Diplomarbeit, 2008
118 Seiten, Note: 1,7
1 Aktuelle Trends des Ausschüttungsverhaltens in den USA
2 Rahmenbedingungen des US-amerikanischen Kapitalmarktes
3 Die Dividendenkontroverse
3.1 Irrelevanztheorem nach Modigliani/Miller
3.1.1 Annahmen des Modells
3.1.2 Beispiel zur Irrelevanz der Dividendenpolitik
3.1.3 Aufhebung unrealistischer Prämissen und erste Kritik
3.2 Die Irrelevanz der Dividendenpolitik im Fisher-Modell
4 Traditionelle Ansätze zur Relevanz der Ausschüttungspolitik
4.1 Dividenden und Steuern
4.1.1 Dividenden und deren Renditen im Rahmen des CAPM
4.1.2 Kursreaktionen am Ex-Tag
4.1.3 Zusammenfassung
4.2 Asymmetrische Informationsverteilung
4.2.1 Agency-theoretische Ansätze
4.2.1.1 Informationsasymmetrien zwischen Anteilseignern und Management
4.2.1.2 Informationsasymmetrien zwischen Eigenkapitalgebern
4.2.1.3 Informationsasymmetrien zwischen Eigen- und Fremdkapitalgebern
4.2.1.4 Empirische Evidenz und Schlussfolgerungen für die Dividendenpolitik
4.2.2 Signaling-Theorien
4.2.2.1 Informationswirkung der Dividenden
4.2.2.2 Grundlegende Modelle zum Signaling durch Dividenden
4.2.2.3 Signaling-Modelle zur Ausschüttungsentscheidung
4.2.2.4 Zusammenfassung und empirische Evidenz
4.3 Schlussfolgerungen aus der Dividendendiskussion
5 Empirische Überprüfung der ökonomischen Variablen, von denen ein Zusammenhang mit der Dividendenpolitik US-amerikanischer Unternehmen vermutet wird
5.1 Kennzahlen der Dividendenpolitik
5.2 Zusammenhang zwischen Dividendenzahlungen und Jahresüberschüssen eines Unternehmens
5.3 Überprüfung der Studie von Fama/French
5.3.1 Datenmaterial
5.3.2 Ergebnisse der Untersuchung
5.4 Zusammenhang zwischen Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die strategische Relevanz der Dividendenpolitik für den Unternehmenswert am US-amerikanischen Kapitalmarkt. Dabei wird analysiert, inwieweit Dividenden zur Informationsübertragung genutzt werden, wie sie Agency-Konflikte beeinflussen und welche Rolle sie im Vergleich zu Aktienrückkäufen spielen.
3.1.1 Annahmen des Modells
Die These über die Irrelevanz der Dividendenpolitik von M/M wurde unter den Annahmen eines vollkommenen Kapitalmarktes, rational handelnder Investoren und vollständiger Sicherheit entwickelt. Obwohl diese Annahmen häufig wiederkehrende Elemente ökonomischer Modelle sind, erscheint es sinnvoll die einzelnen Kriterien für diese spezielle Umgebung zu definieren:
1. Auf vollkommenen Kapitalmärkten hat kein Käufer, Emittent oder Anbieter von Wertpapieren maßgeblichen Einfluss auf den Marktpreis. Folglich sind alle Marktteilnehmer Preisnehmer. Ebenso sind alle kursrelevanten Informationen kostenlos verfügbar und für jeden Marktteilnehmer gleichermaßen erhältlich. Desweiteren existieren keine Emissions- und Transaktionskosten. Außerdem werden Steuerunterschiede zwischen Kursgewinnen und Dividendeneinkommen oder einbehaltenen und ausgeschütteten Gewinnen ausgeschlossen.
2. Rationale Akteure handeln gewinn- bzw. nutzenmaximierend. Sie sind indifferent zwischen Dividendenzahlungen und steigenden Kursen ihrer Aktien.
1 Aktuelle Trends des Ausschüttungsverhaltens in den USA: Einleitender Überblick über die historische Entwicklung der Dividendenrenditen und den wachsenden Trend zu Aktienrückkäufen in den USA.
2 Rahmenbedingungen des US-amerikanischen Kapitalmarktes: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen für US-Unternehmen, insbesondere hinsichtlich Ausschüttungsbeschränkungen und des Nennwertsystems.
3 Die Dividendenkontroverse: Theoretische Einführung in das Irrelevanztheorem von Modigliani/Miller und die Bedeutung der Dividendenpolitik im vollkommenen Kapitalmarkt.
4 Traditionelle Ansätze zur Relevanz der Ausschüttungspolitik: Detaillierte Analyse von Steuereffekten, asymmetrischer Informationsverteilung (Agency-Theorie) und Signaling-Theorien.
5 Empirische Überprüfung der ökonomischen Variablen, von denen ein Zusammenhang mit der Dividendenpolitik US-amerikanischer Unternehmen vermutet wird: Empirische Studie basierend auf US-Unternehmensdaten zur Ertragskraft, Unternehmensgröße und dem Verhältnis von Dividenden zu Aktienrückkäufen.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der zukünftigen Entwicklung der Dividendenpolitik angesichts sich wandelnder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Dividendenpolitik, Ausschüttungspolitik, Modigliani-Miller, Irrelevanztheorem, Agency-Theorie, Asymmetrische Information, Signaling, Aktienrückkauf, Free-Cashflow, Unternehmenswert, Kapitalmarkt, Dividendenzahlungen, Steuerklientel, Investitionspolitik, US-Kapitalmarkt
Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Dividendenpolitik für den Wert von Unternehmen am amerikanischen Aktienmarkt, unter Berücksichtigung theoretischer Modelle und empirischer Daten.
Zentrale Themen sind die Dividendenkontroverse, Agency-Probleme, Signaling-Effekte sowie der Vergleich von Dividenden mit Aktienrückkäufen.
Das Ziel ist es, die strategische Relevanz der Dividendenpolitik aufzuzeigen und zu klären, ob und wie diese den Unternehmenswert beeinflusst.
Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturanalyse bestehender theoretischer Modelle mit einer empirischen Auswertung von Daten börsennotierter US-Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Diskussion der Dividendenrelevanz (Steuern, Agency, Signaling) und die empirische Untersuchung von Unternehmensvariablen wie Ertragskraft und Unternehmensgröße.
Wichtige Begriffe sind Dividendenpolitik, Signaling, Agency-Theorie, Aktienrückkauf, Free-Cashflow und Unternehmenswert.
Aktienrückkäufe werden als zunehmend wichtige, flexible Ausschüttungsalternative zu klassischen Dividendenzahlungen dargestellt, die oft zur Kurspflege eingesetzt werden.
Die Arbeit zeigt, dass die empirische Stützung der Signaling-Theorie bei Dividenden nicht eindeutig ist und die Signalwirkung oft hinter den Erwartungen der theoretischen Modelle zurückbleibt.
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