Examensarbeit, 2007
61 Seiten, Note: 1,5
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Aufgaben, Ziele und Prinzipien des Englischunterrichts in der Grundschule
2.2. Storytelling
2.2.1 Didaktische Begründungen und Ziele des Storytelling
2.2.2 Kriterien zur Auswahl von Geschichten
2.2.2.1 Adaption von Geschichten
2.2.3 Das dreitschrittige Vorgehen beim Storytelling
2.2.3.1 Pre-story-activities
2.2.3.2 While-story-activities
2.2.3.3 Post-story-activities
2.2.4 Die Rolle der Lehrkraft beim Storytelling
2.3 Theaterspielen
2.3.1 Begriffsklärung „Theaterspiel“ und „Theaterstück“
2.3.2 Didaktische Legitimierung des Theaterspielens
2.3.3 Richtlinien für das Umsetzen eines storybooks zum Theatertück
3. Planungsgrundlagen und Planungsentscheidungen
3.1 Zur Lerngruppe und zur Lernausgangslage
3.2 Themenrelevante Sachverhalte der Unterrichtseinheit
3.2.1 Inhalt und Aufbau des Buches
3.2.2 Zur Buchillustration
3.2.3 Zur Textgestaltung und zur Adaption des Textes
3.2.3.1 Auswahl des Sprachmaterials
3.3 Ziel-/Inhaltsentscheidungen der Unterrichtseinheit
3.3.1 Themenwahl und themenbezogene Zielsetzung
3.3.1.1 Ziele der Einheit
3.3.2 Methodische Entscheidungen der Unterrichtseinheit
4. Darstellung der Unterrichtseinheit
4.1 Kurzüberblick über den Verlauf
4.2 Darstellung und Auswertung einer Unterrichtsstunde und zweier Unterrichts-sequenzen
4.2.1 Ausführliche Darstellung und Auswertung der 8. Unterrichtsstunde: Spielen einzelner Szenen der Geschichte nach Hörverstehen
4.2.1.1 Themenbezogene Zielsetzung
4.2.1.2 Lernausgangslage
4.2.1.3 Themenrelevante Sachverhalte der Unterrichtsstunde
4.2.1.4 Ziel-/ Inhaltsentscheidungen
4.2.1.4.1 Themenwahl und themenbezogene Zielsetzung
4.2.1.4.2 Analyse der zentralen Aufgabenstellung
4.2.1.5 Methodische Entscheidungen
4.2.1.6 Unterrichtsplan
4.2.1.7 Reflexion
4.2.2 Ausführliche Darstellung und Auswertung einer Unterrichtssequenz der 10. Unterrichtsstunde: Vorlesen des Textes und inhaltlich passende szenische Darstellung ohne Bühnenbild
4.2.2.1 Themenbezogene Zielsetzung
4.2.2.2 Lernausgangslage
4.2.2.3 Themenrelevante Sachverhalte der Unterrichtssequenz
4.2.2.4 Ziel-/Inhaltsentscheidungen
4.2.2.4.1 Themenwahl und themenbezogene Zielsetzung
4.2.2.4.2 Analyse der zentralen Aufgabenstellung
4.2.2.5 Methodische Entscheidungen
4.2.2.6 Unterrichtsplan
4.2.2.7 Reflexion
4.2.3 Ausführliche Darstellung und Auswertung der Theateraufführung
4.2.3.1 Themenbezogene Zielsetzung
4.2.3.2 Lernausgangslage
4.2.3.3 Themenrelevante Sachverhalte
4.2.3.4 Analyse der zentralen Aufgabenstellung
4.2.3.5 Reflexion
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Lernförderlichkeit grundschulspezifischer Prinzipien des Englischunterrichts bei der Umsetzung eines englischsprachigen Kinderbuches vom Storytelling zum Theaterstück. Dabei steht insbesondere die Förderung der Sprechbereitschaft zurückhaltender Schüler durch den Einsatz handlungsorientierter Methoden und Requisiten im Fokus der Forschungsfrage.
2.2.1 Didaktische Begründungen und Ziele des Storytelling
Für den Einsatz englischer Kinderbücher im Fremdsprachenunterricht der Grundschule werden in der Literatur viele Begründungen genannt, die im Folgenden dargestellt werden. Pädagogische Begründungen werde ich aufgrund der Tatsache, dass sich die vorliegende Arbeit sich mit dem Englischunterricht beschäftigt, nicht in meine Ausführungen einbeziehen.
• Mit fremdsprachlichen Büchern wird ein Teil der Kultur des Zielsprachenlandes in den Klassenraum getragen (vgl. Zaade, 2003, S.14), was einen Beitrag zur interkulturellen Begegnung (cultural awareness) leistet.
