Magisterarbeit, 2002
85 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Darstellung der höfischen Welt in Hartmanns von Aues Gregorius. Sie analysiert die verschiedenen Aspekte der höfischen Gesellschaft im Werk, wie familiäre Strukturen, Inzest und die Rolle der Ritterschaft.
Das erste Kapitel beleuchtet die Relevanz des Gregorius in der heutigen Forschung und die Frage der Gattungszuordnung. Das zweite Kapitel beleuchtet den adligen Haushalt und die Verwandtschaft im Werk und setzt den Inzest in den Kontext der mittelalterlichen Gesellschaft. Das dritte Kapitel analysiert die Rolle des Klosters als Familie und befasst sich mit der literarischen Darstellung der mittelalterlichen Familie.
Das vierte Kapitel beleuchtet die inhaltlichen und strukturellen Elemente des höfischen Romans im Gregorius. Das fünfte Kapitel analysiert die Raumstruktur des Werkes und die verschiedenen Höfe, die im Gregorius vorkommen. Das sechste Kapitel befasst sich mit der Darstellung der Verwandtschaft und des Inzests im Gregorius.
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Themen des Mittelalters, insbesondere der Darstellung der höfischen Welt und des Inzests in der Literatur. Dabei spielen Aspekte der Familienstruktur, der Ritterschaft und des Klosterlebens eine wichtige Rolle. Die Arbeit bezieht sich dabei auf den Gregorius Hartmanns von Aue und setzt ihn in einen Kontext mit anderen literarischen Werken und wissenschaftlichen Disziplinen.
Das Werk behandelt die Themen Inzest, Schuld und die außergewöhnliche Buße des Protagonisten, der schließlich vom Sünder zum Papst aufsteigt.
Es verbindet religiöse Legendenstoffe mit den Idealen und Lebensformen der höfischen Rittergesellschaft des Mittelalters.
Der zweifache Inzest (Geschwister- und Mutter-Sohn-Inzest) dient als maximale Verfehlung, die die Notwendigkeit göttlicher Gnade und extremer Buße verdeutlicht.
Die höfische Welt ist Ort der Versuchung und des sozialen Aufstiegs, während das Kloster als Ort der Erziehung und des geistlichen Rückzugs fungiert.
Es beschreibt die Struktur, in der ein Held erst Ehre gewinnt, diese durch eine Verfehlung verliert und sie durch eine zweite, geläuterte Phase wiedererlangt.
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