Examensarbeit, 2008
112 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Der Kompetenzbegriff
2.1 Ursprung des Kompetenzbegriffes
2.2 Definition des Kompetenzbegriffes
2.3 Kompetenzmodell von Scherler
2.4 Zusammenfassung
3 Kompetenzen des Sportlehrers
3.1 Kompetenzmodell nach Michael Bräutigam
3.1.1 Fachkompetenz
3.1.2 Selbstkompetenz
3.1.3 Sozialkompetenz
3.1.4 Sachkompetenz
3.1.5 Systemkompetenz
3.2 Sportlehrerkompetenzen nach dem Deutschen Sportbund 1977
3.3 Kompetenzen von Sportlehrern nach Uwe Pühse
3.4 Zusammenfassung
4 Biographische Kompetenz
4.1 Theorien biographischer Kompetenz
4.1.1 Professionstheorie nach Hilbert Meyer
4.1.2 Professionalisierung im Lehrerberuf nach Reh und Schelle
4.1.3 Entwicklungsphasen von Lehrkräften nach Schönknecht
4.2 Vermittlung von Selbstkompetenz und biographischer Kompetenz
4.3 Zusammenfassung
5 Qualitative Sozialforschung
5.1 Die Wurzeln qualitativen Denkens
5.2 Grundlagen qualitativen Denkens
5.3 Die 13 Säulen qualitativen Denkens
5.4 Zusammenfassung
6 Forschungsfrage
7 Qualitative Untersuchung
7.1 Untersuchungsmethodik
7.2 Qualitative Forschungsdesigns
7.3 Verfahren der qualitativen Untersuchung
7.3.1 Sample
7.3.2 Erhebungsverfahren
7.3.3 Aufbereitungsverfahren
7.3.4 Auswertungsverfahren
7.4 Zusammenfassung
8 Ergebnisse
8.1 Vorgehen bei der Datenauswertung
8.2 Ergebnisse der Auswertung
8.3 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
9 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den grundlegenden Zusammenhang zwischen der Selbstkompetenz von Sportlehrern und deren Unterrichtsgestaltung zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit persönliche Erfahrungen und Vorlieben der Lehrkraft die Auswahl der Unterrichtsinhalte sowie die tägliche Praxis beeinflussen.
1.1 Einführung in die Thematik
Er ist Sportlehrer, einer der selbst gerne mitspielen würde, der mitfiebernd am Spielfeldrand steht, konzentriert und energisch Anweisungen gibt, dessen rechtes Bein zuckt, wenn der Ball den Stürmer erreicht und der begeistert klatscht, wenn ein Tor gefallen ist.
Schon während der Schulzeit war er Mitglied der Fußball AG und auch in der Freizeit für den Verein leidenschaftlich am Ball. Während des Studiums an der Pädagogischen Hochschule blieb für vier Mal Training pro Woche keine Zeit, doch es gab ja den Hochschulsport. Heute, als Sportlehrer der Grund- und Hauptschule ist das ähnlich. Die Vorgaben des Lehrplans wollen erfüllt werden, also Schwimmen, Turnen, Tanzen, Werfen. Aber sobald das erledigt ist, dann heißt es kicken, kicken, kicken…
Zugegebenermaßen, der dargestellte Fall mag etwas überzogen sein, dennoch scheint es nahe liegend, dass ein Sportlehrer die persönlich bevorzugte Sportart gerne und vermehrt in seinen Unterricht mit einbezieht – stets nach dem Motto „das Schöne mit dem Nützlichen verbinden“.
Im Folgenden soll das Beispiel unter pädagogisch-didaktischen Gesichtspunkten nochmals genauer betrachtet werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Sportlehrerkompetenzen ein und umreißt die Struktur sowie den Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit.
2 Der Kompetenzbegriff: Dieses Kapitel definiert theoretisch den Begriff der Kompetenz und stellt das didaktische Modell nach Scherler vor, welches als Grundlage für weitere Überlegungen dient.
3 Kompetenzen des Sportlehrers: Hier werden verschiedene Modelle der Sportlehrerkompetenz, insbesondere von Bräutigam, Pühse und dem Deutschen Sportbund, analysiert und diskutiert.
4 Biographische Kompetenz: Dieser Abschnitt erläutert die biographische Kompetenz als zentralen Bestandteil der Selbstkompetenz und diskutiert Theorien sowie Entwicklungsphasen von Lehrkräften.
5 Qualitative Sozialforschung: Hier werden die Grundlagen und methodischen Säulen der qualitativen Forschung erläutert, welche die Basis für den empirischen Teil bilden.
6 Forschungsfrage: Dieses Kapitel leitet die Fragestellung der Arbeit aus dem Kontext der Sportlehrerbefragung ab und präzisiert das Erkenntnisinteresse.
7 Qualitative Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen der Studie begründet, inklusive des Forschungsdesigns und der angewandten Verfahren zur Datenerhebung.
8 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die aus den Interviews gewonnenen Daten präsentiert, kodiert und systematisch ausgewertet.
9 Zusammenfassung und Ausblick: Das letzte Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und diskutiert den Stellenwert der Selbstkompetenz für die berufliche Entwicklung von Lehrkräften.
Selbstkompetenz, Sportlehrer, Unterrichtsgestaltung, Biographische Kompetenz, Qualitatives Interview, Sportsozialisation, Lehrerbildung, Didaktik, Reflexion, Handlungskompetenz, Berufsbiographie, Qualitative Inhaltsanalyse, Sportunterricht, Professionalisierung, Fallanalyse
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Selbstkompetenz als Teil der beruflichen Kompetenzen von Sportlehrern und untersucht, wie diese die Gestaltung des Sportunterrichts beeinflusst.
Zentral sind die theoretische Bestimmung des Kompetenzbegriffs, verschiedene Modelle der Sportlehrerkompetenz sowie die Bedeutung der biographischen Reflexion für die Lehrerprofessionalität.
Die Forschungsfrage lautet: „Selbstkompetenz als Teil der Sportlehrerkompetenzen und ihr Einfluss auf die Unterrichtsgestaltung.“
Die Autorin/Der Autor führt eine qualitative Einzelfallanalyse durch und nutzt dafür das problemzentrierte Interview sowie die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Kompetenzmodelle und biographische Aspekte beleuchtet, und einen empirischen Teil, der die Untersuchungsergebnisse von fünf befragten Lehrkräften präsentiert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Selbstkompetenz, biographische Reflexion, Sportsozialisation, Lehrerprofessionalität und die qualitative Inhaltsanalyse.
Die Studie zeigt, dass Lehrkräfte dazu neigen, ihre eigenen sportlichen Vorlieben und Kompetenzen bewusst oder unbewusst in die Planung und Gestaltung ihres Unterrichts einfließen zu lassen.
Einige Lehrkräfte orientieren sich stark am Lehrplan, um ein breites Spektrum an Bewegungsangeboten sicherzustellen, während andere den Fokus gezielter auf die Motivationssteigerung durch Sportspiele legen.
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