Bachelorarbeit, 2021
60 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung und Methodik
1.2 Vorgehensweise
2. Zur Entstehung und Natur des Geldes
2.1 Historische Einordnung
2.2 Definitionen
2.3 Formen
3. Kryptowährungen
3.1 Bitcoin
3.2 Libra
3.3 Sind Kryptowährungen Geld? - Forschungsfrage I
4. Central Bank Digital Currencies
4.1 Taxonomie
4.2 Gründe für die Einführung
4.2.1 Motivatoren
4.2.2 Chancen
4.3 Risiken und Hindernisse
4.3.1 Disintermediation
4.3.2 Geldwäsche und Terrorfinanzierung
4.3.3 Anonymität
4.4 Mögliche Module einer CBDC
4.4.1 Zinsen
4.4.2 Limitierungen
4.4.3 Dezentralisierung
4.4.4 Distribution
4.4.5 Smart Contracts
4.5 CBDCs als Reaktion auf Kryptowährungen? - Forschungsfrage II
5. Die Einführung des digitalen Euros
5.1 Ausgangslage
5.2 Anforderungen
5.2.1 Sicherheit
5.2.2 Verfügbarkeit
5.2.3 Skalierbarkeit
5.3 Unabhängige Module
5.4 Modellanalyse
5.4.1 Direkt- vs. Hybriddistribution
5.4.2 Token- vs. Account-Technologie
6. Konklusion
Diese Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und praktischen Anforderungen für die Einführung eines digitalen Euros durch die Europäische Zentralbank (EZB) als Antwort auf den Rückgang der Bargeldnutzung und den Einfluss von Kryptowährungen. Das primäre Ziel ist die Bewertung der Gestaltungsmodule eines digitalen Euros unter Berücksichtigung von Stabilität, Anonymität und technischer Infrastruktur.
3.1 Bitcoin
Bitcoin, erfunden 2009, stellt eine digitale Währung dar, die auf der Blockchain-Technologie basiert. Das Besondere an Bitcoin ist, dass er nicht mit Zentralbanken verknüpft ist. Entstehung, Ausgabe, Kontrolle und Transfer der Bitcoins werden von keiner politischen Institution beaufsichtigt oder kontrolliert. Das Whitepaper des/der Erfinders/Erfinder (Anonym) zur Veröffentlichung von Bitcoin begründet dies mit den Kosten und der Ineffizienz und Schwäche des auf Vertrauen basierten Geschäftsbankensystems (Nakamoto, 2008, S. 1). Zum besseren Verständnis dieser Aussage sollte vor allem der zeitliche Kontext hinzugezogen werden. Im Jahr 2007 begann, wesentlich als Folge der spekulativen Immobilienblase in den USA, die Weltfinanzkrise, die zum Zusammenbruch vieler großer Banken geführt hat und den Anfang der Weltwirtschaftskrise eingeläutet hat. Deswegen wurde Bitcoin bewusst so geschaffen, dass keine dritte Partei als Intermediär benötigt wird. Es ermöglicht die anonyme Zahlung von Person zu Person (peer-to-peer) auf dieselbe Art wie Bargeld, aber digital, und soll dabei erheblich geringere Transaktionskosten realisieren. Das größte Problem, das es dabei zu lösen galt, war das doublespending-Problem. Dabei handelt es sich um manipulative Angriffe auf das Netzwerk mit dem Ziel, dieselbe Währung mehrfach ausgeben zu können (Hoepman, 2007, S. 152-154). Übertragen auf unser Bargeld würde das bedeuten, dass man denselben 20-Euro Schein, nachdem man ihn bereits ausgegeben hat, nochmal ausgeben kann, indem man seinem Gegenüber versichert, dass man immer noch im Besitz dieser Banknote ist. Um solche kriminellen Handlungen zu unterbinden wurde die Blockchain als technologischer Grundstein des Bitcoins erschaffen. Da die genaue Funktionsweise eine eigene Thesis rechtfertigen würde, soll hier nicht auf alle technischen Aspekte der Blockchain eingegangen werden, sondern nur auf die absolut notwendigen Grundlagen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Transformation von Zahlungssystemen durch Digitalisierung ein und stellt das Ziel sowie die Methodik der Arbeit zur Untersuchung digitaler Zentralbankwährungen dar.
