Bachelorarbeit, 2018
55 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Problemstellung Subjektivität / Quantität in der Literatur
3. Wege, Werkzeuge und Anwendungsbereiche
3.1 Erste Ideenentwürfe
3.2 Der Metricalizer
3.3 Das Kontrollkorpus
3.4 Die Epoche
3.5 Die Lyrikanthologien
4. Applikation
4.1 Vergleichskorpus Freiburger Anthologie
4.2 Vergleiche mit den einzelnen Anthologien
4.3 Ergebnisauswertung
5. Fazit
6. Quellen
6.1 Sekundärliteratur
6.2 Internetquellen
6.3 Lyrikanthologien
7. Anhang
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Eignung der Quantität als objektives Kriterium für Kanonisierungsprozesse in der Literatur zu untersuchen, um die Subjektivität traditioneller, qualitativer Bewertungsmodelle zu hinterfragen und gegebenenfalls durch messbare Verfahren zu ergänzen.
1. Einleitung
Im Zeitalter der Digitalisierung, Industrialisierung und Globalisierung ist dem Menschen eine unendlich große Menge an Information und Wissen zugänglich gemacht worden. Dies bezieht sich auch auf literarische Texte, welche nahezu alle mit nur einem Mausklick im World Wide Web auffindbar sind und dort fast immer kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Durch Programme und Internetseiten wie Google Books oder Projekt Gutenberg war der Zugang zu Wissen und Texten noch nie so einfach wie heute. Doch mit diesem Wandel der Text- und Wissenskultur mussten sich auch die literaturwissenschaftlichen Methoden verändern. Man braucht eine Möglichkeit, diese Unzahl an Texten effizienter zu analysieren und zu bearbeiten.
Mit der close reading Methode – eine Methode, bei der die Texte sehr genau und vor allem vollständig gelesen werden – können Literaturwissenschaftler/innen in ihrem Leben allerhöchstens einen Bruchteil des vorhandenen Textbestandes bearbeiten, ganz zu schweigen davon, dass man die meisten Werke dabei mehrmals gelesen haben sollte oder durch Faktoren wie Sprache in der Auswahl eingeschränkt bleibt. Um dieser Masse an Informationen Herr zu werden, nimmt diese Methode, die Texte einer qualitativen Analyse zu unterziehen, viel zu viel Zeit in Anspruch und ist im heutigen, digitalen Zeitalter beinahe als veraltet zu bezeichnen.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Wandel der Literaturwissenschaft durch die Digitalisierung und begründet die Notwendigkeit quantitativer Methoden zur effizienten Textanalyse.
2. Problemstellung Subjektivität / Quantität in der Literatur: Dieses Kapitel erläutert die inhärente Subjektivität traditioneller Kanonbildung und schlägt die Quantität als potenziell objektiv messbaren Gegenentwurf vor.
3. Wege, Werkzeuge und Anwendungsbereiche: Hier werden theoretische Ansätze und technische Werkzeuge wie der Metricalizer vorgestellt, die für eine automatisierte Literaturanalyse adaptiert werden.
4. Applikation: In diesem Teil wird die entwickelte Methode der Komplexitätsmessung anhand von vier verschiedenen Lyrikanthologien praktisch angewandt und erprobt.
5. Fazit: Das Fazit bestätigt die Korrelation zwischen Komplexität und Kanonisierung und sieht in der digitalen Messbarkeit ein enormes Potenzial für die zukünftige Forschung.
6. Quellen: Aufführung der verwendeten Sekundärliteratur, Internetquellen und primären Lyrikanthologien.
7. Anhang: Detaillierte tabellarische Auflistungen der untersuchten Gedichte mit ihren jeweiligen Komplexitätswerten.
Kanonisierung, Quantität, Digital Humanities, Literaturanalyse, Metricalizer, metrische Komplexität, Literaturwissenschaft, Lyrikanthologien, Objektivität, Textkorpus, Computerunterstützte Literaturwissenschaft, Semantik, Selektionskriterien, Digitale Kanonbildung, Formale Textanalyse.
Die Arbeit untersucht, ob die Quantität literarischer Merkmale als objektives Kriterium zur Ergänzung oder Verbesserung von Kanonisierungsprozessen in der Literatur dienen kann.
Die Arbeit verknüpft Forschung zur Kanontheorie, zur digitalen Literaturwissenschaft (Digital Humanities) und zur angewandten metrischen Analyse.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob eine Korrelation zwischen der metrischen Komplexität eines Gedichts und seiner Wahrscheinlichkeit, in einen literarischen Kanon aufgenommen zu werden, besteht.
Es wird eine computergestützte, quantitative Textanalyse mittels des Programms "Metricalizer" verwendet, um die metrische Komplexität von Gedichten zu messen.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, der Methodik der Komplexitätsmessung und der praktischen Anwendung an verschiedenen Vergleichskorpora und Lyrikanthologien.
Die zentralen Begriffe umfassen Kanonisierung, Digital Humanities, metrische Komplexität und quantitative Literaturanalyse.
Dieser Zeitraum wurde gewählt, um das Korpus auf eine handhabbare Größe zu reduzieren und eine retrospektive Vergleichbarkeit der untersuchten Gedichte zu gewährleisten.
Im Kontext dieses Programms bezeichnet Komplexität nicht die inhaltliche Tiefe, sondern das mathematisch messbare Reibungsverhältnis zwischen dem zugrunde liegenden Versmetrum und der natürlichen Normalbetonung der Wörter.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass quantitative Daten eine transparentere und objektivere Grundlage für Kanondebatten bieten können als rein subjektive ästhetische Werturteile.
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