Masterarbeit, 2022
71 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Themenspezifische Definitionen
2.1 Der Begriff des Grundvermögens
2.2 Der Begriff der Steuerplanung
3 Steuerrechtliche Grundlagen der Grunderwerbsteuer
3.1 Grundzüge der Grunderwerbsteuer
3.2 Maßnahmen der Grunderwerbsteuerreform mit Fallbeispielen
3.2.1 Reduzierung der Beteiligungsquote
3.2.2 Erhöhung der Haltefristen
3.2.3 Neue Vorbehaltensfrist
3.2.4 Neuer Ergänzungstatbestand für Kapitalgesellschaften
3.2.5 Einführung der Börsenklausel
4 Methodisches Vorgehen
5 Kritische Analyse des steuerplanerischen Potenzials der Grunderwerbsteuerreform
5.1 Kritische Analyse der Maßnahmen
5.2 Steuerplanerisches Potenzial der Beteiligungsquote
5.3 Steuerplanerisches Potenzial der Haltefristen
5.4 Steuerplanerisches Potenzial der Vorbehaltensfrist
5.5 Steuerplanerisches Potenzial des Ergänzungstatbestandes für Kapitalgesellschaften
5.6 Steuerplanerisches Potenzial der Börsenklausel
5.7 Auswertung der kritischen Analyse
6 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Effektivität der Maßnahmen aus dem Gesetz zur Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes zu untersuchen, um zu beurteilen, inwieweit die missbräuchlichen Gestaltungsmöglichkeiten bei der Übertragung von Grundvermögen mittels Share Deals tatsächlich eingedämmt wurden.
3.2.1 Reduzierung der Beteiligungsquote
Als zentrale Maßnahme des Gesetzes zur Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes wurde die Beteiligungsquote, ab welcher die Grunderwerbsteuer bei einer Übertragung oder Anteilsvereinigung ausgelöst wird, reduziert.
Nach den neuen Regelungen greift die Grunderwerbsteuer bei der Übertragung von Anteilen an grundbesitzenden Gesellschaften an Neugesellschafter bereits ab 90 % gegenüber der alten Beteiligungsgrenze von 95 %.
Diese Änderung betrifft die Ergänzungstatbestände nach § 1 Abs. 2a, 3 und 3a GrEStG. Um eine Vermeidung der Grunderwerbsteuer mittels Share Deals zu erzielen, können demzufolge nun maximal 89,9 % der Anteile an der Gesellschaft erworben werden, statt maximal 94,9 % nach der alten Regelung. Die verbleibenden Anteile können vom Veräußerer behalten oder auf fremde Dritte übertragen werden. In dieser Konstellation wird der fremde Dritte auch als Co-Investor bezeichnet.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit zur Beurteilung der Grunderwerbsteuerreform.
2 Themenspezifische Definitionen: Erläuterung der relevanten Begrifflichkeiten, insbesondere Grundvermögen sowie der Arten der Übertragung und Steuerplanung.
3 Steuerrechtliche Grundlagen der Grunderwerbsteuer: Darstellung der gesetzlichen Grundlagen und der spezifischen Maßnahmen der Grunderwerbsteuerreform.
4 Methodisches Vorgehen: Definition des wissenschaftlichen Rahmens und des Kriteriums der Effektivität zur Bewertung der Reformmaßnahmen.
5 Kritische Analyse des steuerplanerischen Potenzials der Grunderwerbsteuerreform: Detaillierte Untersuchung der einzelnen Reformmaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei der Eindämmung von Share Deals.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Zielerreichung und kritische Einordnung der Reformergebnisse.
Grunderwerbsteuer, Share Deals, Steuerplanung, Grunderwerbsteuerreform, Beteiligungsquote, Haltefristen, Vorbehaltensfrist, Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften, Steuervermeidung, Ergänzungstatbestand, Immobilieninvestition, Steuerbelastung, Börsenklausel, Gesetzgebungsverfahren
Die Arbeit untersucht das steuerplanerische Potenzial bei der Übertragung von Grundvermögen im Rahmen von Share Deals nach der Grunderwerbsteuerreform vom 01.07.2021.
Im Fokus stehen die gesetzlichen Änderungen der Grunderwerbsteuer, insbesondere die Anpassungen bei Beteiligungsquoten, Haltefristen, Vorbehaltensfristen sowie der Ergänzungstatbestand für Kapitalgesellschaften und die Einführung der Börsenklausel.
Es wird überprüft, ob die von der Bundesregierung gesetzten Ziele zur Eindämmung missbräuchlicher Steuergestaltungen durch die neuen gesetzlichen Regelungen effektiv erreicht werden.
Die Arbeit nutzt eine kritische Analyse, wobei Effektivität als Beurteilungskriterium herangezogen wird, um den Grad der Zielerreichung des Gesetzgebers zu messen.
Der Hauptteil gliedert sich in die steuerrechtlichen Grundlagen, das methodische Vorgehen sowie eine detaillierte Einzelanalyse des steuerplanerischen Potenzials der fünf reformierten Maßnahmen.
Die zentralen Begriffe umfassen Grunderwerbsteuer, Share Deals, Steuerplanung, Beteiligungsquote, Haltefristen, Steuervermeidung und Kapitalgesellschaften.
Die Absenkung soll die Vermeidung der Grunderwerbsteuer erschweren, indem nun bereits Anteilsübertragungen ab 90 % steuerlich erfasst werden, statt wie bisher ab 95 %.
Sie schützt börsennotierte Unternehmen vor übermäßiger bürokratischer Belastung, gilt aber nur für spezifische Handelsplätze, was zu Lücken in der Abdeckung führt.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die Maßnahmen nur teilweise effektiv sind, da sie keine spezifische Missbrauchstypisierung enthalten und große Investoren weiterhin steuerliche Vorteile nutzen können.
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