Diplomarbeit, 2005
109 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Lösungsweg
2 Charakterisierung der technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen
2.1 Brennstoffzellentechnik
2.1.1 Historie
2.1.2 Gasaufbereitung
2.1.3 Polymermembran-Brennstoffzelle
2.1.4 Karbonatschmelze-Brennstoffzelle
2.1.5 Festoxid-Brennstoffzelle
2.1.6 Sonstige Brennstoffzellentypen
2.2 Kraft-Wärme-Kopplung
2.2.1 Allgemeines
2.2.2 Kleinste Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
2.2.3 Besonderheiten der Brennstoffzelle
2.3 Speichertechnologien
2.3.1 Wärmespeicher
2.3.2 Speicher für elektrische Energie
2.3.3 Chemische Speicher
2.4 Dezentrale Energieeinspeisung
2.4.1 Technik der Netzanbindung
2.4.2 Netzstruktur der Stromversorgung
2.4.3 Kommunikation dezentraler Erzeugungsanlagen
2.4.4 Vergütung
3 Methodik zur techno-ökonomischen Analyse dezentraler Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
3.1 Simulation
3.1.1 Abbildung von Energieflüssen
3.1.2 Erzeugung von Einzellastgängen
3.1.3 Zeitliche Variationen
3.2 Bewertung
3.2.1 Gaspreis
3.2.2 Strompreis
3.2.3 Jahresdauerlinie und Tageslastgang
3.2.4 Primärenergie
3.2.5 Externalitäten
3.3 Marktpreisziele für Brennstoffzellen-Heizsysteme
4 Modellaufbau und Datenbasis
4.1 Siedlungstopologie des versorgten Niederspannungsnetzsegments
4.1.1 Einfamilienhaussiedlung
4.1.2 Mehrfamilienhaussiedlung
4.1.3 Nahwärmesiedlung
4.2 Das Brennstoffzellen-Heizgerät
4.2.1 Brennstoffzelle
4.2.2 Zusatzbrenner
4.2.3 Wärmespeicher
4.2.4 Regelungstechnik
4.3 Verbrauchsprofile
4.3.1 Elektrisches Lastprofil
4.3.2 Warmwasser-Zapfprofil
4.3.3 Heizwärme-Lastprofil
4.4 Betriebsweisen des Heizkraftblocks
4.4.1 Wärmegeführte Betriebsweise
4.4.2 Stromgeführte Betriebsweise
4.4.3 Netzgeführte Betriebsweise
4.4.4 Kostengeführte Betriebsweise
4.5 Steuerungstechnische Vernetzung
4.5.1 Dezentrale Steuerung mit verknüpfendem Preissignal
4.5.2 Zentrale Steuerung am Siedlungstrafo
5 Simulationsergebnisse
5.1 Referenzfall ohne Kraft-Wärme-Kopplung
5.2 Tageslastgänge
5.3 Jahresdauerlinien
5.4 Primärenergetische Bewertung
5.5 Monetäre Bewertung
5.6 Jahresmatrix
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die techno-ökonomische Analyse von Hausenergiesystemen mit Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis der Brennstoffzellentechnologie. Dabei soll insbesondere untersucht werden, inwieweit ein Cluster solcher Anlagen als "virtuelles Kraftwerk" koordiniert agieren kann, um sowohl den Anlagenbetreibern als auch dem Stromnetz gesamtwirtschaftliche Vorteile zu bieten.
1.1 Problemstellung
Das Ziel dieser Arbeit ist es, Hausenergiesysteme mit Kraftwärmekopplungsfunktionalität am Beispiel der Brennstoffzelle zu untersuchen. Dabei steht vor allem die Möglichkeit der konzertierten Aktion vieler kleiner Einzelsysteme als virtuelles Kraftwerk im Zentrum der Betrachtung.
Als virtuelles Kraftwerk wird hierbei ein reelles Cluster von Mikro-KWK-Anlagen zur Hausenergieversorgung von Ein- und Mehrfamilienhäusern verstanden, die über einen gemeinsamen Strang im Niederspannungsnetz miteinander gekoppelt sind. Aufgrund des regionalen Zusammenschlusses werden die verteilten Anlagen nicht nur zusammen gesteuert, sondern können auch gemeinsam wirken. Es stellt sich die Frage, inwiefern sich bei einer erhöhten Dichte solcher Anlagen das Einspeiseverhalten koordinieren lässt, so dass auch gesamtwirtschaftliche Vorteile realisiert werden können. Von einer übergeordneten Steuerung durch eine virtuelle Kraftwerkswarte werden Synergieeffekte bezüglich der Generierung von Strom zu Spitzenlastzeiten erwartet. Weiterhin sind Dienstleistungen zur Netzstabilisierung (Spannungshaltung, Angebot von Regelenergie) denkbar.
