Bachelorarbeit, 2009
44 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Forschung und Entwicklung
2.1 Charakteristika der Forschung
2.1.1 Wettbewerb aus der Sicht von Forschungseinrichtungen
2.1.2 Halbwertszeit von Wissen
2.1.3 Personal in der Forschung und Entwicklung
2.2 Gliederung von Forschungsaktivitäten
2.2.1 Grundlagenforschung/Angewandte Forschung/Entwicklung
2.2.2 Auftragsforschung
2.2.3 Antragsforschung
2.2.4 Gemeinschaftsforschung
2.2.5 Innovationskooperation
2.3 Schutz geistigen Eigentums
3 Verwertung von Forschungsergebnissen
3.1 Technologietransfer
3.1.1 Die Technologielücke
3.1.2 Allgemeine Einflussfaktoren für den Technologietransfer
3.2 F&E-Strategien
3.3 Eigennutzung- oder Vermarktung (Keep)?
3.4 Eigenerstellung oder Akquisition (Make-or-Buy)?
3.5 Kooperative Verwertung
3.5.1 Horizontale, vertikale und diagonale Kooperation
3.5.2 Gründe für externe Vermarktung
3.5.3 Sinnvolle Kombinationen interner und externer Vermarktung
3.5.4 Motive für die Kooperationspartner von F&E-Einrichtung
3.5.5 Technologischer Verflechtungsgrad
3.5.6 Ausgründungen (Spin Offs)
3.6 Externe Verwertung (Sell)
3.6.1 Lizenzvergabe
3.6.2 Technologieverkauf
4 Forschung und Entwicklung in der Medizintechnik
4.1 Charakteristika der Medizintechnik
4.2 Akquise von Forschungsprojekten
5 Systematisch innovieren in der Medizintechnik-F&E
5.1 Inkrementale und radikale Innovationen
5.2 Innovationsprozess einer F&E-Einrichtung
5.3 Die Theorie des erfinderischen Problemlösens (TRIZ)
5.4 Methoden zur Generierung neuer Forschungsideen
5.5 Innovieren des Geschäftsmodells
5.5.1 Blue Ocean Strategy
6 Zusammenfassung und Ausblick
7 Literaturverzeichnis
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung der Charakteristika und Umgebungsbedingungen von außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Hinblick auf die wirtschaftliche Verwertung ihrer Forschungsergebnisse. Im Fokus steht die Entwicklung von Anwendungsempfehlungen für Methoden des systematischen Innovierens, um die Wettbewerbsfähigkeit in der Medizintechnik-F&E zu stärken.
3.1 Technologietransfer
Unter Technologietransfer versteht man die Übertragung von technologischem Wissen an Unternehmungen, die eine wirtschaftliche Verwertung anstreben. Ausgelöst wird der Technologietransfer immer wieder durch das Bestreben von Unternehmungen Produkte oder Verfahren zu verbessern. Das heißt, dass der Empfänger seinen Technologiebestand verbessert. Dieser Transfer ist in Form von Waren, Medien oder Personen möglich.
Der Technologietransfer kann abgegrenzt werden von Technologiediffusion und Technologieadaption. Technologiediffusion beschreibt den Ausbreitungsprozess einer Technologie in einem sozialen System. Die Technologieadaption ist die Entscheidung eines Mitglieds im sozialen System die Technologie anzunehmen und ist damit die Grundlage für die Diffusion. Entscheidend ist die Information für den Empfänger, dass Technologien schon existieren und verfügbar sind. Technologietransfer ist somit eine Möglichkeit an Innovationen zu gelangen. Diese Bedingungen sind aber nicht immer vorhanden, es entsteht eine Kluft- die Technologielücke.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik des Transfers wissenschaftlicher Ergebnisse in wirtschaftliche Anwendungen dar und definiert das Ziel der Arbeit, Methoden für die Medizintechnik-F&E zu erarbeiten.
2 Forschung und Entwicklung: Das Kapitel beleuchtet die Charakteristika der Forschung, den Wettbewerb für Forschungseinrichtungen sowie verschiedene Gliederungsformen von Forschungsaktivitäten.
3 Verwertung von Forschungsergebnissen: Hier werden Strategien zum Technologietransfer sowie verschiedene Wege der internen und kooperativen Verwertung von Ergebnissen detailliert beschrieben.
4 Forschung und Entwicklung in der Medizintechnik: Dieses Kapitel fokussiert auf die besonderen juristischen Rahmenbedingungen der Medizintechnik und die Herausforderungen bei der Akquise von Forschungsprojekten.
5 Systematisch innovieren in der Medizintechnik-F&E: Das Kapitel führt methodische Ansätze wie TRIZ und die Blue Ocean Strategy ein, um Innovationsprozesse in Forschungseinrichtungen gezielt zu steuern und neue Ideen zu generieren.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Der Autor resümiert, dass die Anwendung methodischer Ansätze die Wettbewerbsfähigkeit von Forschungseinrichtungen signifikant erhöhen kann.
Innovationsmanagement, Forschung und Entwicklung, Medizintechnik, Technologietransfer, Forschungsverwertung, Kooperationsmanagement, TRIZ, Blue Ocean Strategy, Innovationsprozess, Spin-offs, Systematisches Innovieren, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsideen, Patentmanagement, Wissensmanagement
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen in außeruniversitären Forschungseinrichtungen, speziell im Kontext der Medizintechnik-F&E.
Zu den zentralen Themen gehören der Technologietransfer, F&E-Strategien, Kooperationsmodelle (wie Spin-offs), Methoden zur Ideenfindung und die Gestaltung von Geschäftsmodellen.
Das Ziel ist es, den Einsatz von Methoden des systematischen Innovierens zu evaluieren, um eine Anwendungsempfehlung für die Medizintechnik-F&E zu formulieren und die Lücke zwischen Forschung und Wirtschaft zu schließen.
Es werden gängige Innovationsmanagement-Methoden wie TRIZ (Theorie des erfinderischen Problemlösens) und die Blue Ocean Strategy analysiert und auf den speziellen Kontext von Forschungseinrichtungen übertragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Charakteristika der Forschung, die verschiedenen Verwertungswege (intern vs. extern), die regulatorischen Besonderheiten der Medizintechnik sowie konkrete Kreativ- und Innovationsmethoden.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Innovationsmanagement, Medizintechnik-F&E, Technologietransfer, systematisches Innovieren und Kooperationsverwertung beschreiben.
Die Medizintechnik dient als Anwendungsbeispiel, da sie sich durch einen hohen regulatorischen Aufwand und eine starke Anwendungsorientierung auszeichnet, was sie besonders für die methodische Unterstützung durch systematisches Innovieren prädestiniert.
Spin-offs bieten eine Möglichkeit, Forschungsergebnisse wirtschaftlich zu verwerten, wenn die Mutterinstitution selbst nicht über die Kapazitäten für eine industrielle Umsetzung verfügt.
Sie dient dazu, das Geschäftsmodell einer Forschungseinrichtung zu analysieren, um durch das Auffinden von Marktlücken oder ungenutzten Innovationspotenzialen einen Wettbewerbsvorsprung zu erlangen.
Eine zentrale Herausforderung ist die sogenannte "Technologielücke", also die Kluft zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und der Verfügbarkeit am Markt, die durch gezieltes Management überbrückt werden muss.
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