Bachelorarbeit, 2009
119 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Definition der wichtigsten Begriffe
3. Disziplinen des Neuromarketings
3.1 Anatomische Grundlagen
3.2 Grundlagen der Evolutionsbiologie
3.3 Marktforschung und Marketing
4. Messmethoden
4.1 Ältere Messmethoden
4.2 Moderne Messmethoden
4.2.1 EEG (Elektroenzephalogramm)
4.2.2 MEG (Magnetenzephalographie)
4.2.3 fMRT (funktionelle Magnetresonanztomographie)
4.2.4 PET (Positronen-Emissions-Tomographie)
4.2.5 fTCD (funktionelle transkranielle Doppler-Sonographie)
4.3 Neuere Messmethoden
5. Ausgewählte Modelle und praktische Beispiele
5.1 Ältere Modelle
5.2 Das Figur-Grund-Modell
5.3 Motivsysteme
5.4 Bewusstseins-Konzepte
5.5 Codes
5.5.1 Sprache
5.5.2 Geschichten
5.5.3 Symbole
5.5.4 Sensorik
5.5.4.1 Visuelles Marketing
5.5.4.2 Akustisches Marketing
5.5.4.3 Gustatorisches Marketing
5.5.4.4 Olfaktorisches Marketing
5.5.4.5 Haptisches Marketing
5.4.4.6 Multisensuales Marketing
6. Anwendungen für die Kommunikationspolitik
7. Anwendungen für die Produktpolitik
8. Ausblick
9. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Erkenntnisse des Neuromarketings und deren Implikationen für die Gestaltung von Produkten und Kommunikation, um die Lücken der klassischen Marktforschung bei der Erklärung von Konsumentenverhalten zu schließen.
5.5.4.3 Gustatorisches Marketing
Der Geschmackssinn ist wie der Geruchssinn ein chemischer Sinn und neben diesem auch der älteste Sinn. Seine Aufgabe ist es, die Grundbedürfnisse des Lebens zu sichern (z.B. über die Identifikation von Nahrung). Funktional ist der Geschmackssinn mit Prüfung der Genießbarkeit von Lebensmitteln verbunden; emotional mit dem Genuss. Er steuert eine Reihe von reflektorischen Vorgängen, wie z.B. den Speichelfluss oder den Würgereflex. Die Geschmackssinneszellen befinden sich beim Menschen in der Schleimhaut des Mundraumes und auf der Zunge, wo sie auf der gesamten Zungenoberfläche verteilt sind und abgrenzbare Gebiete mit erhöhter Empfindlichkeit bilden.
Die Rezeptoren der ca. 2.000 Geschmacksknospen sind auf jeweils eine der Grundgeschmacksarten spezialisiert (süß, sauer, salzig, bitter). Der Geschmack ist dabei individuell verschieden und hängt zudem sowohl von Alter und Saison als auch der Menge der Nahrung ab. Die Zentrale Verarbeitung der von den Nerven weitergeleiteten Reize geschieht im Hirnstamm.
Die geschmackliche Wahrnehmung entsteht über Geschmacksknospen im Mundraum. Der Geruchssinn ist dabei sowohl vor als auch während des Essens bzw. Trinkens an der geschmacklichen Wahrnehmung beteiligt. Zum Gesamtgeschmackserlebnis tragen zusätzlich auch Tastzellen im Mund bei. So muss beispielsweise ein Pudding locker und cremig; eine Möhre hingegen hart und knackig sein. Aber auch das Auge isst mit und das Hören ist sehr wichtig bei den Begleitgeräuschen.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Informationsüberlastung und die Grenzen klassischer Marktforschung bei der Erklärung von Werbewirkung.
2. Definition der wichtigsten Begriffe: Es werden die Begrifflichkeiten Neurowissenschaften, Neuroökonomie und Neuromarketing abgegrenzt und zueinander in Bezug gesetzt.
3. Disziplinen des Neuromarketings: Das Kapitel erläutert anatomische Grundlagen, evolutionsbiologische Zusammenhänge und die Schnittstelle zur Marktforschung.
4. Messmethoden: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung klassischer und moderner Verfahren, wie EEG, fMRT und PET, zur Erforschung von Hirnaktivitäten.
5. Ausgewählte Modelle und praktische Beispiele: Dieses Kapitel präsentiert verschiedene Motivsysteme und Modelle zur Analyse der Wirkung von Marken und Produkten im Gehirn.
6. Anwendungen für die Kommunikationspolitik: Der Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung theoretischer Erkenntnisse zur Gestaltung wirksamer Kommunikationsmaßnahmen.
7. Anwendungen für die Produktpolitik: Es wird analysiert, wie Trait- und State-Produkte gestaltet werden können, um die Motivstrukturen der Konsumenten gezielt anzusprechen.
8. Ausblick: Eine kritische Einschätzung der Zukunftsaussichten und Limitationen der Neurowissenschaften im Marketingkontext.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz und ethischen Aspekte des Neuromarketings für Unternehmen.
Neuromarketing, Neuroökonomie, Konsumentenverhalten, Gehirnforschung, Limbic Map, Markenwirkung, Werbewirkungsforschung, Sensorik, implizite Gedächtnissysteme, Motivsysteme, Produktgestaltung, Kommunikationspolitik, fMRT, Autopilot, Kundenbedürfnisse.
Die Arbeit analysiert das Neuromarketing als moderne Disziplin, die durch neurowissenschaftliche Methoden tiefere Einblicke in unbewusste Konsumentenentscheidungen ermöglicht.
Im Zentrum stehen die anatomischen und biologischen Grundlagen des Gehirns, verschiedene Messmethoden zur Erfassung von Markenwirkung sowie die praktische Anwendung auf Kommunikation und Produktpolitik.
Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen des Neuromarketings aufzuzeigen, um Marketingmaßnahmen effektiver auf die tatsächlichen (oft unbewussten) Motive der Konsumenten auszurichten.
Es werden aktuelle neurowissenschaftliche Verfahren wie EEG, MEG, fMRT, PET und fTCD sowie moderne implizite Messansätze wie das Attention-Tracking diskutiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung von Motivsystemen (z.B. die "Big 3"), der Bedeutung von sensorischen Codes und der konkreten Übertragung dieser Erkenntnisse auf die Markenführung.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Neuromarketing, Limbic Map, unbewusste Wahrnehmung, Markennetzwerke und sensorische Kodierung gekennzeichnet.
Die "Big 3" beziehen sich auf die drei zentralen Motiv- und Emotionssysteme: das Balance-System, das Dominanz-System und das Stimulanz-System, die das menschliche Verhalten maßgeblich steuern.
Da Konsumenten ihre wahren Kaufgründe oft nicht artikulieren können oder wollen, erlauben implizite Verfahren die Erfassung von automatisierten, unbewussten Assoziationen, die ca. 95 Prozent der mentalen Prozesse ausmachen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die klassische AIDA-Formel durch neurowissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt ist, da Wirkung auch ohne bewusste Aufmerksamkeit entstehen kann und Bedürfnisse nicht einfach "eingepflanzt" werden können.
Im Gegensatz zu demografischen Modellen bildet die Limbic Map® die psychologische Motivdynamik im Gehirn ab und ermöglicht dadurch eine präzisere Zielgruppenorientierung in der Markenführung.
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