Diplomarbeit, 2008
85 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. DAS DEUTSCHE RENTENSYSTEM
2.1 Einführung
2.2 Die Rentenformel
2.3 Rentner und Rentenhöhe
2.4 Grundsätze der Finanzierung
3. EIN INTERNATIONALER VERGLEICH DER RENTENSYSTEME EINIGER AUSGEWÄHLTER STAATEN
4. DEMOGRAPHIE, RENTE UND ÖKONOMIK
4.1 Das demographische Problem
4.2 Deutschlands Bevölkerung – Status Quo und Entwicklung
4.3 Ökonomische Ansätze zur Erklärung der Fertilität
5. VORSCHLÄGE ZUR REFORMIERUNG DES RENTENSYSTEMS IN DEUTSCHLAND
5.1 Der Rürup-Bericht
5.1.1 Kapitaldeckungsverfahren, der Weg aus der Krise?
5.1.2 Lastenverteilung – Beitragssatz oder Rentenniveau?
5.1.3 Anheben des Renteneintrittsalters – eine Lösung?
5.1.4 Frauen und Männer – Ist die Rente gleich verteilt?
5.2 Politische Ansätze
5.3 Resümee
6. SCHLUSSBETRACHTUNGEN
Die vorliegende Arbeit untersucht aus ökonomischer Sicht, wie stabil das System der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) in Deutschland nach den Reformen der vergangenen Jahre ist und inwiefern diese Reformen die Altersvorsorge langfristig sichern können.
2.2 Die Rentenformel
Durch die Rentenformel wird die Höhe der monatlichen Rentenzahlung (r) berechnet. Sie ist damit von entscheidender Bedeutung, um die Wirkungsweise der GRV verstehen zu können. Die Rentenformel setzt sich aus folgend Bestandteile zusammen:
r = ZGF × RA× EGP× ARW 17 ( 1 )
Demnach ergibt sich der monatliche Zahlbetrag aus dem Produkt von vier Variablen. Der Zugangsfaktor (ZGF) ist dann genau 1, wenn die Rente mit 65 Jahren angetreten wird.18 Wird die Rente später (früher) beansprucht, so ist ein Zu- (Ab)schlag von 0,5 (0,3) Prozent vom Zugangsfaktor abzuziehen, dies entspricht einem jährlichen Zuschlag (Abzug) von 6 Prozent (3,6 Prozent).19 Dabei gilt für eine vorzeitige Altersrente mit 63 Jahren ein maximaler Abschlag von 14,4 Prozent.20
Der Rentenartenfaktor (RA) gibt an, um welche Rente es sich handelt. Für den Fall der Altersrente beträgt er 1. Ist jedoch eine andere Art der Rente betroffen, wie die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, ist der Faktor 0,5, bei der Witwenrente beträgt er 0,5521. 22
1. EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik der Rentensicherheit im Kontext demographischer Herausforderungen und der politischen Reformdiskussion.
2. DAS DEUTSCHE RENTENSYSTEM: Erläuterung der historischen Grundlagen, der Rentenberechnung mittels der Rentenformel sowie der Strukturen der Renten und Rentner.
3. EIN INTERNATIONALER VERGLEICH DER RENTENSYSTEME EINIGER AUSGEWÄHLTER STAATEN: Kurzvorstellung der Altersvorsorgesysteme ausgewählter Länder als Basis für eine vergleichende Beurteilung.
4. DEMOGRAPHIE, RENTE UND ÖKONOMIK: Darstellung des demographischen Problems der Bevölkerungsalterung und -schrumpfung sowie ökonomische Erklärungsansätze für das Geburtenverhalten.
5. VORSCHLÄGE ZUR REFORMIERUNG DES RENTENSYSTEMS IN DEUTSCHLAND: Detaillierte Diskussion des Rürup-Berichts und politischer Alternativen hinsichtlich ihrer Eignung zur Krisenbewältigung.
6. SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Fazit zur Stabilität der GRV und Bewertung der Wirksamkeit bisheriger Reformen.
Gesetzliche Rentenversicherung, Umlageverfahren, Demographischer Wandel, Rentenformel, Nachhaltigkeitsfaktor, Kapitaldeckungsverfahren, Geburtenverhalten, Reformen, Rentenniveau, Altersvorsorge, Rürup-Kommission, Fertilität, Rentenzahlbetrag, Beitragszahler, Generationenvertrag
Die Arbeit analysiert die Stabilität des deutschen gesetzlichen Rentensystems im Licht der in den vergangenen Jahren durchgeführten Reformen.
Im Fokus stehen die Funktionsweise der Rentenberechnung, der Einfluss demographischer Faktoren auf die Finanzierung und die Bewertung verschiedener politischer Reformkonzepte.
Das Ziel ist zu evaluieren, ob das System der Rentenversicherung trotz der Herausforderungen durch eine alternde Bevölkerung langfristig stabil gehalten werden kann.
Die Arbeit nutzt eine ökonomische Analyse, bei der neben der deskriptiven Darstellung von Systemen und Reformen auch theoretische Ansätze zur Erklärung des Geburtenverhaltens (Fertilitätstheorie) herangezogen werden.
Der Hauptteil umfasst eine Darstellung des aktuellen Rentensystems, einen internationalen Vergleich, eine demographische Analyse sowie eine detaillierte Diskussion von Reformvorschlägen der Rürup-Kommission und politischer Parteien.
Wichtige Schlagworte sind Gesetzliche Rentenversicherung, Umlageverfahren, demographischer Wandel, Nachhaltigkeitsfaktor, Geburtenverhalten und Rentenniveau.
Das Anheben des Renteneintrittsalters soll die Ausgaben dämpfen, stößt jedoch an Grenzen, da langfristig die Lebenserwartung weiter steigt und die positiven Effekte durch das Rentensystem konterkariert werden könnten.
Das Rentensplitting soll für Frauen einen eigenständigen Rentenanspruch schaffen, der unabhängig vom Ehepartner ist, erweist sich jedoch in der Analyse als komplex und je nach Frauentyp mit unterschiedlichen Effekten verbunden.
Die ökonomische Theorie, insbesondere Ansätze von Leibenstein und Becker, hilft zu verstehen, dass Kinder heute aufgrund veränderter ökonomischer Anreize und der sozialen Absicherung für Eltern tendenziell als ökonomisch belastend empfunden werden.
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