Masterarbeit, 2019
136 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretisches Konzept der Selbstorganisation
2.1 Recall: Traditionelle Organisationslehre und die Bedürfnisse von Heute
2.2 Selbstorganisation: Begriff und Ursprung
2.3 Selbstorganisation: Voraussetzung, Charakteristika und Umsetzung
3. Rolle der Führung
3.1 Führung im „klassischen Sinne“ – ein Rückblick
3.2 Führung 2.0 – Neue Blickwinkel
3.3 Führung in selbstorganisierten Unternehmensstrukturen
4. CEO-Kommunikation
4.1 Grundlagen der CEO-Kommunikation
4.2 CEO-Kommunikation in selbstorganisierten Unternehmensstrukturen
5. Zäsur. Was bisher geschah
6. CEO-Kommunikation und Rollenverständnis in der selbstorganisierten Praxis – Die Untersuchung
6.1 Forschungsdesign
6.2 Datenüberblick und -analyse
6.3 Output: Forschungsergebnisse
6.3.1 Struktur der Selbstorganisation
6.3.2 Rollenverständnis des CEO in selbstorganisierten Strukturen
6.3.3 CEO-Kommunikation in selbstorganisierten Strukturen
6.3.4 Gemeinsame Betrachtung der Dimensionen
6.4 Reflexion der Forschungsarbeit
7. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des CEO und die Ausgestaltung der CEO-Kommunikation in selbstorganisierten Unternehmensstrukturen. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie sich Führungsrollen und Kommunikationsmuster in Strukturen wandeln, die von klassischen Hierarchien abweichen, und wie CEOs den Spagat zwischen notwendiger Gestaltung und notwendiger Zurücknahme bewältigen.
3.3 Führung in selbstorganisierten Unternehmensstrukturen
Die bisherige klassische, aber auch neuere Führungstheorie hat zu wertvollen Erkenntnissen geführt, was Eigenschaften und Verhalten von guter Führung angehen. Diese individualorientierten Ansätze können jedoch der Meinung von Wellmann nach nicht die breite Realität abbilden. Das Feld der Führung befindet sich inmitten einer Revolution. Die vielen Führungskonzepte mögen verschiedene Namen haben, jedoch geht es bei Strukturen, wie es bei Selbstorganisation der Fall ist darum, als Leiter vor allem als Facilitator of good Judgement zu fungieren. Gutes Urteilsvermögen wird durch Dialog, repräsentatives Denken und beispielhaftes Verhalten der Führung gefördert. Anstatt die Mitarbeiter auf ihre Eigenschaft als Folgende zu reduzieren, sollen sie als Co-Kreierende und Co-Führende wahrgenommen werden. Es besteht die Annahme, dass jede verantwortungsbewusste Person in der Lage ist, eine eigene Meinung zu bilden, richtig zu urteilen und zweckmäßig zu handeln – also durchaus eigenständig und mündig ist. Weitere Adjektive in diesem Zusammenhang sind authentisch, bescheiden, aufmerksam (= mindful). Diese Suggestionen kommen jedoch auch oft aus traditioneller Literatur. Interessanter als die bloße Frage nach Eigenschaften, ist hier die Frage nach der neuen Rolle des CEO.
Absehbare Tendenzen sind die zunehmende Abflachung bis hin zur Befreiung von Hierarchie, die Demokratisierung und zunehmende Einbindung der Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse sowie die Dezentralisierung von Entscheidungsmacht an den Entstehungsort. Letztlich bleibt die wirtschaftliche Verantwortung jedoch beim CEO. Dadurch wird die Rolle des CEO jedoch nicht geschwächt, sondern tritt im Gegenteil klarer hervor. Er wird zum Gestalter des organisationalen Rahmens.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt und die wachsende Bedeutung von Selbstorganisation und flacheren Hierarchien.
2. Theoretisches Konzept der Selbstorganisation: Dieses Kapitel definiert Selbstorganisation, klassifiziert verschiedene Organisationsparadigmen und diskutiert deren theoretische Fundamente.
3. Rolle der Führung: Es findet eine Auseinandersetzung mit klassischen Führungsstilen statt und es wird die Frage nach der notwendigen Veränderung von Führung in selbstorganisierten Umgebungen gestellt.
4. CEO-Kommunikation: Das Kapitel erörtert die Definition, die Wirkungsweise und die neuen Anforderungen an die CEO-Kommunikation in einem sich wandelnden Umfeld.
5. Zäsur. Was bisher geschah: Eine Zwischenbilanz wird gezogen, um die theoretischen Erkenntnisse zu bündeln, bevor die praktische Untersuchung einsetzt.
6. CEO-Kommunikation und Rollenverständnis in der selbstorganisierten Praxis – Die Untersuchung: Der empirische Teil präsentiert das qualitative Forschungsdesign, die Resultate der Experteninterviews sowie die daraus abgeleiteten Thesen.
7. Schlussbetrachtung: Die Erkenntnisse werden zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der CEO-Rolle in selbstorganisierten Systemen gegeben.
Selbstorganisation, CEO-Kommunikation, Führung, Führungstheorie, Organisationsstrukturen, Transformation, Partizipation, Transparenz, Psychological Ownership, Führungsrolle, Personalmanagement, Unternehmensführung, Agilität, Authentizität, Kommunikation
Die Master-Thesis untersucht, wie sich die Rolle und das Kommunikationsverhalten von CEOs in Unternehmen verändern, die auf selbstorganisierten Strukturen basieren.
Die zentralen Themen sind der Übergang von hierarchischen Führungskonzepten zu agilen Organisationsmodellen, die Bedeutung von Transparenz und Partizipation sowie der Wandel der CEO-Kommunikation.
Das Ziel ist es, zu ergründen, wie Führungskräfte in einem selbstorganisierten Setting erfolgreich als "Gestalter des Rahmens" agieren können, ohne die Kontrolle durch klassische Top-Down-Anweisungen auszuüben.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Geschäftsführern verschiedener Organisationen basiert.
Der Hauptteil deckt sowohl die theoretische Fundierung über Organisationsparadigmen und Führungstheorien als auch die empirische Analyse der Untersuchungsergebnisse ab.
Die wichtigsten Schlagworte sind Selbstorganisation, CEO-Kommunikation, Führung, Partizipation und Psychological Ownership.
Der CEO agiert weniger als klassische "Kommandostelle", sondern verstärkt als Vorbild, Gestalter der Rahmenbedingungen und Coach, der seine Mitarbeiter zu eigenverantwortlichem Handeln befähigt.
Kommunikation rückt in den Mittelpunkt, um Orientierung zu geben, Beziehungen aufzubauen und ein gemeinsames Verständnis für den Unternehmenszweck zu schaffen, da formale Anweisungen an Bedeutung verlieren.
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