Masterarbeit, 2008
180 Seiten, Note: 2,0
0 Zusammenfassung
1 Einleitung
1.1 Angebote für Prüfarztkurse in Deutschland
1.2 Angebote für Prüfarztkurse aus Österreich
1.3 Angebote für Prüfarztkurse aus der Schweiz
1.4 Angebote für Prüfarztkurse in England
1.5 Angebote in der EU (CLEAR, ECRIN)
1.6 Angebote in den USA
1.7 Frage nach dem herleitbaren Standard
2 State of the Art, Beschreibung der Ausgangssituation
2.1 Arzneimittelgesetz (AMG) und GCP-Verordnung
2.1.1 Arzneimittelgesetz
2.1.2 GCP - Verordnung
2.2 Anforderungen der Ethik-Kommissionen
2.3 Musterberufsordnung (MBO) für Ärzte §§ 4 und 15
2.4 Fortbildungspunkte / Continuing Medical Education (CME)
2.5 Deklaration von Helsinki
2.6 Weitere Referenzen
2.7 Förderprogramm Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
3 Methodenbeschreibung und Randbedingungen für die Arbeit
3.1 Methodenbeschreibung
3.1.1 Methodenbeschreibung allgemein
3.2 Randbedingungen für die Arbeit
3.3 Kritische Würdigung des Vorgehens
4 Durchführung
4.1 KKS-Netzwerk
4.2 Prüfarztkurse in Deutschland außerhalb des KKS-Netzwerks
4.3 Prüfarztkurse in Österreich
4.4 Schweiz
4.5 Europaübergreifende Angebote - EU CLEAR (Clinical Research Physician)
4.6 Europaübergreifende Angebote – ECRIN (European Clinical Research Infrastructure Network)
4.7 International Federation of Associations of Pharmaceutical Physicians (IFAPP) Akkreditierung
5 Prüfarztkurse in Deutschland
5.1 Das KKS-Netzwerk (Netzwerk der Koordinierungszentren für Klinische Studien)
5.1.1 Definition Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS)
5.1.2 Beschreibung Netzwerk für klinische Studien
5.1.3 Unterschied zwischen einem KKS und einem ZKS (Zentrum für Klinische Studien)
5.1.4 Prüfarztkurse vs. Studienleiterkurse
5.2 Pädiatrische Prüfarztkurse
5.3 Koordinationszentren für Klinische Studien in Deutschland
5.3.1 ZKS Köln
5.3.2 IZKS (Interdisziplinäres Zentrum Klinische Studien) Mainz
5.3.3 KKS Halle
5.3.4 KKS Leipzig
5.3.5 KKS Charité Berlin
5.3.6 ZKS Münster
5.3.7 KKS Dresden
5.3.8 KKS Heidelberg
5.3.9 ZKS Freiburg
5.3.10 Münchner Studienzentrum (MSZ) München
5.3.11 KKS Marburg
5.3.12 ZKS Essen
5.3.13 KKS Düsseldorf
5.4 Weitere Anbieter von Prüfarztkursen in Deutschland
5.4.1 CenTrial GmbH
5.4.2 Netzwerk der Kinder- u. Jugendärzte für klinische Studien in der Allergologie und Pneumologie (NETSTAP e.V.)
5.4.3 PAREXEL Akademie Berlin
5.4.4 Kompetenzzentrum für klinische Studien in Bremen
5.4.5 Deutsche Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin e.V. (DGPharMed)
5.4.6 Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH)
5.4.7 Wissenschaftliche Hochschule Lahr (WHL Lahr)
5.5 Zusammenfassung Deutschland
6 Prüfarztkurse in Österreich
6.1 Einführung Österreich – gesetzliche Grundlagen
6.2 Akademie für Ärzte – Klinischer Prüfarzt
6.3 Österreichische Arbeitsgemeinschaft (ARGE)
6.4 Vienna School of Clinical Research (VSCR)
6.5 Zusammenfassung Österreich
7 Fortbildungsangebot Schweiz
7.1 Universitätsspital Zürich - Ausbildung Klinische Forschung
7.2 Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung – SAKK
7.3 ECPM European Course in Pharmaceutical Medicine – Basel
7.3.1 EUCOR (Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten)
7.4 IFAPP (International Association of Pharmaceutical Medicine)
7.5 Zusammenfassung ECPM – IFAPP (CEPM) Akkreditierung
8 Fortbildungsangebot England
8.1 British Association of Pharmaceutical Physicians (BrAPP)
8.2 Cardiff University (Welsh School of Pharmacy)
8.3 University of Surrey
8.4 ACRP - Association of Clinical Research Professionals/England
8.5 Zusammenfassung England
9 Europa - länderübergreifend
9.1 Leonardo da Vinci Berufsbildungsprogramm
9.2 European Clinical Research Infrastructure Network - ECRIN
9.3 Zusammenfassung Europa - länderübergreifend
10 Fortbildung für Prüfärzte USA – ACRP/APPI
10.1 ACRP - Association of Clinical Research Professionals
10.2 APPI - Academy of Pharmaceutical Physicians and Investigators
10.2.1 Definition „Physician Investigator“
10.3 Prüfung zum Certified Physician Investigator (CPI)
