Bachelorarbeit, 2022
51 Seiten, Note: 2,3
1 Der Beruf des Trainers im Wandel
1.1 Zielsetzung dieser Arbeit
1.2 Profifußball in der Literatur
1.3 Definition „Kompetenzen“
2 Der Trainer als Fachmann
2.1 Die Trainerausbildung des Bayerischen Fußball-Verbandund Deutschen Fußball Bund – der Weg in den Profifußball
2.2 Fachliche Kompetenzen eines Trainers
2.2.1 Taktik
2.2.2 Taktische Periodisierung
2.2.3 Spielidee
3 Der Trainer als Führungspersönlichkeit
3.1 Definition „Leadership“
3.2 Führungsstile in der Literatur
3.3 Die Führung von Mannschaften im Profifußball als Hochleistungsteams
3.3.1 Definition „Hochleistungsteam“
3.3.2 Führung von Hochleistungsteams: Das Leadership-House nach Jenewein und Heidbrink
3.4 Der Umgang mit verschiedenen Spielertypen
3.5 Die fünf Bausteine der Mannschaftsführung
3.6 Delegieren
4 Der Trainer als Motivator
4.1 Definition „Motivation“
4.2 Motivation im Kontext des Sports
4.3 Emotionalisierung
5 Der Trainer als Kommunikator
5.1 Kommunikatives Aufgabenfeld des Trainers
5.2 Kommunikation zwischen Spieler und Trainer am Beispiel des Kommunikationsmodells nach Schulz von Thun
6 Der Trainer als Coach
6.1 Definition „Coaching“
6.2 Verwendung von Coachingwörtern
6.3 Das Sechs-Säulen-Modell für effektives Coaching nach Linz
7 Der Trainer als Teambuilder
7.1 Teambuilding im Profifußball
7.2 Erkennen von Störfaktoren im Kontext von Zusammenhalt und Leistung
7.3 Phasenmodell des Teambuildings im Profifußball
8 Der Trainer als Repräsentant eines Vereins und mediale Persönlichkeit
9 Resümee
10 Das neue Ausbildungskonzept für Trainer des DFB
Die Arbeit untersucht das Kompetenzprofil von Trainern im Profifußball auf Basis hermeneutischer Literaturrecherche. Ziel ist es, die notwendigen Fähigkeiten und Zuständigkeitsbereiche herauszuarbeiten, die für eine erfolgreiche Führung im professionellen Umfeld erforderlich sind.
2.2.3 Spielidee
Die Spielidee beschreibt laut Weber (2018) einen Plan, der alle Merkmale des Spiels beinhalten sollte und stellt eine Idee dar, die alle taktischen Gedanken der Spieler zusammenführt, sodass diese Spielsituationen gemeinschaftlich wahrnehmen und lösen können. Das Team soll demnach eine eigene Identität im Rahmen einer bestimmten Spielidee finden sollte, die mit dem Kontext um ihn im Einklang ist ohne das Werk anderer Trainer zu kopieren. Diese Spielidee muss den Spielern klar und verständlich vom Trainer vermittelt werden, damit sie exakt wissen, wie sie zu spielen haben. Der Trainer muss dabei seine Arbeit sorgfältig strukturieren und in Spielprinzipien, Sub-Prinzipien und Sub-Sub-Prinzipien unterteilen. Das folgende Beispiel soll diese Strukturierung verdeutlichen:
Wenn die Mannschaft das Spielprinzip hat, in der Defensive ein Angriffspressing zu spielen, müssen dazu bestimmte Sub-Prinzipien definiert werden. Diese könnten wie folgt lauten:
„Wir machen die Räume als Team eng.“
„Wir pressen den Spieler mit dem Ball an.“
Das übergeordnete Prinzip wurde somit unterteilt, damit die Spieler besser verstehen können was sie zu tun haben. Diese Verhaltensweisen können erneut unterteilt werden. Wenn das Team den gegnerischen Spieler mit dem Ball anpresst, könnten die Sub-Sub-Prinzipien wie folgt definiert werden:
„Wir lenken das Spiel in Räume, wo wir den Ball einfacher erobern können.“
„Wir wählen den richtigen Moment um den Gegner anzupressen.“
1 Der Beruf des Trainers im Wandel: Beleuchtet die zunehmende Komplexität und Professionalisierung des Fußballgeschäfts und die damit einhergehenden steigenden Anforderungen an das Trainerprofil.
