Bachelorarbeit, 2023
133 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Hintergrundinformationen zum Thema Klimaschutz
2.1 Begriffliche Erklärung der Treibhausgase
2.2 Klimawandel
2.3 Entwicklung der Klimaschutz-Protokolle
2.4 Das Greenhouse Gas Protocol
2.5 Aspekte der ISO 14064
2.6 Scope 1, 2 und 3 Emissionen
3. CO2-Emissionen in der Druckindustrie
3.1 CO2-Fußabdruck
3.2 CO2-Fußabdruck von Druckprodukten
3.3 CO2-Bilanzierung
3.3.1 Definition und Bedeutung des Carbon-Accounting-Systems
3.3.2 Zertifikate, Siegel und Label
3.3.3 Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz
3.3.4 Klimaschutzprojekte
3.3.5 ClimatePartner Deutschland
3.3.6 CO2-Rechner
3.4 Emissionsfaktoren
3.4.1 Verfügbarkeit von Daten
3.4.2 Berechnung des Emissionsfaktors
4. Methoden in der Weiterverarbeitung
4.1 Kunstkataloge
4.2 Ausgewähltes Druckverfahren für Kunstkataloge
4.2.1 Weiterverarbeitung
4.2.2 CO2-Ausstoß in der Weiterverarbeitung
4.2.3 Umweltfreundliche Druckprozesse in der Weiterverarbeitung
4.3 Ausgewählte Kunstkataloge - Rahmenbedingungen
4.3.1 Wertschöpfungskette von Kunstkatalogen in der Weiterverarbeitung
4.3.2 Produktionsprozess in der Fadenheftung
5. Methodisches Vorgehen für Expert*innen-Interviews
5.1. Fragebogen
5.1.1 Konzeption des eigenen Fragebogens
5.1.2 Definition und Auswahl von Expert*innen
5.1.3 Anschreiben
5.2 Expert*innen Interview
5.2.1 Durchführung von Expert*innen-Interviews
5.2.2 Auswertungsmethode
5.3 Darstellung der Ergebnisse
6. Leitfaden: Berechnung der CO2-Emissionen in der Weiterverarbeitung
6.1 Ausarbeitung des Leitfadens für Expert*innen
7. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Entwicklung eines Carbon-Accounting-Systems für den Bereich der Druckweiterverarbeitung, um präzise CO2-Emissionswerte zu ermitteln. Basierend auf einer qualitativen Analyse und Experteninterviews mit Unternehmen aus der Rollenoffset-Druckbranche wird ein Leitfaden erstellt, der insbesondere die Scope 1 und Scope 2 Emissionen bei der Produktion von Kunstkatalogen adressiert.
3.1 CO2-Fußabdruck
Um Treibhausgase erfassen zu können, gibt es den CO2-Fußabdruck (engl. Carbon Footprint). Dieser kann für Länder, Regionen, Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen und auch für private Haushalte zur Erstellung einer Treibhausgas- bilanz verwendet werden. Auch in der Druckindustrie werden Treibhausgasbilanzen erstellt, um die Treibhausgase in den Unternehmen zu erfassen, jedoch gibt es bisher keine Statistiken darüber, wie hoch die Gesamtemissionen der Druckindustrie in Deutschland und Europa sind. Der Carbon Footprint wird immer in CO2-Äquivalenten (CO2e) angegeben. Hierbei entspricht das CO2-Äquivalent einer emittierten Tonne Kohlenstoffdioxid. Bei der Erfassung des Carbon Footprints wird neben Kohlenstoffdioxid (CO2) auch auf andere Treibhausgase wie Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), florierte und perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKWs, PFKWs) sowie auf Schwefelhexafluorid (SF6) geachtet. Somit ist die Einheit CO2e als einheitlich genutzte Maßeinheit zur Benennung von CO2-Emissionen gut geeignet. Der Weltklimarat, Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat auf eine Zeitspanne von 100 Jahren feste Werte für Treibhausgase und Ihre CO2-Äquivalente herausgebracht.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Druckindustrie und definiert das Ziel, ein Carbon-Accounting-System spezifisch für die Weiterverarbeitung zu entwickeln.
