Examensarbeit, 2007
61 Seiten
I. EINLEITUNG
I.1 EINFÜHRUNG
I.2 GLIEDERUNG
I.3 FORSCHUNGSSTAND UND LITERATUR
II. BILDUNGSTHEORETISCHE GRUNDLAGEN FÜR DIE ÖKONOMISCHE BILDUNG
II.1 BILDUNG UND ALLGEMEINBILDUNG
II.1.1 Die Entwicklung des neuhumanistischen Bildungsbegriffs
II.1.2 Das Verständnis gegenwärtiger Allgemeinbildung
II.2 ALLGEMEINBILDUNG UND ÖKONOMISCHE BILDUNG
II.2.1 Ökonomische Bildung als integraler Bestandteil von Allgemeinbildung
II.2.2 Aufgaben ökonomischer Bildung
II.2.2.1 Wissen zur Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Lebenssituationen
II.2.2.2 Wissen zur verantworteten Teilhabe an der Gesellschaft
II.2.2.3 Wissen zur Wertebildung
II.3 KOMPETENZERWERB
II.3.1 Der Kompetenzbegriff
II.3.2 Der Prozess des Kompetenzerwerbs
II.4 ZWISCHENFAZIT: ÖKONOMISCHE HANDLUNGSKOMPETENZ
III. PRAXISKONTAKTE ALS HANDLUNGSORIENTIERTES LEHR-LERN-KONZEPT FÜR DIE ÖKONOMISCHE BILDUNG
III.1 PRAXISKONTAKTE – BEGRIFF UND GEGENSTAND
III.2 PRAXISKONTAKTE – EIN HANDLUNGSORIENTIERTES LEHR-LERN-KONZEPT
III.2.1 Lerntheoretische Dimension von Praxiskontakten
III.2.2 Bildungstheoretische Dimension von Praxiskontakten
III.2.2.1 Handlungsorientierung
III.2.2.2 Öffnung von Schule
III.2.2.3 Fächerübergreifendes und fächerverbindendes Lernen
III.2.2.4 Fächerübergreifende Kompetenzen
III.3 PRAXISKONTAKTE AUS FACHDIDAKTISCHER PERSPEKTIVE DER ÖKONOMISCHEN BILDUNG
III.3.1 Fachdidaktische Potenziale von Praxiskontakten für die ökonomische Bildung
III.3.1.1 Praxiskontakte und Fachkompetenz
III.3.1.1.1 Befähigung zur Bewältigung ökonomisch geprägter Lebenssituationen
III.3.1.1.1.1 Konsument
III.3.1.1.1.2 Abhängige oder selbstständige Erwerbstätigkeit
III.3.1.1.1.3 Wirtschaftsbürger
III.3.1.1.2 Befähigung zur gesellschaftlichen Teilhabe
III.3.1.1.3 Beitrag zur Wertebildung
III.3.1.2 Praxiskontakte und Methodenkompetenz
III.3.1.3 Praxiskontakte und Urteils-, Entscheidungs- und Handlungskompetenz
III.3.2 Fachdidaktische Grenzen von Praxiskontakten für die ökonomische Bildung
III.3.2.1 Mikro-Makro-Probleme
III.3.2.1.1 Verallgemeinerungen im Spannungsfeld von personalen und situativen Merkmalen
III.3.2.1.2 Das „pars pro toto“-Problem/Problem von Qualität und Quantität
III.3.2.1.3 Soziale Dilemmasituationen
III.3.2.1.4 Einzelfall und Ordnungsproblematik
III.3.2.2 Curriculare Einbettung
III.3.2.3 Das Lernprozessstrukturierungsmodell
IV. SCHLUSSBETRACHTUNG
IV.1 ZUSAMMENFASSUNG
IV.2 AUSBLICK
Ziel der Arbeit ist es, die Potenziale und Grenzen von Praxiskontakten für eine der Allgemeinbildung verpflichtete ökonomische Bildung zu untersuchen und zu bewerten, um einen Beitrag zur Entwicklung ökonomischer Handlungskompetenz bei Schülern zu leisten.
I.1 EINFÜHRUNG
Jedes einzelne Mitglied moderner Gesellschaften wird täglich mit ökonomisch geprägten Situationen konfrontiert und es kann ohne Zweifel behauptet werden, dass Ökonomie eine Konstante des menschlichen Lebens ist. Aus diesem Grund steht auch nicht mehr zur Diskussion, dass junge Menschen in einer sich zunehmend ökonomisierenden, internationalisierenden und flexibilisierenden Gesellschaft auf die Wirtschaftswelt mit ihren Chancen und Risiken für ihre Rollen als Konsument, Arbeitnehmer und Wirtschaftsbürger vorzubereiten sind. Doch trotz des hohen Grades an Allgemeinbedeutsamkeit ökonomischer Bildung, war die Ansicht, dass sie im allgemein bildenden Schulwesen keinen Platz beanspruchen könne, lange Zeit weit verbreitet.
