Bachelorarbeit, 2014
72 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Begriffsklärungen
2.1 Führungskraft
2.2 Personalauswahl
2.3 Assessment Center
2.4 Personalentwicklung
3. Das Assessment Center
3.1 Historische Entwicklung
3.2 Zielsetzung und Prinzipien
3.3 Kernkompetenzen
3.4 Anwendungsbereiche
3.4.1 Personalauswahl
3.4.2 Personalentwicklung
3.5 Sonderformen des Assessment Centers
3.6 Die Akteure im Assessment Center
3.6.1 Teilnehmer / Bewerber
3.6.2 Moderator
3.6.3 Beobachter
3.6.4 Rollenspieler
3.7 Qualitätskriterien
3.8 Rechtliche Grundlagen
4. Die Organisation und Durchführung eines Assessment Centers
4.1 Die Vorbereitung
4.1.1 Anforderungsanalyse und Auswahl der Übungen
4.1.2 Übungen im Assessment Center
4.2 Die Durchführung
4.2.1 Beobachtung und Beurteilung
4.2.2 Schulung der Beobachter
4.3 Das Feedback
5. Die Sonderform – Einzel-Assessment Center
6. Gütekriterien zur Bewertung des Nutzens des Assessment Centers
6.1 Objektivität
6.2 Reliabilität
6.3 Validität
7. Bedeutung für die Führungskräfteauswahl des Pflegedienstes im Krankenhaus
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Assessment Center (AC) als Instrument der Personalauswahl und -entwicklung. Das primäre Ziel besteht darin, die Validität des Verfahrens bei der Besetzung von Führungspositionen im Pflegedienst kritisch zu evaluieren, um daraus eine fundierte Anwendungsempfehlung für Krankenhäuser abzuleiten.
3.1 Historische Entwicklung
Die Ursprünge des AC liegen in Deutschland. Während des ersten Weltkrieges wurden psychologische Testverfahren zu Auswahl von Kraftfahrern, Funkern und Piloten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden unter Leitung des Heerespsychologen Rieffert für die Reichswehr ausgewertet. Ab dem Jahre 1927 wurden diese Auswahlverfahren verpflichtend für die Auswahl von Offizieren vorgeschrieben. Während des zweiten Weltkrieges wurde in Deutschland nicht mehr auf objektive psychologische Kriterien bei der Besetzung von Offiziersposten zurückgegriffen, da ethnische Kriterien und politische Gesinnung entscheidend waren (vgl. Fisseni / Fennekels 1995, S.6).
In England hingegen wurde diese Methode der Auswahl von Offizieren ab dem Jahre 1942 praktiziert und verbreitete sich über den Commonwealth in den Mittleren Osten. In den Vereinigten Staaten von Amerika fand dieses Instrument ab 1942 im Rahmen der Auswahl von Geheimdienst-Agenten Anwendung und wurde im Jahre 1943 auch vom amerikanischen Militär übernommen (vgl. ebd.). Zudem erfolgte eine Weiterentwicklung unter dem Einfluss von bereits in diesen Ländern bestehenden Testmethoden. Parallel wurden Berufsanforderungen erarbeitet und in spezifische Testverfahren integriert. Anschließend erfolgte eine Beurteilung anhand quantifizierter Skalen (vgl. Sarges 1996, S.VIII).
Ab der Übertragung in den wirtschaftlichen Bereich wurde dieses Gruppenauswahlverfahren AC genannt. Ausschlaggebend war in den USA hierbei die Management Progress Study der Firma AT&T (American Telefone & Telegraph Company – Anm. d. Verf.) in den Jahren 1956-1966. Ziel der Studie war es Persönlichkeitsfaktoren zu bestimmen, welche für den Berufserfolg im Management mitverantwortlich sind. Die Durchführung erfolgte unter Anwendung hoher wissenschaftlicher Standards. Zum Einsatz kamen eine Vielzahl von Tests, Fragebögen, Einzel-, Gruppenübungen sowie Interviews. Besonderes Gütemerkmal der Studie war die Methode des Doppel-Blindversuches (vgl. Sarges 1996, S.IX).
1. Einleitung: Stellt die Problematik der Führungskräfteauswahl im Gesundheitswesen dar und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Validität und des Nutzens des AC.
2. Begriffsklärungen: Definiert die zentralen Fachbegriffe Führungskraft, Personalauswahl, Assessment Center und Personalentwicklung für den Kontext der Arbeit.
3. Das Assessment Center: Bietet einen Überblick über Historie, Prinzipien, Kompetenzbereiche und die verschiedenen Akteure im Verfahren.
4. Die Organisation und Durchführung eines Assessment Centers: Beschreibt detailliert die Vorbereitungsphase, die verschiedenen Übungsformen sowie Beobachtung, Beurteilung und Feedback.
5. Die Sonderform – Einzel-Assessment Center: Eruiert die Vorteile und Nachteile des Einzel-AC im Vergleich zum klassischen Gruppen-AC.
6. Gütekriterien zur Bewertung des Nutzens des Assessment Centers: Analysiert kritisch die Objektivität, Reliabilität und Validität des AC unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse.
7. Bedeutung für die Führungskräfteauswahl des Pflegedienstes im Krankenhaus: Diskutiert die spezifische Anwendung und den Nutzen des Verfahrens für den modernen Klinikkontext.
8. Fazit und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und spricht eine Empfehlung für den Einsatz des AC aus.
Assessment Center, Personalauswahl, Führungskräfte, Pflegedienst, Krankenhaus, Validität, Reliabilität, Personalentwicklung, Management-Diagnostik, Beobachter, Anforderungsanalyse, Einzel-Assessment, Gütekriterien, Führungskompetenz, Feedback
Die Arbeit analysiert das Assessment Center als ein eignungsdiagnostisches Instrument zur Auswahl von Führungskräften und prüft, ob es sich für den spezifischen Einsatz im Krankenhaus-Pflegedienst eignet.
Schwerpunkte bilden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Gütekriterien (Validität, Reliabilität, Objektivität), verschiedene Sonderformen wie das Einzel-Assessment sowie die konkreten Anforderungen an das Beobachterteam.
Die zentrale Frage lautet: Wie valide ist das Assessment Center als Personalauswahlinstrument bei der Besetzung von Führungspositionen im Pflegedienst und welchen Nutzen bringt dies für ein Krankenhaus?
Die Arbeit basiert durchgängig auf einer intensiven Literaturanalyse, die manuelle Recherchen sowie computergestützte Suchen in der wissenschaftlichen Fachliteratur umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des AC, die detaillierte Beschreibung des Organisations- und Durchführungsprozesses sowie eine kritische wissenschaftliche Bewertung der Gütekriterien anhand aktueller Studien.
Sie verknüpft allgemeines psychologisches Fachwissen mit einer sehr spezifischen branchenbezogenen Anwendungsempfehlung für das Gesundheitswesen.
Um Objektivität zu gewährleisten, darf die Dokumentation von Verhalten nicht direkt von einer Bewertung durch den Beobachter beeinflusst sein; die Beurteilung folgt erst im späteren Prozessschritt.
Das Einzel-AC bietet durch die Durchführung mit nur einer Person mehr Anonymität und Flexibilität, erlaubt jedoch keine Beobachtung interaktiver Gruppenprozesse.
Die Arbeit empfiehlt, das AC aufgrund seiner Prognosekraft und des Beitrags zur Personalentwicklung hochpriorisiert als Instrument für die Besetzung von Führungspositionen im Pflegedienst zu etablieren.
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