2. Hintergrundinformationen zum Thema Klimaschutz: Dieses Kapitel liefert theoretische Grundlagen zum Klimawandel sowie zu Protokollen wie dem Greenhouse Gas Protocol und der Norm ISO 14064, welche für die Berechnung von Treibhausgasemissionen essenziell sind.
3. CO2-Emissionen in der Druckindustrie: Hier werden Instrumente wie der Carbon Footprint, PCF-Standards und die Bedeutung von Zertifikaten und CO2-Rechnern für Druckereien detailliert behandelt.
4. Methoden in der Weiterverarbeitung: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Bindetechniken für Kunstkataloge und deren spezifische Anforderungen sowie den ökologischen Fußabdruck innerhalb der Wertschöpfungskette.
5. Methodisches Vorgehen für Expert*innen-Interviews: Hier wird der Designprozess des Fragebogens sowie die qualitative Auswertungsmethode nach Mayring zur Einordnung der Expertenmeinungen beschrieben.
6. Leitfaden: Berechnung der CO2-Emissionen in der Weiterverarbeitung: In diesem Kapitel wird der praktische Leitfaden auf Basis einer Excel-Tabelle vorgestellt und erläutert, wie Unternehmen Scope 1 und Scope 2 Emissionen berechnen können.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die Herausforderungen bei der Datenermittlung in der Weiterverarbeitung und gibt Handlungsempfehlungen für die Zukunft.
Druckindustrie, Weiterverarbeitung, Carbon-Accounting, CO2-Emissionen, Greenhouse Gas Protocol, Scope 1, Scope 2, Klimaschutz, Fadenheftung, Nachhaltigkeit, Treibhausgasbilanz, Kunstkatalog, Emissionsfaktoren, Ökobilanzierung, Klimaneutralität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Carbon-Accounting-Systems für den speziellen Bereich der Druckweiterverarbeitung, um CO2-Emissionen systematisch erfassen und messen zu können.
Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen zur Treibhausgasbilanzierung, diverse Zertifizierungsmodelle der Druckbranche sowie eine detaillierte technische Analyse verschiedener Weiterverarbeitungsmethoden hinsichtlich ihres Energieverbrauchs.
Die Forschungsfrage zielt auf die Entwicklung eines Leitfadens ab, der Druckereien dabei unterstützt, die CO2-Emissionen ihrer Weiterverarbeitungsabläufe unter Berücksichtigung von Scope 1 und Scope 2 Emissionen präzise zu kalkulieren.
Die Autorin nutzt qualitative Studien in Form von Experteninterviews mit Branchenvertretern, die nach der Methode von Mayring ausgewertet wurden, ergänzt durch eine intensive Literaturrecherche.
Neben den theoretischen Rahmenbedingungen zu Treibhausgasen stehen die technische Prozessbeschreibung der Weiterverarbeitung von Kunstkatalogen und die praktische Anwendung der entwickelten Berechnungstabellen im Fokus.
Carbon-Accounting, CO2-Emissionen, Druckweiterverarbeitung, Greenhouse Gas Protocol, Fadenheftung, Klimaschutz und Treibhausgasbilanz sind maßgebliche Begriffe.
Die Fadenheftung dient als beispielhafte Weiterverarbeitungsmethode für hochwertige Kunstkataloge, anhand derer die Erstellung einer detaillierten CO2-Bilanz exemplarisch durchgespielt wird.
Ja, da dieser Bereich der Druckproduktion oft nur wenig dokumentiert ist und Unternehmen häufig auf Schätzwerte zurückgreifen müssen, was die Genauigkeit der bisherigen Bilanzen einschränkt.
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