2 Der Trainer als Fachmann: Analysiert den formellen Weg über das DFB-Lizenzsystem sowie die fachlichen Kernkompetenzen bezüglich Taktik und Periodisierung.
3 Der Trainer als Führungspersönlichkeit: Diskutiert Leadership-Modelle, Teamführung von Hochleistungsteams sowie delegierende Führungsstile im Profifußball.
4 Der Trainer als Motivator: Erläutert die Bedeutung von Motivation, Emotionalisierung und die psychologischen Aspekte bei der Arbeit mit Spielern.
5 Der Trainer als Kommunikator: Untersucht kommunikative Herausforderungen, etwa bei Besprechungen oder Nominerungssituationen, auf Basis des Modells von Schulz von Thun.
6 Der Trainer als Coach: Stellt das Sechs-Säulen-Modell für Coaching vor und erläutert die praktische Verwendung prägnanter Coachingwörter.
7 Der Trainer als Teambuilder: Analysiert Störfaktoren für den Mannschaftszusammenhalt und beschreibt das Phasenmodell zur Entwicklung einer stabilen Teamstruktur.
8 Der Trainer als Repräsentant eines Vereins und mediale Persönlichkeit: Ordnet die Rolle des Trainers als öffentliche Identifikationsfigur und im medialen Spannungsfeld ein.
9 Resümee: Fasst die Ergebnisse der Literaturrecherche zusammen und betont die Notwendigkeit der Bündelung aller betrachteten Kompetenzen.
10 Das neue Ausbildungskonzept für Trainer des DFB: Kritische Betrachtung aktueller Reformen in der Trainerausbildung hinsichtlich Kosten, zeitlichem Aufwand und Qualität.
Fußballtrainer, Profifußball, Leadership, Coaching, Teambuilding, Kompetenzprofil, Mannschaftsführung, Kommunikation, Motivation, Taktische Periodisierung, Spielphilosophie, Transformationale Führung, DFB-Ausbildung, Hermeneutik, Leistungspsychologie.
Die Arbeit untersucht das Anforderungsprofil eines Trainers im Profifußball. Dabei wird analysiert, welche fachlichen, sozialen und psychologischen Kompetenzen in der wissenschaftlichen Literatur als erfolgsentscheidend identifiziert werden.
Die Arbeit gliedert sich in die Hauptthemenfelder Fachkompetenz (Taktik), Führungspersönlichkeit, Motivation, Kommunikation, Coaching und modernes Teambuilding.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer hermeneutischen Literaturrecherche ein fundiertes Kompetenzprofil zu erstellen, das dem Trainer hilft, sich in den vielfältigen Aufgabenbereichen des Profifußballs erfolgreich zu behaupten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten hermeneutischen Literaturrecherche, bei der Fachliteratur und Autorenmeinungen ausgewertet und auf den Kontext des Profifußballs übertragen werden.
Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Rollenbilder des Trainers – vom Fachmann über den Motivator bis hin zur medialen Persönlichkeit – und verknüpft diese mit theoretischen Modellen wie dem Leadership-House oder dem Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Profifußball, Leadership, Coaching-Kompetenz und Teamführung charakterisiert.
Der Autor übt in Kapitel 10 Kritik an den jüngsten Reformen des DFB, insbesondere an der Verteuerung und dem hohen zeitlichen Aufwand der Lizenzerwerb-Prozesse, und bezweifelt, ob diese Änderungen kurzfristig die Trainerqualität verbessern.
Das Leadership-House dient als zentrales Modell, um Führung als ein stabiles Gebäude darzustellen, das auf einer kompromisslosen Personalwahl fußt und durch fünf tragende Säulen wie Selbstverantwortung und Kommunikationsförderung effektiv gestaltet wird.
Laut dem Autor besitzt der zielbewusste Spieler die Fähigkeit, seine Emotionen produktiv in zielgerichtete Handlungen umzusetzen, während der rein emotionale Typ Gefahr läuft, seine Energie nicht in den Dienst der taktischen Vorgaben zu stellen.
Kommunikation wird als absolute Schlüsselkompetenz verstanden; sie ist das Bindeglied zwischen Taktikvermittlung, Motivation und dem Aufbau einer stabilen Trainer-Spieler-Beziehung.
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