Bachelorarbeit, 2008
53 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
1.1 GEGENSTAND UND AUFBAU DER ARBEIT
1.2 ZUM FORSCHUNGSGEGENSTAND IN DER LITERATUR
2. MAKROEBENE
2.1 OBERSCHLESIEN
2.1.1 ABRISS DER GESCHICHTE BIS DER WENDE
2.1.2 DREI WOIWODSCHAFTEN-EIN SCHLESIEN
2.1.3 CHARAKTERISTIKA DER BEVÖLKERUNG IN DER REGION
2.2 DIE SITUATION DER DEUTSCHEN MINDERHEIT IN OBERSCHLESEIN IN DEM ZEITRAUM 1945-1989
2.2.1 DIE AUSGANGSLAGE NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG
2.2.2 DIE DEUTSCHEN UNTER POLNISCH-KOMMUNISTISCHER HERRSCHAFT
2.3 DIE DEUTSCHE MINDERHEIT IN OBERSCHLESIEN SEIT DER WENDE
2.3.2 OFFIZIELLE RECHTLICHE ANERKENNUNG DER DEUTSCHEN MINDERHEIT
2.3.3 INFRASTRUKTUR UND EINRICHTUNGEN DER DEUTSCHEN MINDERHEIT
2.3.4 SOZIOKULTURELLE LAGE DER DEUTSCHEN MINDERHEIT IN OBERSCHLESIEN
3. MIKROEBENE
3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
3.1.1 IDENTITÄT / STAATSANGEHÖRIGKEIT
3.1.2 KULTURELLE AUTONOMIE
3.2 PROZESS DES IDENTITÄTSWANDELS UND PROBLEME DER IDENTITÄTSFINDUNG SEIT 1990
3.2.1 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DES IDENTITÄTSPROBLEMS
3.2.2 SCHLESIER-DEUTSCHE, POLEN ODER AUTOCHTONEN?
3.2.3 SCHLESISCHE NATIONALITÄT ODER IDENTITÄT?
3.2.4 VON WIEDERENTDECKUNG DES DEUTSCHTUMS BIS ZUM NEUEN SCHLESIERBEWUSSTSEIN – ZUSAMMENSETZUNG
3.3 DIE DEUTSCHE MINDERHEIT IN OBERSCHLESIEN ZWISCHEN INTEGRATION, ASSIMILATION UND SEGREGATION
3.3.1 DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN MEHRHEIT UND MINDERHEIT
3.3.2 REGIONALIDENTITÄT IN DER SPRACHE
3.3.3 ANALYSE DES PROBLEMS
4. SCHLUSSFOLGERUNGEN
5. ENGLISH SUMMARY
Die vorliegende Arbeit untersucht die Identitätsproblematik der deutschen Minderheit in Oberschlesien unter Berücksichtigung des historischen Wandels sowie der aktuellen gesellschaftspolitischen Situation nach 1989. Dabei wird analysiert, wie sich der Identitätsprozess der Bewohner im Spannungsfeld zwischen polnischer und deutscher Zugehörigkeit gestaltet und welche Rolle eine eigenständige schlesische Identität einnimmt.
1.1 Gegenstand und Aufbau der Arbeit
Die Situation der deutschen Minderheit in Oberschlesien ist heute eine Frage politischer, linguistischer, soziologischer und gesellschaftlicher Natur. Die Oberschlesier als ein Grenzvolk der polnischen und deutschen Identität zwischen den Ursprüngen des slawischen und des germanischen Kulturkreises und der Sprache, haben eine besondere Kulturautonomie und Identität durch verschiedene Elemente der beiden Traditionen und Kulturerben gestaltet. Das Hin- und Hergerissen Sein der Schlesier zwischen polnischer und deutscher Identität und Kultur bildet ein wesentliches gesellschaftliches Problem und zusätzlich einen Gegenstand von Kontroversen.
