Bachelorarbeit, 2022
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Alltags- und Bildungssprache
2.2. Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
2.3 Sprachsensibler Fachunterricht
2.4 Das Scaffolding-Modell nach Gibbons (2009)
2.4.1 Makro-Scaffolding
2.4.2 Mikro-Scaffolding
2.4.3 Methodisches Vorgehen des Scaffolding-Modells
2.4.4 Herausforderungen des Scaffolding-Modells für Lehrende
2.4.5 Scaffolding und sprachsensibler Unterricht
3 Forschungsmethodisches Vorgehen
3.1 Art der Forschungsmethode: Leitfrageninterview
3.2 Durchführung der Interviews
3.3 Ergebnisse der Datensammlung
4 Analyse der Daten
5 Interpretation der Ergebnisse
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche Herausforderungen und Perspektiven Lehrkräfte im Umgang mit dem Scaffolding-Modell nach Pauline Gibbons sehen, insbesondere im Kontext von Schulklassen mit einem hohen Anteil an Schülern mit Deutsch als Zweitsprache oder Fremdsprache (DaZ/DaF). Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Herausforderungen und Perspektiven sehen Lehrkräfte im Scaffolding-Modell?“.
Die zunehmend schlechten Ergebnisse in Schulleistungsstudien, wie z. B. der „PISA-Schock“ im Jahr 2001, trugen dazu bei, dass zahlreiche Pädagog*innen, Lehrer*innen und Erziehungswissenschaftler*innen sich mit der Frage auseinandersetzen mussten, wie Schülerinnen und Schüler (folgend SuS) angemessen unterstützt werden können, damit ein Bildungserfolg garantiert werden kann. Mit der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 ist das Problem relevanter denn je.
Das Bild einer homogenen Klassengemeinschaft ist seit Jahrzehnten bereits überholt. Die SuS unterscheiden sich nicht nur in ihren Lernniveaus, sondern auch in ihrer Herkunft. Kaum zu erahnen ist, wie schwer es einem Schüler oder einer Schülerin mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oder Deutsch als Fremdsprache (DaF) an deutschen Regelschulen ergehen mag. Nicht nur das Erlernen einer neuen Sprache kommt hier auf die SuS zu, sie müssen sich zudem den Unterricht in dessen Fachsprache erschließen können, um erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können.
So werden die SuS z. B. im Unterricht mit Fachbegriffen konfrontiert, deren Bedeutung sie nicht kennen. Zudem müssen sie in einer fremden Sprache Kompetenzen erlernen, die selbst manche Muttersprachler*innen vor Herausforderungen stellt. Eine Möglichkeit zur Lösung des Problems bietet sprachsensibler Unterricht und das Scaffolding, eine Methode der Erziehungswissenschaftlerin Pauline Gibbons (2009):
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit sprachlicher Unterstützung im schulischen Kontext angesichts zunehmender Heterogenität in Klassen und führt in die Relevanz des Scaffolding-Modells ein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die sprachwissenschaftlichen Begriffe wie Alltagssprache, Bildungssprache sowie Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache und führt detailliert in das Scaffolding-Modell ein.
3 Forschungsmethodisches Vorgehen: Hier wird der methodische Ansatz der Untersuchung beschrieben, der auf qualitativen Leitfrageninterviews mit zwei Lehrkräften basiert.
4 Analyse der Daten: Die durchgeführten Experteninterviews werden in diesem Kapitel ausgewertet und die Aussagen der Lehrkräfte strukturiert dargestellt.
5 Interpretation der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden interpretiert und in Bezug auf die Forschungsfrage diskutiert, wobei die Chancen und Barrieren des Modells herausgearbeitet werden.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die Forschungsfrage im Kontext der schulischen Praxis.
Scaffolding, Sprachsensibler Unterricht, Bildungssprache, DaZ, DaF, Lehrkräfte, Schulerfolg, Fachsprache, Unterrichtsinteraktion, Heterogenität, Sprachförderung, Inklusion, Deutsch als Zweitsprache, Unterrichtsplanung, pädagogische Herausforderungen.
Die Arbeit analysiert das Scaffolding-Modell nach Pauline Gibbons und bewertet dessen Eignung sowie die damit verbundenen Herausforderungen für Lehrkräfte im deutschsprachigen Regelunterricht.
Die Themen umfassen die sprachliche Heterogenität in Schulklassen, die Differenzierung zwischen Alltags- und Bildungssprache sowie pädagogische Interaktionsstrategien.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch das Scaffolding-Modell DaZ-Lernende unterstützen können und vor welche pragmatischen Probleme sie dabei in der Unterrichtsplanung gestellt werden.
Die Untersuchung ist qualitativ angelegt und nutzt das Experteninterview (Leitfrageninterview) als zentrales Erhebungsinstrument.
Im Hauptteil werden neben der theoretischen Fundierung der Begriffe insbesondere die Konzepte von Makro- und Mikro-Scaffolding detailliert erläutert und mit praktischen Beispielen unterfüttert.
Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Scaffolding, sprachsensibler Fachunterricht, DaZ, Heterogenität und berufliche Herausforderungen für Lehrkräfte.
Beide interviewten Lehrkräfte betonen, dass die Methode sehr zeitintensiv ist, da individuelles Material erstellt und der Unterricht detaillierter geplant werden muss.
Differenzierung ist essenziell, jedoch stießen die befragten Lehrkräfte an ihre Grenzen, da sie im Unterrichtsalltag nicht immer jedem Schüler individuell gerecht werden können.
Die Lehrkräfte sehen darin eine Chance für die persönliche Entwicklung und eine bessere Förderung, nehmen es jedoch gleichzeitig als herausfordernde Belastung wahr.
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