Bachelorarbeit, 2022
123 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Unternehmenskonzeption einer textilen Kreislaufwirtschaft
2.2 Einordnung der unternehmenskonzeptionellen Modelle
2.2.1 Theoretische Anforderungen an einen Businessplan
2.2.2 Definitionen und Konzeption von Geschäftsmodellen
2.2.3 Das Business Model Canvas nach Osterwalder und Pigneur (2010)
2.3 Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft
2.3.1 Definition und Konzeption der Kreislaufwirtschaft
2.3.2 Das Circular Business Model Canvas
2.4 Der textile Wertschöpfungskreislauf
2.4.1 Ressourceneffizienz
2.4.2 Designstrategien
2.4.3 Verlängerung der Produktlebensdauer
2.4.4 End-of-Life Lösungen
3 Businessplan
3.2 Qualitative Unternehmensplanung
3.2.1 Geschäftsidee
3.2.2 Vertrieb und Wettbewerb
3.2.3 Team und Partner
3.2.4 Unternehmen
3.3 Quantitative Unternehmensplanung (Finanzplanungsrechnung)
3.3.1 Umsatz
3.3.2 Kosten
3.3.3 Kapitalplanung
3.3.4 Liquidität
3.3.5 Rentabilität
4 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auf die Bekleidungsindustrie übertragen und in einem tragfähigen Businessplan abgebildet werden können, um die wirtschaftliche Realisierbarkeit eines entsprechenden Unternehmensmodells zu prüfen.
2.4 Der textile Wertschöpfungskreislauf
Um einen Überblick über die derzeitigen Möglichkeiten der Kreislaufwirtschaft in der Textil- und Bekleidungsindustrie im Hinblick auf den Ausgangspunkt der Forschungsfrage zu geben, behandelt dieses Kapitel die entsprechenden Schlüsselstrategien.
Die produktbezogene physische Komponente des in Kapitel 3 dargestellten Use Case bildet die Verwendung von Textilabfällen, wofür die Recherche in Bezug auf das mengenmäßige Abfallaufkommen jedoch keine eindeutigen Ergebnisse lieferte. Grund dafür sind unter anderem die fragmentierte Produktion sowie die bislang fehlende erweiterte Herstellerverantwortung in dieser Branche (Global Fashion Agenda 2022; Europäische Kommission 2022a). Damit stellt die Datenerfassung des Abfallvolumens der jeweiligen Teilströme nach wie vor ein komplexes Thema dar, da diese an den verschiedensten Stellen der Wertschöpfungskette anfallen.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas, der Problemstellung innerhalb der Bekleidungsindustrie, der Zielsetzung der Arbeit sowie des methodischen Aufbaus.
2 Unternehmenskonzeption einer textilen Kreislaufwirtschaft: Theoretische Herleitung von Geschäftsmodell-Konzepten, der Kreislaufwirtschaft und spezifischen Strategien innerhalb der textilen Wertschöpfungskette.
3 Businessplan: Praktische Ausarbeitung eines Geschäftsmodells für den Use Case, unterteilt in eine qualitative Unternehmensplanung sowie eine quantitative Finanzplanungsrechnung.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse, kritische Reflexion der finanziellen Realisierbarkeit und Herausforderungen der textilen Kreislaufwirtschaft.
Kreislaufwirtschaft, Bekleidungsindustrie, Businessplan, Circular Business Model Canvas, Modeproduktion, Textilabfälle, Wertschöpfungskreislauf, Nachhaltigkeit, Finanzplanung, Unternehmengründung, Geschäftsmodell, Ressourceneffizienz, Modedesign
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines tragfähigen Businessplans für ein Bekleidungsunternehmen, das auf Prinzipien der Kreislaufwirtschaft basiert und primär Textilabfälle als Rohstoffquelle nutzt.
Die zentralen Schwerpunkte liegen in der theoretischen Fundierung zirkulärer Geschäftsmodelle, den Herausforderungen und Lösungsansätzen entlang der textilen Wertschöpfungskette sowie der betriebswirtschaftlichen Konkretisierung durch einen Businessplan.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie kreislaufwirtschaftliche Prinzipien konkret in die Bekleidungsbranche integriert und in einem wirtschaftlich tragfähigen Businessplan umgesetzt werden können.
Die methodische Grundlage bildet die Literaturrecherche und die Modellierung eines "Use Case", welcher mithilfe des "Circular Business Model Canvas" entwickelt und durch eine detaillierte Finanzplanung hinsichtlich der Tragfähigkeit geprüft wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Unternehmenskonzeption inklusive der Kreislauf-Modelle sowie eine praxisorientierte Businessplan-Ausarbeitung, die qualitative Aspekte (Geschäftsidee, Vertrieb) und quantitative Finanzdaten (Umsatz, Kosten, Liquidität) analysiert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Circular Economy, Textile Wertschöpfung, Ressourceneffizienz, Geschäftsmodellierung, finanzielle Rentabilität und Nachhaltigkeitsstrategien in der Modeindustrie.
Da keine exakten Branchen-Finanzdaten vorlagen, basiert die Finanzplanung auf einer Modellierung, Orientierung an Wettbewerber-Webseiten und Gesprächen mit spezialisierten Partnern, wobei alle Zahlen als Annahmen deklariert sind.
Sie dienen als Kernrohstoff der Geschäftsidee. Das Unternehmen fokussiert sich auf industrielle Stoffabfälle aus der Zeit vor der Konfektion, um den Ressourcenverbrauch zu minimieren.
Das Modell arbeitet mit einem "Online-Pure-Player"-Ansatz (Onlineshop), ergänzt durch ein mietbasiertes Abomodell und eine Wiederverkaufsplattform (Resell-Plattform) für gebrauchte Artikel.
Sie identifiziert es als wachsendes Marktsegment, betont jedoch, dass für eine breite Implementierung neben Innovationsfähigkeit und Netzwerkmanagement auch staatliche Unterstützung und Regulierungen erforderlich sind.
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