Diplomarbeit, 2009
57 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Geschichte
2. Das Neuseeland - Experiment
2.1 Auslöser des Experiments und Ursachen der Krise
2.2 Bedeutende Reformen und ihre Auswirkungen
3. Die Lage nach dem Experiment
3.1 Fallbeispiel: Stromausfall in Auckland 1998
3.2 Folgen des Strukturwandels
3.3 Ursachen und Gründe für das Scheitern des Experiments
3.4 Akzeptanz in der Bevölkerung
4. Der Ausweg aus der Krise
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den radikalen wirtschaftspolitischen Wandel Neuseelands von einem regulierten Wohlfahrtsstaat hin zu einer liberalisierten, marktorientierten Wirtschaft im Zeitraum von 1984 bis 1994, analysiert die Auswirkungen dieser Reformen und bewertet, ob das "Neuseeland-Experiment" als erfolgreich einzustufen ist und als Modell für andere Volkswirtschaften dienen kann.
Die Lage nach dem Experiment
Als Beispiel und Mahnung für Privatisierungsreformen und deren Folgen zeigte die Stadt Auckland im Jahr 1998. Durch den „Electricity Reform Act 1998“ wollte die Regierung Neuseelands mehr Wettbewerb, besseren Service und geringere Strompreise schaffen. Durch die Trennung von Netzanbieter und Stromanbieter sollten die Bürger selbst entscheiden können zu welchem Stromanbieter sie gehen. Auch die Verkäufe der Stromnetze und Firmen brachten dem Staat zusätzliche Einnahmen ein. Doch während sich bei einem von öffentlicher Hand gesteuerten Unternehmen der Marktpreis durch die Produktionskosten bildet, ist dies bei einem privaten Unternehmen anders. Hier werden erst Überkapazitäten an produzierten Strom und Überkapazitäten an Mitarbeitern abgebaut, um die Produktionskosten zu senken und so das Ziel der Gewinnmaximierung im Auge zu behalten. Aber niedrigere Kosten bei der Erstellung sind nicht gleich niedrige Strompreise für den Endverbraucher. Hinzu kommen bei einem Privatunternehmen Kosten für höhere Zinssätze, Werbekosten und Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit um viele neue Kunden zu gewinnen. Dieses führte in Neuseeland dazu, dass die Strompreise seit Mitte der 1980er Jahre stetig nach oben gingen.
Doch überlebte Neuseelands Stromversorgung das radikale Experiment von 1984 – 1990 der Labour Regierung, sowie den darauf folgenden Reformen der National Partei. Der größte Hersteller und Anbieter von Elektrizität war die staatliche Energieversorgung, Electricity Division of the Ministry of Energy.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das "Neuseeland-Experiment" ein, definiert die Globalisierung im Kontext der neuseeländischen Geschichte und erläutert die Zielsetzung sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2. Das Neuseeland - Experiment: Hier werden die Ursachen der wirtschaftlichen Krise vor 1984 dargelegt und die ab 1984 durchgeführten radikalen Reformen, wie Fiskal- und Sektorreformen, detailliert beschrieben.
3. Die Lage nach dem Experiment: Dieses Kapitel analysiert die Folgen der Reformen anhand des Beispiels Auckland, beleuchtet die wirtschaftliche Strukturveränderung, Ursachen des vermeintlichen Scheiterns sowie die Akzeptanz in der Bevölkerung.
4. Der Ausweg aus der Krise: Dieses Kapitel beschreibt die politische Rückkehr zu staatlichen Eingriffen und die Korrektur fehlgeschlagener Privatisierungen nach der Jahrtausendwende.
5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet das Reformprojekt und diskutiert die schwierige Übertragbarkeit der Erfahrungen auf andere Volkswirtschaften wie Deutschland.
Neuseeland, Neuseeland-Experiment, Rogernomics, Globalisierung, Liberalisierung, Privatisierung, Wohlfahrtsstaat, Arbeitsmarktreformen, Reformpolitik, Strukturwandel, Staatsverschuldung, Fiskalpolitik, Deregulierung, Wirtschaftsreform, Marktwirtschaft.
Die Arbeit analysiert den massiven wirtschaftspolitischen Wandel Neuseelands, der ab 1984 durch die sogenannte "Rogernomics" eingeleitet wurde und das Land von einem hochgradig regulierten Wohlfahrtsstaat in eine liberale Marktwirtschaft transformierte.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Liberalisierung der Märkte, Privatisierung staatlicher Unternehmen, Reformen des öffentlichen Sektors sowie die einschneidenden Änderungen des Arbeits- und Tarifrechts.
Das Ziel der Arbeit ist es zu bewerten, ob der radikale Wandel ein Erfolg für das Land war und inwieweit dieses Reformprojekt auf andere Volkswirtschaften übertragbar ist.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Aufarbeitung historischer Daten, politischer Reformschritte und der Auswertung ökonomischer Kennzahlen sowie ergänzender Fallbeispiele.
Der Hauptteil behandelt detailliert die Ursachen der Krise vor 1984, die Durchführung der Reformpakete durch die Regierungen unter Labour und National Partei sowie deren unmittelbare und mittelbare Folgen für die Wirtschaft und die Bevölkerung.
Die zentralen Schlagworte sind Neuseeland-Experiment, Rogernomics, Liberalisierung, Privatisierung und Wirtschaftsreform.
Das Beispiel verdeutlicht, dass eine unkontrollierte oder schlecht geplante Privatisierung kritischer Infrastruktur – wie im Fall der Stromversorgung – zu massiven Versorgungsengpässen und sozialen Belastungen führen kann.
Der Autor steht einer direkten Übertragbarkeit auf andere Staaten, wie beispielsweise Deutschland, aufgrund dort vorherrschender unterschiedlicher politischer Machtverhältnisse und Konsensstrukturen skeptisch gegenüber.
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