• „Beim Einstieg in das Fremdsprachenlernen ist es zunächst wichtig, sich in die fremde Lautwelt einzuhören und das Ohr an die andere Sprache zu gewöhnen. Am besten funktioniert das Einhören nicht über isolierte Laute oder Wörter, sondern in einfachen, zusammenhängenden Texten. (…) Kinder verstehen aus dem Kontext heraus leichter als aus isolierten Sätzen (…)“ (Klippel, 2003, S. 6). Das Hörverstehen ist die wichtigste Fähigkeit beim Erlernen einer Fremdsprache. Stephen D. KRASHEN, ein Vertreter der „Natural Approach Theory“ erläutert, dass das fließende Sprechen in einer Zweitsprache nicht direkt und eigenständig erlernt werden kann. Die Kompetenz, mühelos in einer Fremdsprache zu reden, entsteht erst, nachdem ein Lerner eine entsprechende Kompetenz durch das Hören erworben hat. KRASHEN kommt weiter zu dem Ergebnis, dass Lernen, das vorwiegend auf Hörverstehen basiert (wie es beim Lernen durch Storytelling der Fall ist), bedeutend schneller als konventionelles Lernen vor sich geht.
Geschichten bieten eine gute Möglichkeit das Hörverstehen der Schüler zu trainieren. Beim Storytelling können Kinder lernen, sich in einen Ganztext einzuhören, sich auf eine längere Passage zu konzentrieren und sie aufzunehmen. Dabei wird auch die Fähigkeit, Wörter aus dem Gesamtzusammenhang zu entschlüsseln, gefördert (vgl. Kreis, 2001, S. 27). Schüler lernen beim Storytelling ebenso, die Fremdsprache in einem Sinnzusammenhang zu erfassen, selbst wenn sie noch nicht jede Einzelheit verstehen können (vgl. Klippel, 2000, S. 159).
• Der Einsatz von Geschichten im Englischunterricht der Grundschule fördert die Aufmerksamkeit und Konzentration der Schüler, denn sie wollen sich mit dem Geschehen identifizieren können sowie den Handlungsablauf verfolgen bzw. verstehen und zwar selbst dann, wenn sie Einzelheiten nicht sofort erfassen. Sehr bald merken die Lernenden dann, dass genaues Zuhören auch verstehen lernen heißt.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Storytelling und Theaterspielens im Englischunterricht und formuliert die Leitfragen zur Förderung der Sprechbereitschaft.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipien des Englischunterrichts in der Grundschule sowie die methodischen Ansätze des Storytelling und Theaterspielens.
3. Planungsgrundlagen und Planungsentscheidungen: Hier werden die spezifische Lerngruppe, der Inhalt des gewählten Kinderbuches und die methodischen Entscheidungen für die Unterrichtseinheit dargelegt.
4. Darstellung der Unterrichtseinheit: Dieser Abschnitt umfasst den Kurzverlauf der Unterrichtsreihe sowie die detaillierte Auswertung ausgewählter Unterrichtsstunden, Sequenzen und der finalen Theateraufführung.
5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung reflektiert den gesamten Planungsprozess, beantwortet die Forschungsfragen und bewertet den Erfolg der Unterrichtseinheit hinsichtlich der gesetzten Ziele.
Englischunterricht, Grundschule, Storytelling, Theaterspielen, Sprechbereitschaft, Handlungsorientierung, Hörverstehen, Methodenvielfalt, Kindertheater, Szenisches Spiel, Sprachkompetenz, Fremdsprachenlernen, Lerngruppe, Unterrichtseinheit, Motivation.
Die Arbeit befasst sich mit einem Unterrichtsvorhaben in einer 3. Grundschulklasse, bei dem ein englisches Kinderbuch zunächst durch Storytelling erschlossen und anschließend in ein Theaterstück umgesetzt wird.
Im Zentrum stehen die didaktischen Prinzipien des frühen Fremdsprachenlernens, die methodische Gestaltung von Storytelling-Stunden sowie die Entwicklung und Aufführung eines Theaterstücks.
Das Hauptziel ist es zu untersuchen, wie grundschulspezifische Prinzipien lernförderlich eingesetzt werden können, um die Sprechbereitschaft und Sprachkompetenz der Schüler zu erhöhen.
Es handelt sich um ein handlungsorientiertes Unterrichtsvorhaben, das theoriegeleitet geplant, in der Praxis durchgeführt und anhand von Reflexionen und Auswertungen kritisch analysiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Planungsgrundlagen (Lerngruppe, Buchauswahl) sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung einzelner Unterrichtssequenzen und der Theateraufführung.
Wichtige Begriffe sind Storytelling, Theaterspielen, Handlungsorientierung, Sprechbereitschaft, Methodenvielfalt und das Prinzip der funktionalen Fehlertoleranz.
Requisiten, Masken und Kostüme dienen als Identifikationsmittel für die Schüler und sollen die Sprechfreude sowie das Verständnis des Gelesenen durch handlungsorientiertes Spiel fördern.
Die Lehrkraft setzte auf positive Verstärkung, kleinschrittiges Vorgehen und die Integration in die Gruppe, um Hemmungen abzubauen und die Sprechbereitschaft schrittweise zu steigern.
Die Schüler zeigten durch den Prozess der Proben mehr Sicherheit im Auftreten und eine lebendige Rollengestaltung, was die Wirksamkeit der gewählten Methode bestätigt.
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