Masterarbeit, 2022
160 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ziel und Fragestellung
1.2 Vorgehen
I THEORIE UND FORSCHUNGSSTAND
2. Führung auf Distanz in Zeiten der Corona-Pandemie
2.1 „New Work“
2.2 „New Leadership“
2.2.1 Führungsstile
2.2.2 Auswirkungen der Corona-Pandemie
2.2.3 Führung auf Distanz
3. Führungskompetenzen für die Führung auf Distanz
3.1 Kompetenzen
3.2 Führungskompetenzen
3.3 Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter
3.4 Kompetenzentwicklung
3.5 Analyserahmen
II EMPIRIE
4. Methodischer Teil
4.1 Methodologie und methodisches Vorgehen
4.2 Samplestrategien
4.3 Auswertung
5. Ergebnisse
5.1 Kurzfragebogen
5.2 Führungssituation
5.3 Führungsverständnis
5.4 Führung auf Distanz (seit der Corona-Pandemie)
5.5 Geforderte Kompetenzen
5.6 Hilfreiche Kompetenzen
5.7 Zu fördernde Kompetenzen
5.8 Blick in die Zukunft
6. Diskussion
7. Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht das Phänomen „Führung auf Distanz“ und analysiert, welche spezifischen Kompetenzen aufgrund der durch die Corona-Pandemie forcierten Digitalisierung der Arbeitswelt von Führungskräften benötigt werden und zukünftig relevant bleiben. Die Arbeit zielt darauf ab, eine bestehende Forschungslücke zur Post-Corona-Zeit zu schließen und Handlungsempfehlungen für die Kompetenzentwicklung abzuleiten.
2.1 „New Work“
„New Work“ ist die „Arbeit, die wir wirklich, wirklich wollen.“ heißt es laut dem Sozialphilosophen Frithjof Bergmann (2004, S. 118), welcher gleichzeitig auch der Begründer der Bewegung ist. Selbstständigkeit, Freiheit und die Teilhabe der Gemeinschaft sind laut ihm die Werte der neuen Arbeit. Unter dem Begriff „New Work“ versteht man also die „Neue Welt der Arbeit“, welche die grundlegenden strukturellen Veränderungen und Innovationen der Arbeitswelt umfasst. Die Weiterentwicklungen in der Arbeitswelt basieren auf Trends wie der Globalisierung und Digitalisierung (vgl. Attmer et al. 2017, S. 2). Außerdem bringen die Generationen Y und Z neue Erwartungen mit sich, welche in einer Arbeit mit Sinn, Anerkennung ihrer individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen, Würdigung ihres Unternehmensbeitrags und einer Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf gründen (vgl. von Devivere 2021, S. 189).
Führungskräfte und Mitarbeitende stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen. „New Work“ verfolgt das Ziel einer tiefergreifenden Veränderung des Arbeitsverständnisses und dessen Ausgestaltung in der Praxis (vgl. Attmer et al. 2017, S. 3). Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt beschleunigen sich Arbeitsprozesse und werden zeitlich, räumlich und organisatorisch flexibel. Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) umfassen Videokonferenz-, Chat-, E-Mail-, Wissensmanagement-, Managementinformations- und Customer-Relation-Management-Systeme sowie Kollaborationssoftwares, welche über vernetzte Datenbanken eine asynchrone und synchrone Kommunikation ermöglichen. Die computervermittelte Zusammenarbeit geschieht nun über Länder-, Zeitzonen-, und Unternehmensgrenzen hinweg und stellt Informationen in Echtzeit zur Verfügung (vgl. Antoni/ Syrek 2017, S. 247f.). Insgesamt verändert die digitale Transformation unser Verständnis von Arbeit und bedingt den Wandel von Arbeitsprozessen, Produkten, Organisationsstrukturen, Geschäftsmodellen und Führungskonzepten. Dadurch, dass bereits bestehende Aufgaben und Tätigkeiten wegfallen, sich verändern, neu entstehen oder anspruchsvoller werden, müssen Arbeitende ihre Kompetenzen und vorhandenes Wissen kontinuierlich weiterentwickeln (vgl. Franken/ Wattenberg 2021, S. 1).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Führung in Zeiten der Digitalisierung ein und leitet die Forschungsfrage zu benötigten Kompetenzen bei Führung auf Distanz ab.
2. Führung auf Distanz in Zeiten der Corona-Pandemie: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie „New Work“, „New Leadership“ und „Führung auf Distanz“ und beleuchtet die Auswirkungen der Corona-Pandemie.
3. Führungskompetenzen für die Führung auf Distanz: Hier werden theoretische Grundlagen zu Kompetenzmodellen, Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter und deren Entwicklung dargelegt.
4. Methodischer Teil: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, insbesondere die Durchführung vier problemzentrierter Interviews sowie deren qualitative Auswertung.
5. Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse aus den Experteninterviews werden hier entlang der definierten Hauptkategorien deskriptiv aufbereitet.
6. Diskussion: Dieser Teil führt Theorie und Empirie zusammen, um die Forschungsfrage zu beantworten und kritisch zu reflektieren.
7. Fazit und Ausblick: Diese abschließende Sektion fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und zeigt Potenziale für die zukünftige Kompetenzentwicklung sowie weitere Forschung auf.
Führung auf Distanz, Führungskompetenzen, Corona-Pandemie, New Work, New Leadership, Digitale Führung, Kompetenzentwicklung, Personale Kompetenz, Sozialkompetenz, Virtuelle Führung, Qualitativen Inhaltsanalyse, Arbeitswelt, Hybride Arbeitsformen, Führungskräfteentwicklung, Selbstführung.
Die Arbeit befasst sich mit den sich verändernden Anforderungen an Führungskräfte durch die Digitalisierung und die Corona-Pandemie, insbesondere unter dem Aspekt der „Führung auf Distanz“.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten „New Work“ und „New Leadership“, der Identifikation relevanter Führungskompetenzen sowie Strategien zur zukünftigen Kompetenzentwicklung.
Ziel ist es zu klären, welche konkreten Kompetenzen Führungskräfte benötigen, um in der „Führung auf Distanz“ erfolgreich zu agieren, seitdem die Corona-Pandemie diesen Arbeitsmodus massiv verbreitet und gefordert hat.
Die Untersuchung basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, bei dem problemzentrierte Interviews (PZI) mit vier Führungskräften geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil fundiert die Studie durch Literaturrecherche zu Führungstheorien, Kompetenzbegriffen und der Einordnung der Thematik in die Berufs- und Betriebspädagogik.
Die Studie ist durch die Verzahnung von betriebspädagogischen Modellen der Kompetenzentwicklung mit empirischen Erkenntnissen aus der aktuellen Krisensituation der Pandemie geprägt.
Sie dient als theoretischer Rahmen, um die strukturellen Veränderungen in Organisationen und das neue Führungsverständnis, das vermehrt auf Eigenverantwortung setzt, zu erklären.
Die Autorin geht davon aus, dass hybride Arbeitsformen als Standard beibehalten werden, da sie von den Befragten als effizient und attraktiv für Arbeitnehmende wahrgenommen werden, trotz der Herausforderungen an die Führungskräfte.
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