Bachelorarbeit, 2023
60 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Liebe und romantische Liebe
2.2 Interpersonelle Anziehung
2.3 Speed Dating
2.4 Fragestellung
3. Methode
3.1 Suche
3.2 Ein- und Ausschlusskriterien
3.3 Einbezogene Quellen
4. Ergebnisse
4.1 Ähnlichkeit als Prädiktor für romantische Anziehung
4.2 Wissen Menschen um Ihre Präferenzen im Dating Kontext?
4.3 Non-verbale, implizite und affektive Prädiktoren für romantische Anziehung und Selektivität
4.4 Bindung, Sicherheit und Wärme und romantische Anziehung
4.5 Geschlecht und romantische Anziehung
5. Diskussion
Diese Arbeit zielt darauf ab, durch ein systematisches Literaturreview die Erkenntnisse aus Speed-Dating-Studien zur initialen romantischen Anziehung zusammenzutragen. Dabei wird untersucht, wie etablierte sozialpsychologische Theorien in einem ökologisch validen Studiendesign Anwendung finden und ob sie die tatsächliche Partnerwahl in Echtzeit-Dating-Situationen vorhersagen können.
4.1 Ähnlichkeit als Prädiktor für romantische Anziehung
Luo et al veröffentlichten im Jahr 2009 eine Studie, die basierend auf vier Grundprinzipien interpersoneller Attraktion im Rahmen eines Speed-Dating Events testen sollte, welche Eigenschaften zu Anziehung führen. An der Studie nahmen N= 108 Studierende einer Universität im Austausch gegen Credit Points teil. Die Teilnehmer waren zu 50 % männlich und zu 50 % weiblich. Die AutorInnen der Studie verwiesen auf ein Review von Berscheid & Walster (1978), um grundlegende Prinzipien interpersoneller Anziehung bei einem ersten, initialen Kontakt zu bestimmen: Ähnlichkeit, Reziprozität, Sicherheit sowie physische Attraktivität. Die Studie bestand aus drei Phasen.
Zum einen wurden einige Wochen vor dem Speed-Dating Event bestimmte Eigenschaften der Studierenden erfasst. Dazu zählten demographische Daten (erfasst über einen Fragebogen), politische Einstellungen (erfasst über einen Fragebogen, der politischen Konservatismus misst), persönliche Werte (orientiert an Inventaren von Rokeach & Ball Rokeach 1989; Schwartz & Bilsky 1990), Interessen (ein Fragebogen, der in 5 verschiedene Interessenskategorien einteilte), Persönlichkeit (BFI von John & Sristava, 1999), Affektivität (PANAS; Watson, Clark, & Tellegen, 1988) Bindungsverhalten (Kurzversion von Brennan, Clark und Shaver, 1988) und Selbstwertgefühl (10 Item Inventar von Rosenberg, 1965).
Die physische Attraktivität der TeilnehmerInnen wurde außerdem von acht Mitgliedern des Forschungsteams anhand von Fotos auf einer Skala von 1-7 bewertet. Im zweiten Schritt folgte das Speed-Dating Event, das mit jeweils bis zu 10 Personen eines Geschlechts stattfand und in sechs Gruppen zu entsprechend sechs Zeitpunkten durchgeführt wurde. Hier trafen die TeilnehmerInnen auf alle Personen des anderen Geschlechts innerhalb ihrer Gruppe. Die Speed-Dates waren insgesamt 5 Minuten lang. Der dritte Teil der Studie fand einige Wochen nach dem Speed-Dating Event statt. Die TeilnehmerInnen erhielten dabei unter anderem einen Feedback-Bogen mit Angaben ihrer Dating-Partner zum Date („Würden Sie diesen Partner ein weiteres Mal im Rahmen eines Dates treffen?“).
1. Einleitung: Beleuchtet die Faszination für das Thema Liebe und führt in die wissenschaftliche Erforschung der initialen romantischen Anziehung sowie die Relevanz von Speed-Dating als Forschungsmethode ein.
2. Theoretischer Hintergrund: Definiert zentrale Konzepte wie romantische Liebe und interpersonelle Anziehung und führt theoretische Ansätze zur methodischen Untersuchung von Speed-Dating-Daten ein.
3. Methode: Beschreibt das systematische Vorgehen bei der Auswahl und Filterung der verwendeten Studien aus der Datenbank EBSCO Host.
4. Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Befunde zu verschiedenen Prädiktoren der Anziehung, darunter Ähnlichkeit, Präferenzen, emotionale Zustände und Bindungsverhalten.
5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf theoretische Modelle und diskutiert die Diskrepanz zwischen geäußerten Präferenzen und tatsächlichem Verhalten.
Speed-Dating, romantische Anziehung, interpersonelle Anziehung, Ähnlichkeit, Partnerwahl, Selektivität, Bindungsverhalten, physische Attraktivität, Liebe, evolutionspsychologische Ansätze, soziale Normen, affective presence, Achtsamkeit, Beziehungsanbahnung
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren zwischenmenschliche Anziehung in der Kennenlernphase beeinflussen, indem sie existierende Speed-Dating-Studien systematisch auswertet.
Die zentralen Themen umfassen die Rolle von Ähnlichkeit, physischer Attraktivität, Bindungsstilen, Geschlechterunterschieden bei der Partnerwahl sowie die Diskrepanz zwischen theoretischen Präferenzen und tatsächlichem Dating-Verhalten.
Es wird untersucht, inwieweit bekannte psychologische Prinzipien der Attraktion in tatsächlichen Dating-Szenarien bestätigt werden können und ob Speed-Dating dazu geeignet ist, bisher wenig beachtete Prädiktoren für Anziehung zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einem systematischen Literaturreview, bei dem insgesamt 20 relevante Studien mittels der Datenbank EBSCO Host identifiziert, analysiert und zusammengefasst wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Ergebniskategorien, darunter der Einfluss von Ähnlichkeit, das Bewusstsein über eigene Präferenzen, non-verbale und affektive Faktoren sowie die Bedeutung von Bindungssicherheit.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie initiale romantische Anziehung, ökologische Validität, empirische Ergebnisdarstellung und den Vergleich zwischen expliziten Einstellungen und aktivem Verhalten gekennzeichnet.
Die Studien deuten darauf hin, dass die Bedeutung tatsächlicher Ähnlichkeit in der initialen Kennenlernphase geringer ist als angenommen, da in Sekundenbruchteilen eher auffällige Merkmale wie physische Attraktivität dominieren.
Es zeigte sich, dass Bindungsstile wie ängstliche Bindung die Popularität und Selektivität bei Dating-Events beeinflussen können, da sie oft zu einem Spannungsfeld zwischen dem Bedürfnis nach Nähe und der Angst vor Ablehnung führen.
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