In den letzten Jahren hat sich allerdings bei den Fachleuten für Bildung und Ausbildung der Konsens durchgesetzt, dass die Vermittlung ökonomischer Grundsachverhalte unabdingbar ist. Obwohl alle Bundesländer ökonomische Bildung auf verschiedene Weise in ihre Lehrpläne für das allgemein bildende Schulwesen integriert haben, wird die Lage dennoch häufig als unbefriedigend empfunden. Kontrovers ist nicht das „ob“, sondern das „wie“ und das „wie viel“. Zentraler Kritikpunkt ist die Frage der Aufteilung der ökonomischen Bildung auf die Schulfächer. Dabei stellt sich folgende Frage: Wird ein eigenständiges Fach Wirtschaft benötigt, ist es ausreichend, ökonomische Inhalte in Integrationsfächern wie z.B. Sozialwissenschaften zu verankern oder sollte ökonomische Bildung gar eher als Unterrichtsprinzip denn als Unterrichtsfach gelehrt und auf traditionelle Fächer wie Geographie und Geschichte verteilt werden? Diese Debatte soll und kann hier nicht aufgegriffen werden. Es sei allerdings angemerkt, dass allein das Ansprechen eines wirtschaftlichen Themas noch keine ökonomische Bildung ausmacht. Konstitutiv ist die Erschließung wirtschaftlicher Zusammenhänge durch die Schüler.
I. EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz ökonomischer Bildung und Vorstellung der Forschungsfrage sowie der Gliederung der Arbeit.
II. BILDUNGSTHEORETISCHE GRUNDLAGEN FÜR DIE ÖKONOMISCHE BILDUNG: Erarbeitung eines modernen Allgemeinbildungsbegriffs und Begründung der ökonomischen Bildung als dessen integraler Bestandteil sowie Definition der Kompetenzziele.
III. PRAXISKONTAKTE ALS HANDLUNGSORIENTIERTES LEHR-LERN-KONZEPT FÜR DIE ÖKONOMISCHE BILDUNG: Vorstellung von Praxiskontakten als Lehr-Lern-Konzept, Analyse der Potenziale zur Förderung verschiedener Kompetenzbereiche sowie Diskussion der fachdidaktischen Grenzen und Lösungsmodelle.
IV. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Grenzen von Praxiskontakten sowie ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen der ökonomischen Bildung.
Ökonomische Bildung, Allgemeinbildung, Praxiskontakte, Handlungskompetenz, Kompetenzerwerb, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Handlungsorientierung, PRAWIS, Lernprozessstrukturierungsmodell, Konstruktivismus, Soziale Dilemmasituationen, Wirtschaftsbürger, Konsument, Lehrerfortbildung.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Praxiskontakten als handlungsorientiertes Lehr-Lern-Konzept im Rahmen einer ökonomischen Bildung, die dem Ziel der Allgemeinbildung verpflichtet ist.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Begründung ökonomischer Bildung, dem Aufbau ökonomischer Handlungskompetenz bei Schülern und der praktischen Implementierung von Praxiskontakten im Schulunterricht.
Das Ziel ist es, Potenziale und Grenzen von Praxiskontakten zu untersuchen und zu bewerten, um den Beitrag dieses Konzepts zum fachlich gestützten Aufbau ökonomischer Handlungskompetenz nachzuweisen.
Die Arbeit basiert auf einer bildungstheoretischen und fachdidaktischen Analyse, gestützt auf einschlägige Literatur und Erkenntnisse aus dem Projekt "PRAWIS".
Der Hauptteil analysiert die Notwendigkeit ökonomischer Bildung in der Schule, entwickelt das Konzept der Praxiskontakte, beleuchtet deren fachdidaktische Potenziale und diskutiert Herausforderungen wie Mikro-Makro-Probleme bei der Anwendung.
Die zentralen Begriffe sind Ökonomische Bildung, Allgemeinbildung, Praxiskontakte, Handlungskompetenz, Kompetenzerwerb und Handlungsorientierung.
Während klassische Betriebspraktika oft auf Berufswahlorientierung zielen, steht hier die Handlungs- und Erkenntniswirksamkeit für die Allgemeinbildung durch eine systematische Einbettung in den Fachunterricht im Vordergrund.
Es dient dazu, unzulässige Verallgemeinerungen bei Praxiskontakten zu verhindern, indem es exemplarische Erfahrungen systematisch mit theoretischem Wissen konfrontiert und so zur Bildung tragfähiger, übertragbarer Erkenntnisse beiträgt.
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