Etablierte Energieversorger sehen im Konzept des virtuellen Kraftwerks noch keine ernst zu nehmende Alternative. Diese Untersuchung soll die Vorzüge eines virtuellen Kraftwerkes hervorheben, um so weitere Anreize für die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung zu schaffen und das in Abbildung 1.2 umrissene Potenzial bei der Hausenergieversorgung zu heben.
1 Einleitung: Motivation und Zielsetzung der Arbeit, Hinführung zur Problematik des virtuellen Kraftwerks.
2 Charakterisierung der technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen: Detaillierte Beschreibung der Brennstoffzellentechnik, der Kraft-Wärme-Kopplung sowie relevanter Speicher- und Einspeisetechnologien.
3 Methodik zur techno-ökonomischen Analyse dezentraler Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen: Darlegung der verwendeten Simulations- und Bewertungsansätze, inklusive mathematischer Grundlagen zur Kosten- und Lastmodellierung.
4 Modellaufbau und Datenbasis: Definition der Siedlungstopologien, der Anlagenspezifikationen sowie der verschiedenen Betriebsweisen und Regelungsstrategien.
5 Simulationsergebnisse: Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der durchgeführten Simulationen, einschließlich technischer und wirtschaftlicher Kennzahlen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Untersuchung und Handlungsempfehlungen zur weiteren Marktdurchdringung von Mikro-KWK-Anlagen.
Brennstoffzelle, Kraft-Wärme-Kopplung, Virtuelles Kraftwerk, Mikro-KWK, Niederspannungsnetz, Dezentrale Energieeinspeisung, Energiespeicher, Techno-ökonomische Analyse, Lastprofile, Wirkungsgrad, Netzstabilisierung, Regelenergie, Energiepolitik, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Strompreis.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Brennstoffzellen als dezentrale Hausenergiesysteme und deren Potenzial, durch einen Zusammenschluss zu einem "virtuellen Kraftwerk" Synergieeffekte für den Strommarkt und die Netzstabilität zu nutzen.
Zu den Kernbereichen gehören die Brennstoffzellentechnologie, die Kraft-Wärme-Kopplung, moderne Speichertechnologien sowie die ökonomische und energetische Modellierung von virtuellen Kraftwerksclustern im Niederspannungsnetz.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie durch die koordinierte Steuerung vieler kleinerer Mikro-KWK-Anlagen die Effizienz der Hausenergieversorgung gesteigert und gesamtwirtschaftliche Vorteile, etwa durch Spitzenlastminderung, realisiert werden können.
Es wird ein experimentelles Simulationsverfahren (basierend auf MATLAB/Simulink) angewandt, das auf der Modellierung und Verknüpfung von Lastprofilen mit technischen Kennlinien der Anlagen beruht.
Der Hauptteil gliedert sich in die technische Charakterisierung der Komponenten, die methodische Herleitung der Analyse, den konkreten Aufbau der Datenbasis für verschiedene Siedlungstypen sowie die detaillierte Auswertung der Simulationsergebnisse.
Zentrale Schlagworte sind Brennstoffzelle, Virtuelles Kraftwerk, Mikro-KWK, Kraft-Wärme-Kopplung, Netzstabilisierung und dezentrale Einspeisung.
Die Restwertmethode dient dazu, die Kosten der gemeinsam erzeugten Produkte (Strom und Wärme) aufzuteilen, wobei die Kritik darin besteht, dass die Kostenstruktur durch externe Referenzpreise beeinflusst werden kann, ohne die tatsächliche Anlagencharakteristik zu verändern.
Da etwa die Hälfte des Stromverbrauchs auf Niederspannungsebene stattfindet, bietet dieser Bereich das größte Potenzial für die Integration dezentraler Erzeuger, wobei hier ohmsche Leitungswiderstände eine zentrale Rolle bei der Spannungsregelung spielen.
Während die wärmegeführte Variante den Betrieb nach dem aktuellen Wärmebedarf ausrichtet, orientiert sich die netzgeführte Betriebsweise primär an Netzparametern (wie lokaler Spannung), um gezielt zur Spannungsstabilität oder Leistungsregelung im Netz beizutragen.
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