Bachelorarbeit, 2015
51 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Physiologische Bedeutung des Fettgewebes
3.2 Definition und Diagnose von Übergewicht/ Adipositas
3.3 Prävalenz von Übergewicht/Adipositas
3.4 Ursachen von Übergewicht/Adipositas
3.5 Gesundheitliche Konsequenzen und prognostizierte Risiken von Übergewicht/ Adipositas
4 METHODIK
5 ERGEBNISSE
5.1 Definition „Metabolically Healthy Obesity“
5.2 Physiologische Gegebenheiten bei „gesundem Übergewicht“/„gesunder Adipositas“
5.3 Unterschiede zwischen metabolisch gesunden und kranken Übergewichtigen/ Adipösen
5.4 Gesundheitliche Langzeitprognose bei „gesundem“ Übergewicht/ gesunder Adipositas
6 DISKUSSION
6.1 Kritische Betrachtung der eigenen Vorgehensweise
6.2 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
6.3 Interpretation der Ergebnisse
6.4 Offene Forschungsfragen
7 ZUSAMMENFASSUNG
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, mittels einer umfassenden wissenschaftlichen Literaturrecherche das aktuelle wissenschaftliche Verständnis des Begriffs „Metabolically Healthy Obesity“ (MHO) darzustellen und physiologische Erklärungen für das Phänomen zu finden, bei dem Übergewicht nicht zwingend mit einer Stoffwechselentgleisung einhergeht.
3.1 Physiologische Bedeutung des Fettgewebes
Fettgewebe entwickelte sich als evolutionäre Antwort auf die Unabhängigkeit von konstanter Nahrungsaufnahme – es handelt sich um hoch spezialisiertes Gewebe, dessen Hauptaufgabe es ist überschüssige Nahrungsenergie in Form von Triglyzeriden zu speichern (Lipogenese) und bei Energiebedarf seitens des Organismus zur Energiebereitstellung wieder freizusetzen (Lipolyse). Lipolyse und Lipogenese fungieren daher auch als der wichtigste Puffer für den Fettsäuregehalt im Blut. Weißes Fettgewebe beinhaltet nur eine große Fettvakuole innerhalb der jeweils von kollagenen Gewebe zusammengehaltenen Fettzellen (Adipozyten) und wird daher auch als univakuläres Fettgewebe bezeichnet.
Die Anlage von Fettdepots beginnt bei Wirbeltieren bereits im Uterus. (Weißes) Fettgewebe besteht zu 90% aus reifen Adipozyten, die restlichen 10% setzen sich aus Bindegewebe (Faszien), Blutgefäßen, Nerven(-enden) und Fettvorläuferzellen (Steatoblasten) zusammen. Die Anzahl an Adipozyten beim Menschen nimmt während des Wachstums bis zum genetisch festgelegten individuellen Maximum im 20. Lebensjahr zu und bleibt anschließend weitestgehend konstant. Wenngleich auch die Fettvorläuferzellen (Steatoblasten) generell über die Fähigkeit des Mengenwachstums (Hyperblasie) verfügen, geschieht eine Fettgewebsvermehrung primär durch Dickenwachstum (Hypertrophie) der Adipozyten.
Sobald die Hypertrophiekapazität der Adipozyten zum Beispiel durch eine fortgeschrittene Adipositas erschöpft ist beginnt der Organismus auch zunehmend Fett in anderen Organen und Gewebearten wie der Muskulatur, der Leber oder dem Herzen einzulagern. Neben der Speicherung und Freisetzung von Nahrungsenergie übernimmt das Fettgewebe weiterhin die Funktion einer Wärmeisolierung des Körperinneren, sowie der Polsterung und Stabilisierung von Organen. Man spricht hier auch von „Baufett“.
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in das Phänomen des metabolisch gesunden Übergewichts vor dem Hintergrund weltweit steigender Adipositasraten.
2 ZIELSETZUNG: Definition der Forschungsziele bezüglich der physiologischen Grundlagen und der Langzeitprognose bei MHO.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Detaillierte Betrachtung der Funktion des Fettgewebes, Diagnosekriterien für Adipositas sowie Ursachen und Risiken.
4 METHODIK: Darstellung des gewählten narrativen Review-Ansatzes zur Analyse der aktuellen wissenschaftlichen Studienlage.
5 ERGEBNISSE: Zusammenstellung und Vergleich verschiedener Kriterien für die MHO-Definition sowie Analyse physiologischer Studienbefunde.
6 DISKUSSION: Kritische Auseinandersetzung mit der Studienlage, den Grenzen der Definitionen und der Signifikanz der vorliegenden Ergebnisse.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Synthese der Erkenntnisse über MHO und Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsansätze.
Metabolically Healthy Obesity, MHO, Metabolisch gesundes Übergewicht, Adipositas, Fettgewebe, Adipozyten, Insulinresistenz, Stoffwechsel, Viszeralfett, Stoffwechselentgleisung, Metabolisch ungünstige Adipositas, MUO, Prävalenz, Langzeitprognose, Physiologische Gegebenheiten.
Die Arbeit untersucht das Phänomen, dass Menschen trotz Übergewichts oder Adipositas metabolisch gesund sein können, also keine klassischen Begleiterkrankungen aufweisen.
Die Themen umfassen die physiologische Funktion des Fettgewebes, die aktuelle Definition von MHO, die Unterschiede zu stoffwechsel-kranken Adipösen und die langfristige gesundheitliche Entwicklung.
Das Hauptziel ist es, das aktuelle wissenschaftliche Verständnis von MHO zu bündeln und aufzuzeigen, warum manche Individuen trotz erhöhter Fettmasse keine Stoffwechselstörungen entwickeln.
Die Autorin oder der Autor nutzt die Methode eines narrativen Reviews, um eine breite Übersicht über den aktuellen Forschungsstand zu geben und verschiedene Studien miteinander in Beziehung zu setzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Fettgewebes, die Darstellung und den Vergleich verschiedener MHO-Definitionskriterien der Fachwelt sowie die Analyse spezifischer Studienergebnisse zu physiologischen Parametern.
Wichtige Begriffe sind Metabolically Healthy Obesity (MHO), Adipozyten, Insulinresistenz, Viszeralfett und metabolisch ungünstige Adipositas (MUO).
Studien deuten darauf hin, dass MHO-Subjekte hinsichtlich des Leberfettanteils oft günstigere Werte aufweisen als MUO-Subjekte, was ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der beiden Phänotypen darstellt.
Die Schwierigkeit liegt in den sehr unterschiedlichen Definitionskriterien (z. B. BMI-Grenzwerte, Blutdruckparameter), die in verschiedenen Forschungsarbeiten genutzt werden.
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