Masterarbeit, 2021
102 Seiten, Note: 2,3
Vorwort
1 Einleitung
1.1 Forschungsrelevanz und Forschungsfrage
1.2 Forschungsstand und Methodik
2 Wasser als Grundlage des Lebens
2.1 Süßwasservorkommen auf der Erde
2.2 Der Wasserzyklus
2.3 Das Menschenrecht auf Trinkwasser- und Sanitärversorgung
2.4 Die globale Verteilung von Trinkwasser
2.5 Der Einfluss des Klimawandels auf die globale Trinkwasserversorgung
2.6 Geografische Risikoanalyse der Wasserbestände
2.7 Wasser als Sustainable Development Goal
2.8 Die Liberalisierung des Wassermarktes
2.9 Zwischenfazit: Globale Wasserkrise
3 John Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit
3.1 Der Urzustand im Kontext der globalen Wasserkrise
3.2 Kritik an Rawls’ Gerechtigkeitskonzeption
3.2.1 Habermas’ Kritik an Rawls
3.2.2 Hayeks Kritik an Rawls
4 Fallbeispiele im Kontext der globalen Wasserkrise
4.1 Fallbeispiel 1: Der Bürgerkrieg in Syrien und seine Folgen
4.2 Fallbeispiel 2: The Grand-Ethiopian-Renaissance-Dam
4.3 Fallbeispiel 3: Day Zero in Kapstadt
4.4 Fallbeispiel 4: Der Aralsee und das virtuelle Wasser
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die globale Wasserkrise als komplexes ökologisches, ökonomisches und soziales Problem. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob die rawlsianische Gerechtigkeitstheorie Ansätze für eine gerechtere Verteilung der Ressource Wasser bieten kann und wie politische Strategien für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser richtungsweisend gestaltet sein müssen.
3.1 Der Urzustand im Kontext der globalen Wasserkrise
In diesem Kapitel sollen die folgenden Fragen anhand des rawlsschen Gedankenexperiments geklärt werden: Wie könnte der Urzustand in Bezug auf die globale Wasserkrise aussehen und welche Akteure spielen dabei eine zentrale Rolle? Können die Vereinten Nationen als Stellvertreter für die globale Gesellschaft die Rolle des Entscheidungsträgers übernehmen? Was könnten die möglichen Ergebnisse eines solchen Vertrages sein und sind die aktuellen Verhältnisse nach Rawls’ Gerechtigkeitstheorie vielleicht ungerecht?
Zur Beantwortung dieser Fragen, soll zunächst die Metaebene der globalen Wasserkrise in den Vordergrund gerückt werden, nämlich die reine Verteilung des Wassers als Gut aller Menschen. Als Gesellschaft ist für dieses Gedankenexperiment die Gesamtheit aller Menschen auf der Erde zu verstehen. Ob diese durch die Vereinten Nationen vertreten werden könnte, wird darüber hinaus ebenfalls eingeordnet. Dabei sollen bestehende Staatsstrukturen und Ländergrenzen in das Gedankenexperiment mit einfließen.
Zunächst müssen die von Rawls erarbeiteten Parameter festgelegt werden, um ein gerechtes Ergebnis in der Verteilung des Wassers unter den Menschen zu gewährleisten. Rawls nennt in seiner Beschreibung des Urzustandes dafür sechs zentrale Bedingungen: Gleichheit, Gerechtigkeitssinn, Vernunft, gegenseitiges Desinteresse, Bedürfnis nach Grundgütern und den Schleier des Nichtwissens.
1 Einleitung: Definiert die Forschungsrelevanz der globalen Wasserkrise und stellt die Forschungsfrage nach der Anwendbarkeit rawlsianischer Gerechtigkeitsprinzipien.
2 Wasser als Grundlage des Lebens: Bietet einen Überblick über die physische Verfügbarkeit von Süßwasser, den Wasserzyklus sowie die globale Wasserpolitik und Privatisierungstendenzen.
3 John Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit: Analysiert das Gedankenexperiment des Urzustands und diskutiert die Kritikpunkte von Habermas und Hayek im Kontext knapper Ressourcen.
4 Fallbeispiele im Kontext der globalen Wasserkrise: Illustriert anhand konkreter Krisen wie Syrien, dem GERD-Projekt, Kapstadt und dem Aralsee die Folgen unzureichenden Wassermanagements.
5 Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer politisch gerechteren Wasserverteilung unter Einbeziehung ethischer und technologischer Faktoren.
Globale Wasserkrise, John Rawls, Gerechtigkeitstheorie, Urzustand, Wasserprivatisierung, Nachhaltiges Wassermanagement, Menschenrecht auf Trinkwasser, Klimawandel, Virtuelles Wasser, Politische Theorie, Ressourcenverteilung, SDGs, Schleier des Nichtwissens, Wasserstress, Daseinsvorsorge.
Die Arbeit analysiert die globale Wasserkrise als eine existenzielle Bedrohung, die neben ökologischen Faktoren insbesondere soziale und politische Herausforderungen für die Weltbevölkerung mit sich bringt.
Neben der physischen Verfügbarkeit von Wasser und dem Einfluss des Klimawandels behandelt die Arbeit intensiv die ökonomische Liberalisierung des Wassermarktes sowie ethische Fragen der Verteilungsgerechtigkeit.
Die Arbeit fragt, inwiefern die Gerechtigkeitstheorie von John Rawls dazu beitragen kann, eine gerechte Verteilung der Ressource Wasser zu begründen und politische Weichenstellungen zu legitimieren.
Es wird ein politikwissenschaftlicher Ansatz gewählt, der theoretische Gerechtigkeitskonzepte (Rawls, Habermas, Hayek) auf empirische Daten und konkrete Krisenbeispiele anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Gerechtigkeitskonzepte und eine praktische Analyse anhand der Fallbeispiele Syrien, GERD, Kapstadt und Aralsee.
Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Ressourcenknappheit, globale Gerechtigkeit, Daseinsvorsorge, Wasserprivatisierung und nachhaltige Entwicklung.
Der Autor zeigt eine gespaltene wissenschaftliche Sicht auf: Während private Akteure Kapital und Technologien für Infrastruktur liefern können, drohen bei rein profitorientiertem Handeln soziale Exklusion und eine Gefährdung der Ressourcennachhaltigkeit.
Das Beispiel zeigt, dass durch gezielte Aufklärungskampagnen und ein bewusstes Wassermanagement der Verbrauch drastisch gesenkt und eine drohende Katastrophe abgewendet werden kann, was Sparpotenziale verdeutlicht.
Der Aralsee dient als mahnendes Beispiel für die verheerenden Folgen einer rücksichtslosen, nicht nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser für agrarwirtschaftliche Zwecke, die ganze Lebensgrundlagen zerstörte.
Der Klimawandel agiert als massiver Krisenverstärker, der die geografische und zeitliche Verteilung von Niederschlägen negativ beeinflusst und somit Verteilungskonflikte in ohnehin gefährdeten Regionen verschärft.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