2. Zur Entstehung und Natur des Geldes: Das Kapitel bietet eine historische Einordnung sowie theoretische Definitionen von Geld und unterscheidet zwischen verschiedenen Geldformen wie Bargeld, Giralgeld und Zentralbankgeld.
3. Kryptowährungen: Es werden Bitcoin und Libra analysiert, um deren Tauglichkeit als Geld zu prüfen und die technologischen Grundlagen wie die Blockchain-Technologie zu erläutern.
4. Central Bank Digital Currencies: Dieses zentrale Kapitel behandelt die Taxonomie von CBDCs, Motivatoren für deren Einführung, Risiken wie Disintermediation sowie verschiedene Gestaltungsmodule.
5. Die Einführung des digitalen Euros: Auf Basis der theoretischen Module werden hier spezifische Anforderungen und Modellierungsoptionen für einen digitalen Euro in der Eurozone untersucht.
6. Konklusion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Einführung eines digitalen Euros unter Abwägung der untersuchten Faktoren als erstrebenswerte, evolutionäre Entwicklung.
Central Bank Digital Currency, Digitaler Euro, EZB, Kryptowährungen, Blockchain, Distributed-Ledger-Technologie, Geldpolitik, Disintermediation, Finanzielle Inklusion, Smart Contracts, Bargeld, Zentralbankgeld, Anonymität, Token-Technologie, Geldtheorie
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Geldes und analysiert die Möglichkeiten sowie Herausforderungen bei der Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) im Euroraum durch die EZB.
Zentrale Themen sind die Transformation des Bezahlverhaltens, die historische Entwicklung von Geldsystemen, die Rolle von Kryptowährungen wie Bitcoin und Libra sowie die regulatorischen Anforderungen an ein digitales Zentralbankgeld.
Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen und funktionalen Module eines digitalen Euros zu identifizieren und die Wahrscheinlichkeit sowie die optimale Gestaltung einer solchen Einführung für die Eurozone zu bewerten.
Die Autorin wählt die Methode der Literaturrecherche, um den aktuellen Forschungsstand zu analysieren und ein komplexes, zukunftsorientiertes Thema ohne existierende empirische Daten in der Praxis theoretisch zu erschließen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Geld, die Analyse von Kryptowährungen, die Erörterung von CBDC-Modulen (Zinsen, Limits, Technik) und die konkrete Modellanalyse für einen digitalen Euro.
Wichtige Begriffe sind CBDC, Digitaler Euro, EZB, Blockchain, Disintermediation, Geldpolitik, Kryptowährungen und Smart Contracts.
Bitcoin dient als Referenz für dezentralisierte Systeme, wird jedoch aufgrund extremer Volatilität, hoher Transaktionskosten und mangelnder staatlicher Kontrolle in der Arbeit nicht als stabiles Geld gemäß dem chartalistischen Ansatz eingestuft.
Libra fungiert als Katalysator, da die drohende Machtkonzentration privater Konzerne Zentralbanken weltweit dazu zwang, die Forschung an eigenen digitalen Währungen massiv zu beschleunigen.
Beim Hybrid-Modell bleibt die EZB Herausgeber des digitalen Geldes, aber Finanzintermediäre wie Geschäftsbanken übernehmen die direkte Interaktion mit den Endkunden, was die Risiken der Disintermediation reduziert.
Smart Contracts ermöglichen eine Programmierbarkeit des digitalen Euros, durch die automatisierte Zahlungen unter definierten Bedingungen möglich werden, was Effizienzgewinne im Zahlungsverkehr verspricht.
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