10.4 Zusammenfassung Cerfified Physician Investigator (CPI)
11 Ergebnis
11.1 Abgleich der Prüfarztkurse des KKS-Netzwerks mit dem Curriculum des KKS-Netzwerks
11.1.1 Tabelle 11-1– Köln
11.1.2 Tabelle 11-2 - Mainz
11.1.3 Tabelle 11-3 - Halle/Leipzig
11.1.4 Tabelle 11-4 – Charité Berlin
11.1.5 Tabelle 11-5 – Münster
11.1.6 Tabelle 11-6 – Dresden
11.1.7 Tabelle 11-7 - Heidelberg
11.1.8 Tabelle 11-8 – Freiburg
11.1.9 Tabelle 11-9 – München
11.1.10 Marburg, Essen, Düsseldorf
11.1.11 Zusammenfassung Tabellen - KKS-Netzwerk
11.2 Vergleich der Kurse innerhalb des KKS-Netzwerk
11.3 Weitere Anbieter – Abgleich CenTrial GmbH
11.3.1 Tabelle 11-11 - CenTrial GmbH
11.4 Weitere Anbieter – Abgleich mit den Mindestanforderungen des medizinischen Arbeitskreises der Ethikkommissionen
11.4.1 Tabelle 11-12 – NETSTAP
11.4.2 Tabelle 11-13 – PAREXEL
11.4.3 Tabelle 11-14 – Bremen
11.4.4 Tabelle 11-15 – DGPharMed
11.4.5 RWTH Aachen und WHL Lahr
11.4.6 Zusammenfassung „weitere Anbieter“
11.5 Abgleich des Curriculums des KKS-Netzwerks mit den Mindestanforderungen des Arbeitskreises medizinischer Ethikkommissionen
11.6 Zusammenfassung Abgleich des Curriculums des KKS-Netzwerks mit den Mindestanforderungen des Arbeitskreises medizinischer Ethikkommissionen
12 Diskussion/Ausblick
12.1 Diskussion – Deutschland
12.1.1 Anerkennung durch Fortbildungspunkte
12.1.2 Inhaltlicher und herleitbarer Standard
12.2 Diskussion Studienleiterkurse
12.3 Diskussion Prüfarztkurse in Österreich
12.4 Diskussion EU-CLEAR
12.5 Diskussion CPI – USA
12.6 Diskussion Schweiz
12.7 Diskussion England
12.8 Diskussion - Zusammenfassung
12.9 Ausblick
13 Literaturverzeichnis
14 Abbildungsverzeichnis
15 Tabellenverzeichnis
16 Abkürzungsverzeichnis
Das primäre Ziel dieser Master-Thesis ist es, angesichts eines unübersichtlichen Marktes an Prüfarzt-Fortbildungen eine fundierte Übersicht über das bestehende Angebot auf nationaler und internationaler Ebene zu erstellen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, ob sich für diese Fortbildungen – insbesondere im deutschen Raum – ein einheitlicher, herleitbarer Standard definieren lässt.
1 Einleitung
Der hohe Standard in der Arzneimittelforschung und damit die Entwicklung neuer Substanzen und neuer Entwicklungsverfahren tragen dazu bei, dass die Bevölkerung mit jedem Tag, an dem ein neues wirkungsvolles Medikament zugelassen wird, dem Ziel eines aktiven gesunden Lebens näher kommen kann. Mit neuen Medikamenten können Krankheiten besiegt oder zumindest das Leiden erleichtert und möglicherweise das Leben verlängert werden. Es ist notwendig, klinische Prüfungen durchzuführen, besonders auch an Personengruppen, an die man nicht gleich an erster Stelle denkt: die Kinder, ältere Menschen, die vielfältig / mit verschiedenen Arzneien und anderen Interventionen zugleich behandelt wurden, oder Menschen mit Störungen der Leber- oder Nierenfunktion.
Voraussetzung der Zulassung ist der Nachweis der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit, der nur in klinischen Prüfungen erbracht werden kann. Daher werden mehr denn je kompetente, gut ausgebildete Prüfärzte benötigt, die in der Lage sind, klinische Prüfungen auf hohem Niveau durchzuführen.
In diesem Bereich gibt es viele gesetzliche Regeln und Vorschriften (die Direktive 2001/20/EG, die Direktive 2005/28/EG, das Arzneimittelgesetz, die GCP- (Good Clinical Practice) Verordnung, 3. Bekanntmachung zur klinischen Prüfung, Berufsordnungen der Ärzte, Anforderungen der Ethik-Kommissionen, Empfehlungen der Bundesärztekammer, (Muster)-Richtlinien über den Inhalt der Weiterbildung (MWBO 2003) ICH/GCP (siehe Glossar), um nur die wichtigsten zu benennen), die im Rahmen von klinischen Prüfungen eingehalten werden müssen, ganz gleich, ob sie national, international, monozentrisch oder multizentrisch durchgeführt werden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass manche Medikamenten-Skandale in den letzten Jahrzehnten hätten vermieden werden können, wenn es eine bessere Einhaltung der Vorschriften bzw. Kontrollen gegeben hätte.
