Bachelorarbeit, 2022
57 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Der Bildungsauftrag der beruflichen Schulen
2.1 Handlungsorientierter Unterricht
2.2 Kompetenzorientierter Unterricht
2.3 Lernfeldkonzept
3 Rahmenbedingungen und pädagogischer Sinn der Methode Schülerfirma
4 Ziele einer Schülerfirma in den Gastronomieberufen
4.1 Berufsorientierung
4.2 Inklusion
4.2.1 Inklusion Jugendlicher mit Behinderung
4.2.2 Inklusion Jugendlicher mit Migrationshintergrund
5 Schülerfirmen zum Erlangen beruflicher Handlungskompetenz
5.1 Sozialkompetenzen
5.2 Selbstkompetenz
5.3 Methodenkompetenz
5.4 Fachkompetenz
5.5 Zukunftskompetenzen
5.5.1 Medienkompetenz
5.5.2 Kompetenzen für nachhaltige Entwicklung
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Nutzen und Mehrwert der Unterrichtsmethode „Schülerfirma“ im Kontext von Gastronomieberufen an beruflichen Schulen. Dabei wird analysiert, wie diese komplexe Methode zur Berufsorientierung, Inklusion sowie zur Förderung beruflicher Handlungskompetenzen beitragen kann.
2.1 Handlungsorientierter Unterricht
Aufgrund des technischen und sozioökonomischen Wandels der Arbeitswelt (vgl. Riedl 2011, S. 185), hat in der beruflichen Bildung das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts etabliert (vgl. Jank und Meyer 2009, S. 314; Riedl 2015). Darunter ist ein ganzheitlicher Unterricht zu verstehen, der die Schülerinnen und Schüler aktiviert, mit allen Sinnen zu lernen. Als Ziel des Unterrichtsverlaufs ist ein zwischen Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkraft vereinbartes Handlungsergebnis gesetzt, das sowohl durch geistige als auch praktische Arbeit erreicht werden soll (vgl. Jank und Meyer 2009, S. 315). Dieses kann sowohl ein materielles Produkt als auch ein szenisches oder sprachliches Ergebnis sein (vgl. ebd., S. 319). Ausgangspunkt für den Unterricht ist eine berufsrelevante Handlungssituation, die eine berufliche, fachliche, gesellschaftliche oder private Situation aufgreift (vgl. SchuCu-BBS, elektron. Pub.). Für die vorgegebene Aufgaben-, Frage- oder Problemstellung suchen sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig Informationen und erschließen das Sachgebiet selbstständig (vgl. Riedl 2011, S. 194 f.).
Aus dieser komplexen Ausgangssituation leiten sich die Lernziele ab, setzen Anforderungen und Rahmenbedingungen, planen ihre Arbeitsschritte, präsentieren Ergebnisse und kontrollieren diese eigenverantwortlich (vgl. Abbildung 2).
In der Informationsphase analysieren die Lernenden die Handlungssituation und es wir ein Handlungsergebnis gesetzt (vgl. SchuCu-BBS, elektron. Pub.). Daran anschließend planen die Schülerinnen und Schüler ihr Vorgehen bei der Bearbeitung und Dokumentation. Sie erstellen einen vorläufigen Ablaufplan und suchen sich die benötigten Informationen zur Bearbeitung der Aufgabenstellung (vgl. ebd.). Im Anschluss ist ein Lösungsweg, die Vorgehensweise, der Zeitrahmen, die Verantwortlichkeiten und die Beurteilungskriterien festzulegen (vgl. ebd.). In der Phase der Ausführung wird die Aufgaben-, Frage- bzw. Problemstellung entsprechend der vorherigen Planung bearbeitet (vgl. ebd.). Die Schaffung weiterer Informationen und deren Verarbeitung führt schließlich zum Handlungsergebnis und dessen Präsentation (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der handlungsorientierten Lehrmethoden in der beruflichen Bildung ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Schülerfirmenarbeit.
2 Der Bildungsauftrag der beruflichen Schulen: Dieses Kapitel skizziert die Gliederung der Bildungsgänge sowie die theoretischen didaktischen Konzepte, die dem Unterricht an beruflichen Schulen zugrunde liegen.
3 Rahmenbedingungen und pädagogischer Sinn der Methode Schülerfirma: Hier werden die organisatorischen Aspekte einer Schülerfirma sowie deren grundsätzlicher pädagogischer Wert innerhalb einer Lernsimulation beleuchtet.
4 Ziele einer Schülerfirma in den Gastronomieberufen: Dieses Kapitel fokussiert auf die spezifische Eignung der Methode zur Berufsorientierung und zur Umsetzung inklusiver Bildungsansätze im Gastronomiesektor.
5 Schülerfirmen zum Erlangen beruflicher Handlungskompetenz: Hier wird detailliert dargestellt, wie durch die praktische Arbeit in Schülerfirmen Sozial-, Selbst-, Methoden-, Fach- und Zukunftskompetenzen entwickelt werden.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt den Mehrwert der Schülerfirma für das Erlangen beruflicher Handlungskompetenzen und die berufliche Orientierung der Jugendlichen.
Schülerfirma, berufliche Bildung, Handlungskompetenz, Gastronomieberufe, Berufsorientierung, Inklusion, handlungsorientierter Unterricht, kompetenzorientierter Unterricht, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz, Methodenkompetenz, Fachkompetenz, Medienkompetenz, Nachhaltigkeit, Lernfeldkonzept.
Die Arbeit untersucht die Unterrichtsmethode „Schülerfirma“ an beruflichen Schulen, insbesondere mit Fokus auf die Fachrichtung Gastronomie.
Zentrale Themen sind der didaktische Rahmen der beruflichen Bildung, die praktische Umsetzung der Methode Schülerfirma, die Inklusion von Jugendlichen mit unterschiedlichen Voraussetzungen sowie der Erwerb verschiedener beruflicher Kompetenzen.
Ziel ist es, den Nutzen und den spezifischen Mehrwert der Arbeit in einer gastrobasierten Schülerfirma hinsichtlich der beruflichen Qualifizierung und Persönlichkeitsentwicklung darzustellen.
Die Arbeit basiert primär auf den Konzepten des handlungs- und kompetenzorientierten Unterrichts, wie er in den Rahmenlehrplänen der berufsbildenden Schulen gefordert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Bildungsauftrags, eine Einordnung der Methode Schülerfirma, die Potentiale in Bezug auf Berufsorientierung und Inklusion sowie eine detaillierte Erläuterung der zu entwickelnden Handlungskompetenzen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie berufliche Handlungskompetenz, Praxisnähe, Inklusion, berufliche Bildung und gastgeberorientiertes Lernen beschreiben.
Schülerfirmen bieten durch ihre komplexe Struktur vielfältige Aufgabenbereiche, die eine differenzierte Teilhabe von Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf ermöglichen, da der Fokus auf dem gemeinschaftlichen Handlungsergebnis und weniger auf rein akademischer Leistung liegt.
Das Modell der vollständigen Handlung (Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren, Bewerten) bildet die methodische Basis, die es den Lernenden ermöglicht, ihren Arbeitsprozess weitgehend eigenverantwortlich und realitätsnah zu gestalten.
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