Wissenschaftlicher Aufsatz, 2009
13 Seiten
Fallbeispiel (Einstieg)
Einleitung
Vorschau
Was bedeutet Inklusion?
Das Inklusionsparadigma
Wie sollten inklusionsfördernde Hilfeangebote für Menschen mit Behinderung beschaffen sein?
Wie sollte eine Beratungsstelle aussehen, die Inklusion praktisch unterstützen kann
Die Beratungsstelle „WIHI“ der Universität Oldenburg
Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Entwicklung hin zum Inklusionsparadigma und analysiert, wie in der Praxis ein niedrigschwelliges, beratendes Unterstützungsangebot dazu beitragen kann, Inklusion für Menschen mit Behinderung realisierbar zu machen.
Was bedeutet Inklusion?
Ein Erziehungs-, Bildungs- und Leistungsangebot für Menschen mit Behinderung ist keine Selbstverständlichkeit, wie die historische Betrachtung zeigt. Mit SANDER (2003) können historisch die folgenden Phasen unterschieden werden: Umgang mit Menschen mit Behinderung (nach SANDER 2003) 1. Exklusion: Behinderte Kinder sind von jeglichem Schulbesuch ausgeschlossen 2. Separation oder Segregation: Behinderte Kinder besuchen eigene abgetrennte Bildungseinrichtungen (Sonderschulen) 3. Integration: Behinderte Kinder können mit sonderpädagogischer Unterstützung Regelschulen besuchen 4. Inklusion: Alle behinderten Kinder besuchen wie alle anderen Kinder Regelschulen, die die Heterogenität ihrer Schüler und Schülerinnen schätzen und im Unterricht fruchtbar machen 5. „Vielfalt als ‚Normalfall‘“ (Wilhelm/Bintinger): Inklusion ist überall 6. Selbstverständlichkeit geworden, der Begriff kann daher in einer ferneren Zukunft vergessen werden (vgl. SANDER 2003, 317) Wo befindet sich nun Deutschland auf diesem Entwicklungskontinuum? Angesichts des Umstandes, dass nur 14 % der Schüler eine integrative Regelklasse besuchen, ist in der Praxis sicherlich von einem Schwerpunkt der Separation mit gleichzeitig geringanteiliger Integration zu sprechen.
Fallbeispiel (Einstieg): Ein Praxisbeispiel eines Juristen mit Spastik illustriert die alltäglichen Herausforderungen und die Relevanz von Inklusion.
Einleitung: Die Autorin reflektiert ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit heilpädagogischen Themen und identifiziert Inklusion als die entscheidende Entwicklungslinie der Gegenwart.
Vorschau: Es wird der Aufbau des Beitrags skizziert, der das Inklusionsverständnis, die Anforderungen an Hilfen und die praktische Beratungsunterstützung thematisiert.
Was bedeutet Inklusion?: Basierend auf historischen Phasen nach Sander wird der Begriff Inklusion definiert und von der Integration abgegrenzt.
Das Inklusionsparadigma: Dieser Abschnitt erläutert Inklusion als neuen wissenschaftlichen Komplex von Annahmen, der bisherige Modelle in der Heilpädagogik ablöst.
Wie sollten inklusionsfördernde Hilfeangebote für Menschen mit Behinderung beschaffen sein?: Es wird argumentiert, dass das starre System stationärer Hilfen durch flexible, offene Angebote in der Lebenswelt der Betroffenen ersetzt werden muss.
Wie sollte eine Beratungsstelle aussehen, die Inklusion praktisch unterstützen kann: Unter Rückgriff auf die Studie von Engelbert werden mangelnde Informationen als zentrale Zugangshürde identifiziert und strukturelle Anforderungen an Beratungsangebote definiert.
Die Beratungsstelle „WIHI“ der Universität Oldenburg: Die Einrichtung wird als konkrete Lösung zur Schließung der identifizierten Informationslücke im Hilfesystem vorgestellt.
Ausblick: Die Notwendigkeit der Vernetzung und Begleitung durch Forschung wird betont, mit der Empfehlung, das Modell der Beratungsstelle breiter zu etablieren.
Inklusion, Inklusionsparadigma, Heilpädagogik, Integrationspädagogik, Offene Hilfen, Beratungsstelle, WIHI, Menschen mit Behinderung, Zugangshürden, Familienberatung, Rehabilitation, Lebenswelt, soziale Integration, Teilhabe, Wissenschaftliche Fundierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Umsetzung des Inklusionsparadigmas in der Heilpädagogik und der Notwendigkeit, Hilfsangebote für Menschen mit Behinderung zugänglicher zu gestalten.
Im Fokus stehen der historische Wandel von Exklusion zu Inklusion, die Analyse bestehender Barrieren im Hilfesystem sowie die Bedeutung von Beratungsangeboten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch niedrigschwellige Informations- und Beratungsstellen, wie das „WIHI“, der Zugang zu Unterstützungsangeboten für Betroffene erleichtert werden kann.
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung, die durch die Analyse bestehender Studien und die Vorstellung eines praktischen Konzeptbeispiels untermauert wird.
Der Hauptteil analysiert die begriffliche Unterscheidung zwischen Integration und Inklusion, die Anforderungen an offene Hilfen und die konkrete Ausgestaltung der Clearingstelle WIHI.
Kernbegriffe sind Inklusionsparadigma, Offene Hilfen, Beratungsbedarf, soziale Teilhabe und Heilpädagogik.
Die Universität fungiert als Träger der Beratungsstelle „WIHI“ und verknüpft die Beratungspraxis direkt mit aktueller Forschung und Lehre im Bereich der Sonderpädagogik.
Offene Hilfen ermöglichen eine flexiblere, lebensweltorientierte Unterstützung, die besser auf die individuelle Vielfalt an Lebensstilen und Bedarfen reagieren kann als stationäre Einrichtungen.
Die mangelnde Information über verfügbare Hilfen stellt für Eltern von Kindern mit Behinderung eine der größten Zugangsschwellen dar.
Das „WIHI“ zeichnet sich durch seine institutionenunabhängige Struktur, seine wissenschaftliche Anbindung an die Universität und seine konsequente Ausrichtung auf Niedrigschwelligkeit aus.
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