0 Zusammenfassung: Diese Zusammenfassung erläutert die Notwendigkeit der Fortbildung für Prüfärzte und zieht Schlussfolgerungen zur Frage nach einem herleitbaren Standard in Deutschland.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz klinischer Prüfungen, das Erfordernis kompetenter Prüfärzte sowie die Fülle an regulatorischen Anforderungen dar, die Gegenstand dieser Arbeit sind.
2 State of the Art, Beschreibung der Ausgangssituation: Dieser Teil beleuchtet die gesetzliche Lage und zentrale Richtlinien, die Prüfärzte zu kontinuierlicher Fortbildung verpflichten.
3 Methodenbeschreibung und Randbedingungen für die Arbeit: Hier wird das methodische Vorgehen der Internetrecherche sowie die Wahl der untersuchten Fortbildungsangebote begründet.
4 Durchführung: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Prozess der Erfassung und Analyse der verschiedenen Fortbildungs-Institutionen und ihrer Kurskonzepte.
5 Prüfarztkurse in Deutschland: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung des KKS-Netzwerks sowie anderer relevanter Anbieter, die außerhalb dieses Verbundes agieren.
6 Prüfarztkurse in Österreich: Dieser Abschnitt analysiert die österreichische Ausbildungssituation inkl. gesetzlicher Grundlagen und relevanter Institutionen wie der VSCR.
7 Fortbildungsangebot Schweiz: Eine Untersuchung des Schweizer Marktes sowie länderübergreifender Ansätze in der Pharmaceutical Medicine.
8 Fortbildungsangebot England: Hier liegt der Fokus auf britischen Berufsverbänden und universitären Angeboten im Bereich der Pharmaceutical Medicine.
9 Europa - länderübergreifend: Dieses Kapitel behandelt europäische Initiativen zur Standardisierung, wie etwa das Projekt ECRIN.
10 Fortbildung für Prüfärzte USA – ACRP/APPI: Analyse US-amerikanischer Zertifizierungsmodelle für Prüfärzte.
11 Ergebnis: Dieser umfangreiche Teil präsentiert den detaillierten Abgleich der verschiedenen Kursprogramme mit dem KKS-Curriculum und ethischen Mindestanforderungen.
12 Diskussion/Ausblick: Abschließende Reflexion über die Standardisierungsmöglichkeiten und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Prüfarzt-Fortbildung.
Prüfarzt, klinische Forschung, Arzneimittelgesetz, GCP-Verordnung, KKS-Netzwerk, Fortbildung, Standard, Ethik-Kommission, Curriculumsabgleich, Qualitätssicherung, berufliche Qualifizierung, Arzneimittelsicherheit, Studienleiterqualifikation, ICH-GCP, Studiendokumentation.
Die Arbeit befasst sich mit der Fortbildungssituation für Ärzte, die als Prüfärzte in klinischen Studien tätig sind. Ziel ist es, in einem unübersichtlichen Angebot einen einheitlichen Standard zu identifizieren.
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Anforderungen (AMG, GCP-V), das KKS-Netzwerk, Curricula verschiedener Anbieter sowie der Vergleich von Fortbildungsstandards im nationalen und internationalen Kontext.
Das Hauptziel besteht darin, den „Fortbildungsdschungel“ zu durchleuchten und zu prüfen, ob sich für Deutschland – basierend auf bestehenden Curricula und Anforderungen der Ethikkommissionen – ein herleitbarer Standard definieren lässt.
Der Fokus liegt auf einer qualitativen Analyse und einem Abgleich (Mapping) der existierenden Kursprogramme mit den Mindestanforderungen des KKS-Netzwerks sowie den Vorgaben des medizinischen Arbeitskreises der Ethikkommissionen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung nationaler Anbieter (KKS-Netzwerk und weitere), internationaler Angebote (Österreich, Schweiz, England, USA) sowie eine detaillierte tabellarische Ergebnisanalyse der Kursinhalte.
Wichtige Begriffe sind Prüfarzt, KKS-Netzwerk, Arzneimittelgesetz (AMG), Good Clinical Practice (GCP), Zertifizierung und die Frage nach einem inhaltlich verbindlichen Standard.
Das KKS-Netzwerk nimmt eine zentrale Rolle ein, da es ein gemeinsames Curriculum vorgibt, an dem sich die meisten akademischen Prüfarztkurse in Deutschland orientieren, womit es einem „de facto Standard“ am nächsten kommt.
Wie die Arbeit zeigt, existieren große Unterschiede in der Dauer, der inhaltlichen Vertiefung und dem Zertifizierungsgrad der Kurse. Zudem lassen gesetzliche Anforderungen oft Interpretationsspielraum, was eine einheitliche bundesweite Umsetzung erschwert.
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