Bachelorarbeit, 2022
61 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Forschungsstand
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Jugendkriminalität
2.1 Definition und Abgrenzung
2.2 Rechtliche Lage
2.2.1 Formen der Kriminalität
2.2.2 Abgrenzung Wiederholungstäter und Intensivtäter
2.3 Zahlen, Daten und Fakten zur Jugendkriminalität
3 Soziale Arbeit
3.1 Definition und Abgrenzung
3.2 Ziele und Funktion
3.3 Einsatzbereiche der Sozialen Arbeit in Bezug auf Prävention
4 Prävention
4.1 Begriffsbestimmung
4.2 Arten der Prävention
4.3 Prävention in der Sozialen Arbeit
4.4 Präventionsmöglichkeiten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe
5 Initiative „Kurve kriegen“
5.1 Vorstellung der Initiative
5.2 Zahlen und Kosten
5.3 Ziele der Initiative
5.4 Bisherige Erfolge
5.5 Weitere Präventionsprojekte in Bezug auf Jugendkriminalität
6 Diskussion
6.1 Chancen und Potentiale der Prävention
6.2 Grenzen der Prävention
6.3 Handlungsempfehlungen und Verbesserungsvorschläge
7 Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Prävention innerhalb der Sozialen Arbeit, um der Jugendkriminalität entgegenzuwirken. Dabei wird insbesondere erforscht, wie durch ein frühzeitiges, vernetztes Handeln kriminelle Karrieren bei gefährdeten Kindern und Jugendlichen verhindert werden können.
2.2.2 Abgrenzung Wiederholungstäter und Intensivtäter
Neben den Formen der Kriminalität spielt ebenfalls die Intensität und die Häufigkeit der Begehung von Straftaten eine Rolle. Es wird deshalb zwischen Einmaltätern, Wiederholungs- und Intensivtätern unterschieden. Insbesondere die Abgrenzung von Wiederholungs- und Intensivtätern nimmt hierbei eine wichtige Position ein. Grund dafür ist zu verdeutlichen, mit welcher jugendlichen Zielgruppe sich die Initiative „Kurve kriegen“ beschäftigt. Wie bereits in Kapitel 2.1 erwähnt, handelt es sich bei Jugendkriminalität oftmals um eine ubiquitäre Verhaltensweise, die sich im Verlauf der Jugend von selbst aufhebt. Jedoch gibt es eine Vielzahl an Fällen, in denen sich Jugendkriminalität verfestigt und zum langwierigen Problem wird, das sich nicht von alleine löst und wieder verschwindet. Mehrere Instanzen, insbesondere die Polizei und die Jugendhilfe, haben es sich zur Aufgabe gemacht, junge Straftäter, die wiederholt auffällig geworden sind, durch bestimmte Maßnahmen dabei zu unterstützen, keine weiteren Straftaten zu begehen.
Grund dafür ist, dass sich diese genannten Mehrfach- und Intensivtäter deutlich von Einmaltätern abheben. „Man geht nunmehr davon aus, dass eine kleine Gruppe junger Rechtsbrecher (ca. 5%) keine jugendtypisch-ubiquitäre Kriminalität an den Tag legt, sondern sich durch ein in der Entwicklung konstantes und sehr früh einsetzendes delinquentes Verhalten auszeichnet.“ Schon hier wird der Unterschied zu Einmaltätern sehr deutlich. Begeht ein junger Mensch mehr als fünf Straftaten, die innerhalb eines Kalenderjahres registriert werden, spricht die Polizei von einem Intensivtäter. Jedoch ist hierbei zu erwähnen, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, ab wann ein jugendlicher Straftäter als Intensivtäter gilt. Dies ist davon abhängig, auf welcher Definitionsgrundlage die Personen betrachtet und beurteilt werden. Unterschiedliche Instanzen definieren den Begriff Intensivtäter demnach auch differenziert. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass ca. 10% junger Tatverdächtiger für ca. 50% der Straftaten in dieser Altersgruppe verantwortlich sind. Es stellt sich hierbei natürlich die Frage, welche Ursachen und Gründe dafür verantwortlich sind, dass sich ein kriminelles Verhalten verfestigt und der jugendliche Tatverdächtige immer wieder in Erscheinung tritt.
1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, definiert das Problem der Jugendkriminalität und stellt das methodische Vorgehen dar.
2 Jugendkriminalität: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Jugendkriminalität, beleuchtet die rechtlichen Grundlagen und geht auf die Unterscheidung von Tätern ein.
3 Soziale Arbeit: Hier werden Definition, Ziele, Funktionen und die spezifischen Einsatzbereiche der Sozialen Arbeit dargelegt.
4 Prävention: Dieses Kapitel definiert den Präventionsbegriff, beschreibt dessen verschiedene Arten und erörtert die Relevanz für die Kinder- und Jugendhilfe.
5 Initiative „Kurve kriegen“: Der Teil stellt die Initiative „Kurve kriegen“ vor, analysiert deren Ziele, Kosten, Struktur und reflektiert bisherige Erfolge sowie vergleichbare Programme.
6 Diskussion: Die Diskussion bewertet kritisch die Potenziale und Grenzen von Präventionsarbeit und leitet Handlungsempfehlungen ab.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Bachelor-Thesis zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich der Jugendkriminalität.
Jugendkriminalität, Soziale Arbeit, Prävention, Kurve kriegen, Intensivtäter, Kriminalstatistik, Kinder- und Jugendhilfe, Jugendgerichtsgesetz, Sozialer Wandel, Früherkennung, Netzwerk, Delinquenz, Intervention, Risikofaktoren, Opferschutz.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Kriminalprävention durch die Soziale Arbeit, unter besonderer Berücksichtigung der nordrhein-westfälischen Initiative „Kurve kriegen“.
Zentrale Themen sind die Definition von Jugendkriminalität, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Arten der Prävention und die praktische Umsetzung durch moderne Unterstützungsangebote.
Das Ziel ist es, den Nutzen präventiver Sozialarbeit bei der Verhinderung krimineller Karrieren bei Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen und Strategien für eine effektivere Praxis abzuleiten.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche, die Nutzung von Kriminalstatistiken (PKS) sowie die Analyse offizieller Handlungsleitfäden und Evaluationsberichte der Initiative „Kurve kriegen“.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Prävention und Soziale Arbeit sowie eine detaillierte Praxisdarstellung der Initiative „Kurve kriegen“ und weiterer Präventionsprojekte.
Die wichtigsten Begriffe sind Jugendkriminalität, Prävention, Soziale Arbeit, Intensivtäter, Intervention, Netzwerkarbeit und Früherkennung.
Die Initiative zeichnet sich durch einen sekundärpräventiven Ansatz aus, der frühzeitig bei polizeilich auffälligen Jugendlichen ansetzt und auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Polizei, Jugendhilfe und Familien basiert.
Diese Unterscheidung ist essenziell für die Auswahl passgenauer pädagogischer Maßnahmen und die Vermeidung von Intensivtäterkarrieren.
Kritisiert wird insbesondere die Diskurs-Problematik um „soziale Kontrolle“, die schwierige Messbarkeit des Erfolgs und die notwendige, aber herausfordernde Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen.
Empfohlen werden der Ausbau primärpräventiver Angebote, die Stärkung lokaler Netzwerke sowie eine kontinuierliche Evaluation bestehender Programme zur fortwährenden Verbesserung.
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