Empirie Teil
1. Hypothese
2. Befragung der Probanden
2.1 Zielsetzung der Untersuchung
2.2 Methodik der schriftlichen Befragung
2.3 Vorgehen der Befragung
2.4 Testinterview und Probandengruppe
2.5 Vorstellung des Fragebogens
2.5.1. „Community Attitudes to the Mentally Ill“-Inventar (CAMI – Scale)
2.6 Eigenschaften des Fragebogens und Fragestellung
3. Auswertung des Fragebogens
3.1 Ergebnisse Fragebogen zum Themenbereich: Autoritäre Orientierung
3.1.1 Ergebnisse / Auswertung Fragebogen in Altersgruppen
3.1.2 Ergebnisse Geschlechter spezifisch
3.2 Ergebnisse Fragebogen zum Themenbereich: Wohlwollen
3.2.1 Ergebnisse / Auswertung Fragebogen in Altersgruppen
3.2.2 Ergebnisse Geschlechter spezifisch
3.3 Ergebnisse Fragebogen zum Themenbereich: Soziale Kontrolle
3.3.1 Ergebnisse / Auswertung Fragebogen in Altersgruppen
3.3.2 Ergebnisse Geschlechter spezifisch
3.4. Ergebnisse Fragebogen zum Themenbereich: Gemeindeideologie zur psychischen Gesundheit
3.4.1 Ergebnisse / Auswertung Fragebogen in Altersgruppen
3.4.2 Ergebnisse Geschlechter spezifisch
4. Zusammenfassung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Einstellungen und Meinungen der Bevölkerung gegenüber Menschen mit psychiatrischen Diagnosen zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob psychische Erkrankungen in der heutigen Gesellschaft noch ein Tabuthema sind, stigmatisiert werden und zu sozialer Distanz führen, oder ob ein Wandel hin zu mehr Offenheit und Normalität zu beobachten ist.
Einleitung
Diskriminierung und Stigmatisierung sind schmerzhafte Erfahrungen für Betroffene und Angehörige. Viele Menschen müssen dies ihr ganzes Leben oder zumindest eine lange Zeit ertragen.
Die Wurzeln des Stigmas reichen über Jahrzehnte weit in die Geschichte der Menschheit zurück. Schon damals wurden Menschen, welche sich durch ihr Verhalten von anderen abhoben, mit einem Zeichen versehen, um ihr Anderssein aufzuzeigen. (Goffmann, 1997)
Heutzutage werden keine Zeichen mehr verwendet, diese werden zum Teil durch Diagnosen aus dem psychiatrischen Formenkreis abgelöst. Eine psychiatrische Diagnose wie Schizophrenie, Demenz oder Psychose ist ein Gebilde, welches der Öffentlichkeit unzugänglich und nicht genau fassbar ist. Diagnosen über psychische Krankheiten lösen Angst und Verunsicherung aus, da das Wissen über diese Erkrankungen nicht ausreichend ist, um verbreitete meist negative Einstellungen, Meinungen und Attributionen auszumerzen. (Corrigan, 2005)
Psychisch kranke Menschen werden mit dieser Situation im Alltag oft konfrontiert. Ihnen wird schnell bewusst, dass sie von der übrigen Gesellschaft abweichen. Sie weichen von der „Norm“ ab, was für die meisten Betroffenen rasch spürbar wird. (Helmchen, 2003)
Durch Erfahrungen, die diese Personen machen, wird auch ihre Persönlichkeit und Identität mitgeprägt. Sie beginnen sich als etwas Anderes, zu der „Norm“ nicht Passendes, zu sehen. Ein verminderter Selbstwert und ein negatives Selbstbild sind nur einige der Folgen, die aufgrund der Stigmatisierung entstehen. (Corrigan, Edwards, Green, Diwan & Penn, 2001)
Doch es handelt sich hierbei nicht nur um die Beschädigung der Identität, sondern auch um die Zerstörung der sozialen Netzwerke, in denen die kranken Menschen vor der Erkrankung eingebettet waren. Isolation, Ausgrenzung und Abwertungen sind Erlebnisse, welche viele psychisch kranke Menschen teilen. (Gutierrez- Lobos, 2002)
Trotz der internationalen Anti-Stigma-Programme und deutlicher Erfolge kann von einem Ende der Notwendigkeit der Maßnahmen nicht gesprochen werden.
I Theorie Teil: Dieser Abschnitt erläutert wissenschaftliche Grundlagen zu psychischen Erkrankungen, deren Diagnose und Klassifikation, sowie tiefgreifende soziologische Konzepte zu Stigmatisierung und sozialer Distanz.
II Empirie Teil: Hier wird die methodische Vorgehensweise der durchgeführten quantitativen Befragung (Fragebogen) detailliert beschrieben und die gewonnenen Ergebnisse nach den Themenbereichen autoritäre Orientierung, Wohlwollen, soziale Kontrolle und Gemeindeideologie analysiert.
4. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Bestätigung bzw. Nicht-Bestätigung der eingangs aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Stigmatisierung und der gesellschaftlichen Akzeptanz psychisch erkrankter Menschen.
Psychische Erkrankung, Stigmatisierung, Soziale Distanz, Psychiatrie, Diagnose, ICD-10, Vorurteile, Diskriminierung, Autoritäre Orientierung, Wohlwollen, Soziale Kontrolle, Gemeindeideologie, Inklusion, Öffentliche Meinung, Medien.
Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Wahrnehmung und Einstellung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen im Hinblick auf Stigmatisierung und soziale Distanz.
Die zentralen Felder umfassen die Stigmatisierung bei interpersonellen Interaktionen, das öffentliche Bild psychisch Erkrankter, den Zugang zu sozialen Rollen sowie die Einstellung zu gemeindenahen psychiatrischen Einrichtungen.
Das Ziel ist es, empirisch zu eruieren, ob Menschen mit psychiatrischen Diagnosen in der heutigen Gesellschaft noch unter Stigmatisierung leiden oder ob sie zunehmend als integraler Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden.
Es wurde eine quantitative Methode in Form einer schriftlichen Befragung mittels eines Fragebogens (in Anlehnung an die CAMI-Scale) bei einer Stichprobe von 80 Personen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Begriffen und Stigmatisierungsprozessen sowie einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten nach Altersgruppen und Geschlechtern auswertet.
Die wichtigsten Begriffe sind Stigmatisierung, Soziale Distanz, psychische Erkrankung, Autoritäre Orientierung, Wohlwollen, Soziale Kontrolle und Gemeindeideologie.
Ja, bezüglich der Attribution von Selbstverschuldung an psychischen Erkrankungen zeigt sich, dass ältere Generationen dies häufiger als Selbstverschulden wahrnehmen als jüngere Generationen.
Die Untersuchung ergab eine hohe Offenheit; die Mehrheit der Befragten steht der Ansiedlung von Versorgungseinrichtungen oder Betroffenen im eigenen Wohnumfeld positiv gegenüber.
Nein, die Hypothesen bestätigten sich besonders im Bereich "Autoritäre Orientierung", während sie in den Bereichen "Wohlwollen", "Soziale Kontrolle" und "Gemeindeideologie" weitgehend nicht bestätigt werden konnten.
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