Bachelorarbeit, 2021
59 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Strukturelle und funktionale Aspekte der Sprache
2.1 Prosodische Ebene
2.2 Phonetisch-phonologische Ebene
2.3 Semantisch-lexikalische Ebene
2.4 Morphologisch-syntaktische Ebene
2.5 Pragmatisch-kommunikative Ebene
3 Kindliche Entwicklung: Sprache und Musik
3.1 Die Sprachentwicklung des Kindes
3.1.1 Die ersten sechs Monate
3.1.2 Siebter bis zwölfter Lebensmonat
3.1.3 Das zweite Lebensjahr
3.1.4 Das dritte Lebensjahr
3.2 Musikalisches Erleben und Verhalten
3.2.1 Geburt bis zum 18. Lebensmonat
3.2.2 Vom 18. Bis zum 36. Lebensmonat
4 Musik und Sprache - Unterschiede und Gemeinsamkeiten
4.1 Phänomene in Musik und Sprache
4.1.1 Melodie und Intonation
4.1.2 Rhythmus
4.1.3 Tempo
4.2 Parameter zur Gestaltung in Musik und Sprache
4.2.1 Betonung und Akzent
4.2.2 Pause
4.2.3 Lautstärke und Dynamik
5 Musikbezogene Sprachförderung
5.1 Gesang
5.2 Rhythmik
5.3 Musik hören
5.4 Reime
6 Lieder zur Sprachförderung anhand ausgewählter Beispiele
7 Handlungsempfehlungen
8 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Musik als unterstützendes Medium für die Sprachentwicklung von Kindern im Alter von null bis drei Jahren. Sie analysiert die strukturellen Gemeinsamkeiten von Musik und Sprache und erforscht, wie musikpädagogische Ansätze, wie Singen, Rhythmik und gezieltes Musikhören, die Ausbildung sprachlicher Kompetenzen in der frühen Kindheit fördern können.
Die ersten sechs Monate
Mit der Geburt äußert sich das Kind zum ersten Mal selbst und nimmt mittels eines Schreis Kontakt zur Umwelt auf (vgl. Rittersberger/Stopa 2012, S. 13). „Das Schreien ist ein angeborenes Signal, indem das Neugeborene überraschende stimmliche Kompetenzen hören lässt, die es aber in der ruhigen Vokalisation von Grund auf neu erwerben und einüben muss“ (Papousek 2008, S. 79). In den Wochen und Monaten nach der Geburt lernt der Säugling, seine Stimmgebung zu gestalten, in dem sich die Eltern und andere Bezugspersonen beispielsweise durch Lautimitationen aktiv an Lautspielen beteiligen. Szagun bezeichnet dies als „lautsprachliche Dialoge“. Das Baby vokalisiert abwechselnd mit dem Erwachsenen. Dieses Verhalten ist bereits dem späteren sprachlichen Dialog ähnlich, indem zwei Gesprächspartner abwechselnd Inhalte austauschen (vgl. Szagun 2019, S. 26).
Kany und Schöler beschreiben die Entwicklung der vorsprachlichen Lautbildung folgendermaßen: „Im Alter zwischen sechs und acht Wochen ist die Sprachentwicklung gekennzeichnet von vokalähnlichen Lauten, dann kommen konsonantenähnliche Gurrlaute hinzu. Weitere Lautbildungen entstehen durch Experimente mit der eigenen Stimme: quietschen, brummen, flüstern.“ (Kany/Schöler 2007, S. 60). Ab dem fünften Monat beginnt das Kind, Silben immer wieder zu wiederholen. Diese Lautmuster werden oft als plappern, brabbeln, lallen bezeichnet - das Baby führt „Lallmonologe“ (vgl. Kany/Schöler 2007, S. 60).
Silbenketten (bababa, dada, gaga, jaja) werden gebildet, dieses Silbenplappern entsteht durch eine Aneinanderreihung von Vokalen und Konsonanten. In ihnen sind bereits erste melodische Muster der Muttersprache erkennbar (Ähnlichkeiten mit der Umgebungssprache in Rhythmus, Tonfall und Melodie) (vgl. Kany/Schöler 2007, S. 59).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der frühen Sprachentwicklung dar und hinterfragt das Potenzial von Musik als unterstützendes Instrument in diesem Prozess.
2 Strukturelle und funktionale Aspekte der Sprache: Das Kapitel erläutert die zentralen Sprachebenen wie Prosodie, Phonetik, Semantik, Morphologie, Syntax und Pragmatik.
3 Kindliche Entwicklung: Sprache und Musik: Hier wird der Überblick über die kindliche Sprachentwicklung sowie das musikalische Erleben in den ersten drei Lebensjahren gegeben.
4 Musik und Sprache - Unterschiede und Gemeinsamkeiten: Dieses Kapitel vergleicht Phänomene wie Melodie, Rhythmus und Tempo sowie gestalterische Parameter zwischen beiden Bereichen.
5 Musikbezogene Sprachförderung: Das Kapitel befasst sich mit den praktischen Anwendungsformen von Musik, wie Gesang, Rhythmik, Musikhören und Reimen, zur Förderung des Spracherwerbs.
6 Lieder zur Sprachförderung anhand ausgewählter Beispiele: Hier werden konkrete Lieder und Fingerspiele vorgestellt, die als beispielhafte Instrumente der Sprachförderung dienen.
7 Handlungsempfehlungen: Dieses Kapitel bietet pädagogischen Fachkräften und Eltern konkrete Anleitungen und Kriterien für die musikgestützte Sprachbegleitung.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die enge Verwandtschaft von Musik und Sprache zusammen und unterstreicht die Relevanz einer frühen musikalischen Einbindung.
Sprachentwicklung, Musik, Kindheitspädagogik, Spracherwerb, Sprachförderung, Prosodie, Phonologie, Rhythmik, Gesang, Singen, Lautbildung, Sprache und Musik, Früherziehung, Kleinkind, Kommunikation.
Die Arbeit untersucht, wie Musik gezielt genutzt werden kann, um die Sprachentwicklung bei Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren effektiv zu unterstützen.
Schwerpunkte sind die strukturellen Grundlagen der Sprache, die kindliche Entwicklung, die Gemeinsamkeiten zwischen Musik und Sprache sowie Methoden der musikbezogenen Sprachförderung.
Das Ziel ist es, den Nutzen musikalischer Angebote im Alltag von Kleinkindern wissenschaftlich zu beleuchten und Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Studienergebnisse zur Kindheitspädagogik basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Sprachebenen, eine Darstellung der kindlichen Entwicklungsstufen und eine praxisorientierte Analyse musikalischer Förderangebote anhand konkreter Liedbeispiele.
Sprachentwicklung, Musik, Spracherwerb, Prosodie, Rhythmik und Sprachförderung sind die prägenden Begriffe.
Da der Einstieg in den Spracherwerb über die Prosodie erfolgt, bilden Sprachmelodie, Intonation und Rhythmus die Grundlage, auf der Kinder erste kommunikative Zusammenhänge verstehen lernen.
Chunks sind sprachliche Einheiten aus mehreren Wörtern, die durch das Singen automatisiert werden, wodurch Kinder schneller und kreativer kommunizieren können, ohne den kognitiven Prozess zu überlasten.
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