Masterarbeit, 2020
142 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Der, die, das Fremde
2.1 Definition des Fremden
2.1.1 Begriffsbestimmung: Die Fremdheit
2.1.2 Wer oder was ist „der, die, das Fremde“?
2.2 Das Eigene und das Fremde
2.3 Identität
2.3.1 Personale, soziale und kulturelle Identität
2.3.2 Theorie der sozialen Identität
3. Interkulturelle Interaktion mit dem Fremden
3.1 Die Wahrnehmung des Fremden
3.1.1 Wahrnehmungsmuster
3.1.2 Abwehr versus Exotismus
3.2 Interaktion mit kulturell Fremden
3.2.1 „Der Stachel des Fremden“ versus „Verstehen, Kritik, Anerkennung“
3.2.2 Voraussetzungen für eine erfolgreiche interkulturelle Kommunikation
3.3 Die Kontakthypothese
3.3.1 Die Kontakthypothese nach Gordon W. Allport
3.3.2 Weiterentwicklung und Studien zur Kontakthypothese
4. Stereotype
4.1 Begriffsbestimmung: Das Stereotyp
4.1.1 Definition und Abgrenzung
4.1.2 Entstehung von Stereotypen
4.2 Wirkungen von Stereotypen
4.2.1 Automatische Aktivierung versus kontrollierte Regulierung
4.2.2 Verzerrungseffekte
4.3 Stigmatisierung
5. Empirischer Teil
5.1 Untersuchungsmethode
5.1.1 Forschungsfrage
5.1.2 Forschungsmethode
5.2 Datenerhebung
5.2.1 Fragebogenkonstruktion
5.2.2 Erläuterung der Aussagen
5.2.3 Durchführung der Befragung
5.2.4 Datenauswertung
5.3 Ergebnisse der Befragung
5.3.1 Ergebnisse nach Migrationshintergrund
5.3.2 Ergebnisse nach Kontakt
5.3.3 Ergebnisse der Mitarbeiter
6. Diskussion und Fazit
Diese Arbeit untersucht die Wahrnehmung von Fremden in interkulturellen Interaktionen und analysiert den Zusammenhang zwischen persönlichem Kontakt zu Fremdgruppen und der Ausprägung von Stereotypen. Ziel ist es, zu prüfen, ob ein höherer Grad an Kontakt zu einer Reduktion von Vorurteilen führt.
Die Wahrnehmung des Fremden
Der interkulturellen Interaktion beziehungsweise Kommunikation geht zunächst die Wahrnehmung voraus, die von eigenen kulturellen Strukturen, Vorerfahrungen und gesellschaftlichen Vorurteilen beeinflusst wird. Soziale Wahrnehmung wird definiert als „der u.a. durch Hypothesen, Erwartungen, Werte, Normen, Interessen und Emotionen, aber auch durch direkte Einflussnahme anderer Personen gesteuerte Prozess der subjektiven Repräsentation äußerer Gegebenheiten“.
Es können niemals alle Facetten und Details eines Subjekts oder Objekts erfasst werden, da Wahrnehmung in Interaktionen und kognitiven Prozessen immer selektiv erfolgt. Sie bildet die Grundlage für soziale Urteile über das Selbst und über andere. Die interkulturelle Wahrnehmung als Aspekt der sozialen Wahrnehmung liegt vor, wenn im Rahmen einer Interaktion festgestellt wird, dass das Gegenüber aufgrund seiner differenten kulturellen Zugehörigkeit sich nicht entsprechend der eigenen Erwartungen verhält, sondern abweichende Verhaltensmuster zeigt.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gespaltene gesellschaftliche Haltung gegenüber Migration und führt in die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich Kontakt und Stereotypisierung ein.
2. Der, die, das Fremde: Dieses Kapitel definiert Fremdheit als relationales Konzept und diskutiert die Rolle der Identität sowie der eigenen Kultur bei der Abgrenzung gegenüber dem Fremden.
3. Interkulturelle Interaktion mit dem Fremden: Hier werden Wahrnehmungsmuster, die Dynamik zwischen Abwehr und Exotismus sowie die theoretischen Ansätze zum interkulturellen Verstehen, insbesondere die Kontakthypothese, behandelt.
4. Stereotype: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, Funktion und Wirkung von Stereotypen sowie deren negativere Ausprägungen wie Stigmatisierung und Verzerrungseffekte.
5. Empirischer Teil: Der empirische Teil dokumentiert die methodische Umsetzung der Untersuchung im Rathaus Vechta, stellt die Datenerhebung dar und präsentiert die Ergebnisse nach Migrationshintergrund und Kontaktintensität.
6. Diskussion und Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Lichte der Kontakthypothese und zieht ein Fazit bezüglich der Bedeutung von persönlichem Kontakt für den Abbau von Vorurteilen.
Interkulturalität, Fremdheit, Stereotype, Wahrnehmung, Kontakthypothese, Identität, Vorurteile, Stigmatisierung, Sozialisation, interkulturelle Kommunikation, Migration, Intergruppenkontakt, Ethnozentrismus, soziale Identität, empirische Befragung.
Die Arbeit untersucht, wie Menschen mit Fremdheit umgehen, welche Rolle Stereotype dabei spielen und ob ein verstärkter persönlicher Kontakt dazu beitragen kann, Vorurteile abzubauen.
Die Arbeit verknüpft kulturwissenschaftliche Identitätstheorien mit sozialpsychologischen Konzepten wie Stereotypisierung und der berühmten Kontakthypothese von Gordon W. Allport.
Die Forschungsfrage lautet, ob gilt: Je mehr Kontakt zu Angehörigen von Fremdgruppen besteht, desto weniger Stereotype und Vorurteile werden vertreten.
Die Arbeit stützt sich auf eine quantitative empirische Sozialforschung durch standardisierte Fragebögen, die im Rathaus Vechta unter Klienten und Mitarbeitern durchgeführt wurden.
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe Fremdheit, Eignes/Fremdes und Identität geklärt, bevor die interkulturelle Interaktion und die Entstehung von Stereotypen theoretisch hergeleitet werden.
Wichtige Begriffe sind Interkulturalität, Fremdheit, Stereotype, Kontakthypothese und Stigmatisierung.
Das Rathaus Vechta bietet einen idealen Querschnitt der Bevölkerung, da dort Menschen unterschiedlicher kultureller, beruflicher und sozialer Hintergründe aufeinandertreffen.
Verzerrungseffekte wie der "Halo-Effekt" oder "illusorische Korrelationen" werden genutzt, um zu erklären, warum Menschen dazu neigen, erste Eindrücke zu pauschalisieren und diese durch selektive Wahrnehmung zu bestätigen, anstatt die Realität neutral abzubilden.
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