Seit Jahrhunderten ist Schlesien fast immer historisch und politisch Verhandlungskraft unterschiedlicher Großmachtinteressen gewesen und stand unter abwechselnden Einflüssen. Daraus entsteht das Problem der Identitätsfindung unter den Bewohnern Schlesiens, das bis zur Gegenwart unentwirrbar scheint. Heute könnte man Oberschlesien als Symbol eines Streites um den kulturellen Ursprung von Volksvermögen bezeichnen. Es ist auch ein Streit um die nationale Identität von Wissenschaftlern, Schriftstellern und Dichtern, die teilweise für beide Nationen dienten, sowie um die staatliche Zugehörigkeit des Gebietes selbst.
Das akute Problem heute ist jedoch der Identitätswandel der Bewohner Schlesiens, die nach vielen Jahren des Annährungsprozesses und dem damit verbundenen Entfremdungsgefühl immer noch versuchen, einen neutralen Weg des Zusammenlebens in der besonderen ethnischen Zusammensetzung der Region zu finden. Daraus lassen sich somit viele Konflikte und Probleme auf der gesellschaftlichen und politischen Ebene ableiten, die seit der offiziellen Anerkennung der deutschen Minderheit in Polen vor 18 Jahren immer wieder Emotionen hervorrufen.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung bezüglich der oberschlesischen Identität und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2. MAKROEBENE: Untersuchung der historischen Gegebenheiten, der Situation der deutschen Minderheit von 1945 bis 1989 sowie der rechtlichen und organisatorischen Lage nach der Wende.
3. MIKROEBENE: Tiefgehende Analyse der Identitätsbegriffe, des Identitätswandels nach 1990 und der sozialen Verhältnisse der deutschen Minderheit in Bezug auf Sprache und Integration.
4. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Fazit der Untersuchung über die Identität als komplexen Prozess und die Rolle der kulturellen Autonomie als Ausweg aus der Identitätskrise.
5. ENGLISH SUMMARY: Englische Zusammenfassung der zentralen Untersuchungsergebnisse.
Oberschlesien, deutsche Minderheit, Identität, Identitätswandel, Kulturautonomie, Schlesier, Polen, Geschichte, Assimilation, Segregation, Sprachidentität, Doppelidentität, Minderheitenrechte, Region, Volkszählung.
Die Arbeit analysiert die Identitätsfindung der deutschen Minderheit in Oberschlesien sowie deren soziokulturelle Lage im Kontext der deutsch-polnischen Geschichte und politischer Veränderungen nach 1989.
Im Fokus stehen die historische Einordnung der Region, die rechtliche Anerkennung der Minderheit, das Spannungsfeld zwischen Integration und Assimilation sowie die Bedeutung der schlesischen Sprache und Regionalidentität.
Die Arbeit untersucht, wie die deutsche Minderheit ihre Identität nach Jahrzehnten der Unterdrückung neu definiert und warum sich viele Bewohner der Region heute vermehrt als "Schlesier" statt als Deutsche oder Polen identifizieren.
Die Autorin nutzt eine strukturierte Analyse, unterteilt in eine Makro- und eine Mikroebene, wobei sie auf statistische Daten, historische Werke und soziologische Studien zurückgreift.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der regionalen Geschichte und Minderheitenpolitik (Makroebene) sowie die mikrosoziologische Analyse von Identitätsbegriffen, Sprachidentität und dem aktuellen Identitätswandel.
Oberschlesien, deutsche Minderheit, Identität, Kulturautonomie, Assimilation und Regionalidentität sind die zentralen Begriffe der Publikation.
Die Autorin beleuchtet, wie die schlesische Nationalität von Teilen der jungen Generation als "neutrale" Alternative zur bestehenden polnisch-deutschen Identitäts-Dichotomie genutzt wird, obwohl sie offiziell nicht anerkannt ist.
Die kulturelle Autonomie wird als beste Lösung angesehen, um das Erbe beider Kulturen zu schützen, ohne die territoriale Integrität des polnischen Staates in Frage zu stellen.
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