Diplomarbeit, 2007
152 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Finanz- und Währungskrisen im ostasiatischen Raum
2.1 Ursachen der Asienkrise
2.1.1 Kapitalverkehrs- und Finanzmarktliberalisierung
2.1.2 Wechselkurssysteme
2.1.3 Fundamentale Schwächen
2.1.3.1 Leistungsbilanzsaldo
2.1.3.2 Auslandsverschuldung
2.1.3.3 Inflation
2.1.4 Schwächen der Finanzsysteme
2.1.4.1 Bankensektor und rechtlicher Rahmen
2.1.4.2 Kreditvergabepolitik der Banken
2.2 Erklärungsansätze zum Krisenausbruch
2.2.1 Moral Hazard Ansatz
2.2.2 Überinvestitionstheorie
2.2.3 Finanzmarktpanik
2.2.4 Gegenüberstellung der Erklärungsansätze
2.3 Wirtschaftspolitische Konsequenzen
3 Krisenpotenzial in Osteuropa
3.1 Kapitalverkehrs- und Finanzmarktliberalisierung in Osteuropa
3.2 Wechselkurssysteme
3.3 Fundamentaldaten
3.3.1 Leistungsbilanzdefizite
3.3.2 Auslandsverschuldung
3.3.3 Inflation
3.3.4 Staatsbudget
3.4 Analyse der mittel- und osteuropäischen Finanzsysteme
3.4.1 Bankensektor und rechtlicher Rahmen
3.4.2 Kreditvergabeverhalten der Banken
3.5 Assetmärkte
4 Vergleich der Situation Osteuropas mit der Ostasiens
4.1 Wechselkurssysteme
4.2 Fundamentaldaten
4.2.1 Leistungsbilanzsaldo
4.2.2 Auslandsverschuldung
4.2.3 Inflation
4.2.4 Staatsbudget
4.3 Finanzsysteme
4.4 Assetmärkte
5 Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht das Risiko einer Finanz- und Währungskrise in den osteuropäischen Transformationsländern (MOEL), indem sie diese mit den ostasiatischen Schwellenländern vergleicht, die 1997 von einer schweren Krise betroffen waren. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit die osteuropäischen Volkswirtschaften im Rahmen ihrer Kapitalmarktliberalisierung einer ähnlichen krisenhaften Zuspitzung nach asiatischem Vorbild ausgesetzt sind.
2.1.4.1 Bankensektor und rechtlicher Rahmen
Zum Zeitpunkt der Kapitalverkehr- und Finanzmarktöffnung war der Banken- und Finanzsektor von den staatlichen Eingriffen der letzen Jahre geprägt. In allen ostasiatischen Ländern stand der Banken- und Finanzsektor noch unter erheblichen direkt oder indirekt staatlichen Einfluss. In Indonesien und Malaysia war mit ca. 40 % der Anteil der staatlichen Geschäftsbanken an der Gesamtaktivität des Bankensystems besonders hoch. In Thailand und Südkorea, wo der Anteil der staatlichen Geschäftsbanken mit 20 % bzw. 10 % wesentlich geringer war, war hingegen die indirekte staatliche Einflussnahme besonders stark ausgeprägt, so dass die Banksektoren aller Länder unter einem ähnlich hohen staatlichen Einfluss standen.
Weiterhin existierten in den einzelnen Ländern Vorschriften, welche eine optimale Anpassung an die Bedingungen des freien Kapitalverkehrs verhinderten. Die verschiedenen Vorschriften schränkten den Handelspielraum der Banken stark ein. U.a. bestanden Vorschriften bezüglich der Höhe der Einlagezinsen, der Höhe der Ausleihungszinsen, des Volumens des zu verleihenden Kredits und der Auswahl der Kreditnehmer.
Darüber hinaus waren die Zulassung neuer in- und ausländische Banken reguliert. Insbesondere ausländischen Banken war es kaum möglich, eine Lizenz zu erhalten. Zusätzlich wurde der ausländische Besitz an inländischen Finanzinstituten eingeschränkt. Entsprechend hoch war die Bankenkonzentration und entsprechend gering war der Anteil ausländischer Banken in den ostasiatischen Banksystemen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Finanz- und Währungskrisen ein, mit besonderem Fokus auf die Asienkrise von 1997 und deren Auswirkungen auf Schwellenländer.
2 Finanz- und Währungskrisen im ostasiatischen Raum: In diesem Kapitel werden die Ursachen der Asienkrise sowie verschiedene Erklärungsansätze, wie Moral Hazard und Finanzmarktpanik, analysiert.
3 Krisenpotenzial in Osteuropa: Hier wird die Situation in den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) untersucht, wobei der Fokus auf Fundamentaldaten, Finanzsystemen und Assetmärkten liegt.
4 Vergleich der Situation Osteuropas mit der Ostasiens: Dieses Kapitel stellt die mikro- und makroökonomische Situation Osteuropas der Ostasiens gegenüber, um das Krisenpotenzial besser einschätzen zu können.
5 Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet, inwieweit osteuropäische Länder durch eine ähnliche Entwicklung wie die asiatischen Krisenländer gefährdet sind.
Asienkrise, Kapitalmarktliberalisierung, Finanzsystem, Währungskrise, Osteuropa, MOEL, Fundamentaldaten, Moral Hazard, Überinvestitionstheorie, Finanzmarktpanik, Leistungsbilanzdefizite, Auslandsverschuldung, Bankensektor, Assetmärkte, Konvergenz.
Die Arbeit analysiert das Risiko einer Finanz- und Währungskrise in osteuropäischen Transformationsländern, indem sie deren wirtschaftliche Entwicklung mit der asiatischen Finanzkrise von 1997 vergleicht.
Die Arbeit behandelt Themen wie Kapitalmarktliberalisierung, Wechselkurssysteme, die Rolle von Fundamentaldaten, die Stabilität von Bankensektoren und das Auftreten spekulativer Blasen auf Assetmärkten.
Das Ziel ist herauszufinden, ob osteuropäische Länder im Zuge ihrer EU-Integration und Kapitalmarktöffnung ähnlich krisenanfällig sind wie die ostasiatischen Schwellenländer vor 1997.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf einer fundierten Auswertung ökonomischer Indikatoren, Tabellen und bestehender Krisentheorien basiert.
Im Hauptteil werden zunächst die Ursachen der Asienkrise aufgearbeitet, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung des Krisenpotenzials in Osteuropa und einem direkten Vergleich beider Regionen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Asienkrise, Kapitalmarktliberalisierung, Finanzsystem, Währungskrise, Transformation sowie makroökonomische Fundamentaldaten.
Diese Länder weisen durch ihre festen Wechselkurssysteme und hohe kurzfristige Auslandsverschuldung Ähnlichkeiten zur asiatischen Situation vor der Krise auf, was die Anfälligkeit für externe Schocks erhöht.
Ausländische Banken tragen zur Modernisierung des Finanzsektors bei, können jedoch auch das Kreditrisiko durch Fremdwährungskredite und die Anfälligkeit gegenüber globalen Finanzmarktentwicklungen beeinflussen.
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