Bachelorarbeit, 2018
57 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Themenabgrenzung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen (Anforderungen)
2.1 Perspektiven der Musikwahrnehmung
2.1.1 Was ist Musik?
2.1.2 Elemente der Musik
2.2 Music Information Retrieval
2.2.1 Intensitätsdeskriptoren
2.2.2 Tempoerkennung
2.2.3 Klangfarbendeskriptoren
2.2.4 Tonhöhenerkennung
2.2.5 Tongeschlechterkennung
2.3 Emotionen
2.3.1 Circumplex Model of Emotion
2.3.2 Kategorisierung von Emotionen
2.4 Wirkung von Musik
2.4.1 Träger und Auslöser von Emotionen
2.4.2 Reaktionen des menschlichen Auges
2.5 Relevante Forschungsexperimente
2.5.1 Methoden
2.5.2 Erkenntnisse
2.6 Zusammenfassung der Anforderungen
3 Empirische Forschung (Probandentest)
3.1 Einleitung
3.2 Gegenstände und Methoden
3.2.1 Musikalisches Material
3.2.2 Extraktion der Musikmerkmale
3.2.3 Probanden
3.2.4 Self-Assessment Manikin (SAM)
3.2.5 Verfahren des Experiments zur subjektiven Bewertung
3.2.6 Verfahren des Experiments zur Pupillenreaktion
3.2.7 Korrelationskoeffizient von Pearson
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Musikalische Merkmale
3.3.2 Subjektive Bewertungen / Wahrnehmende Emotionen
3.3.3 Pupillenreaktionen
3.3.4 Zusammenhänge
3.3.4.1 Wahrnehmende Emotionen und Pupillengröße
3.3.4.2 Wahrnehmende Emotionen und musikalische Merkmale
3.3.4.3 Musikalische Merkmale und Pupillengröße
3.4 Resümee
4 Praktischer Bezug (Konzeptionierung eines interaktiven Systems zur Musikvisualisierung)
4.1 Ausgangssituation
4.2 Zielsetzung und Zielgruppe
4.3 Umsetzungsidee
5 Schlussbetrachtung und Fazit
Ziel der Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen spezifischen musikalischen Merkmalen, wahrgenommenen Emotionen und physiologischen Reaktionen, konkret der Pupillengröße, anhand einer empirischen Studie zu untersuchen und auf Basis der Ergebnisse ein Konzept für ein interaktives Visualisierungssystem zu entwickeln.
2.4.2 Reaktionen des menschlichen Auges
Der Durchmesser der menschlichen Augenpupille variiert bei Erwachsenen von 2 bis 4 mm in hellem Licht und von 4 bis 8 mm in der Dunkelheit. Beide Pupillen weisen in der Regel gleiche Größe auf. Bei einem Übergang in die Dunkelheit vergrößert sich die Augenpupille. Veränderungen in der Pupillengröße lassen sich neben dem Einfluss von Änderungen im Umgebungslicht, kognitiver Beanspruchung, sowie visueller Reize, auch auf den Konsum von Musik und den dabei wahrnehmenden Emotionen zurückführen. Die Größe der Augenpupille reagiert auf Stimulationen innerhalb einer Zeitspanne von weniger als 0.2 s. Eine Erweiterung der Pupille hängt mit der emotionalen Erregung des Zuhörers zusammen. Frühere Studien fanden heraus, dass Pupillenerweiterungen in diesem Zusammenhang nur dann zustande kommen, wenn die kognitive Beanspruchung des Konsumenten sehr niedrig bzw. gering beanspruchende Aufgaben wie das Hören von Musik, ausgeführt werden. Für emotionale Reaktionen auf musikalische Reize gibt es drei Hauptfaktoren: Die Musik, die Situation, und der Zuhörer. Bisherige Forschungen besagen, dass anregende Musik zu einer Erweiterung der Pupille führt, während beruhigende Musik eine Pupillenverengung verursacht. Auch wurde herausgefunden, dass besonders positiv oder negativ empfundene Sounds, im Vergleich zu neutral wahrgenommenen Sounds eine größere Augenpupille induzieren. Die Intensität eines Sounds hängt mit der subjektiven emotionalen Erregung des Einzelnen zusammen, wodurch lautere Töne zu einer größeren Pupillenerweiterung führen.
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Musik im Alltag und Definition der Zielsetzung einer Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Musik, Emotionen und Pupillenreaktionen.
2 Theoretische Grundlagen (Anforderungen): Zusammenfassung wissenschaftlicher Modelle zur Musikwahrnehmung, zum Music Information Retrieval sowie zum Verständnis von Emotionen und physiologischen Reaktionen.
3 Empirische Forschung (Probandentest): Detaillierte Beschreibung der Methodik, der Datenextraktion aus Musikstücken und der Durchführung sowie Auswertung des Probandentests zur Ermittlung von Korrelationen.
4 Praktischer Bezug (Konzeptionierung eines interaktiven Systems zur Musikvisualisierung): Übertragung der Forschungsergebnisse in ein konkretes Konzept zur technischen Umsetzung einer interaktiven Musikvisualisierung.
5 Schlussbetrachtung und Fazit: Zusammenfassende Einordnung der gewonnenen Erkenntnisse und Reflexion der Validität der durchgeführten empirischen Analyse.
Musik, Pupillengröße, Emotionen, Musikpsychologie, Music Information Retrieval, Valence, Arousal, Circumplex Model, Physiologie, Augenreaktion, Musikvisualisierung, Interaktive Systeme, Probandentest, Korrelationsanalyse, Audiosignalanalyse
Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen musikalischen Parametern, der emotionalen Wahrnehmung durch den Menschen und physiologischen Reaktionen des menschlichen Auges, speziell der Pupillenbewegung.
Die zentralen Schwerpunkte liegen in der Musikinformatik (Analyse von Musikmerkmalen), der Psychologie (Modelle emotionaler Bewertung) und der Physiologie (Messung okulomotorischer Reaktionen bei Musikrezeption).
Das primäre Ziel ist die Validierung bestehender Forschungsansätze zum Zusammenhang von Musik und Pupillenreaktion mittels eigener empirischer Daten, um diese als Basis für ein System zur interaktiven Musikvisualisierung zu nutzen.
Es wird eine empirische Untersuchung mit einem Probandentest durchgeführt, bei dem musikalische Merkmale extrahiert, subjektive Emotionsbewertungen per SAM-Verfahren erhoben und Pupillenveränderungen mittels Eye-Tracking gemessen und anschließend korrelativ analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Grundlagen, die detaillierte Darlegung des experimentellen Aufbaus sowie die statistische Auswertung und Diskussion der gewonnenen Korrelationsergebnisse.
Die wesentlichen Begriffe sind Musik, Pupillengröße, Emotionen, Arousal, Valence, Music Information Retrieval, eye-tracking und Musikvisualisierung.
Die Untersuchung zeigt, dass anregende Genres wie Metal einen stärkeren Einfluss auf die Pupillenerweiterung haben als beruhigende Musik, wobei individuelle Unterschiede bei den Probanden eine wesentliche Rolle spielen.
Die Arbeit stellt fest, dass das individuelle musikalische System, geprägt durch Hörerfahrungen und kulturelle Einflüsse, die emotionale Reaktion und somit die physiologische Antwort des Nutzers auf Musik maßgeblich beeinflusst.
Die Ergebnisse dienen als Anforderungskatalog beziehungsweise als Gestaltungsbasis für die Entwicklung eines interaktiven Systems, das Musik in Echtzeit visuell, basierend auf den Pupillenreaktionen des Nutzers, wiedergibt.
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