Diplomarbeit, 1998
120 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Motivation und Zielsetzung
1.2 Übersicht der Gliederung
2 Grundlagen
2.1 Benutzerschnittstellen
2.1.1 Einführung
2.1.2 Benutzeranalyse
2.1.3 Mentales Modell
2.1.4 Gestaltungsrichtlinien
2.1.5 Maskendesign
2.2 Medizinische Begriffe
2.2.1 Begriffe der klinischen Chemie
2.2.2 Das Referenzwert-Konzept
2.3 Vage Mengen
2.3.1 Einführung
2.3.2 Grundbegriffe der Fuzzy-Mengen
2.3.3 Linguistische Regeln
2.3.4 Zugehörigkeitsfunktionen
2.3.5 Praktische Erfahrungen mit Fuzzy-Regeln
2.4 Neuronale Netze
2.4.1 Grundlagen neuronaler Netze
2.4.2 RBF-Netze
2.4.3 Neuronale Netze und Fuzzy-Logik
3 Ein Konzept zur Benutzerschnittstelle
3.1 Zielsetzung und Übersicht
3.1.1 Anforderungen
3.1.2 Ein einführendes Beispiel
3.1.3 Struktur der Beispieldatensätze
3.1.4 Form der Fuzzy-Regel für Diagnosen
3.1.5 Der Zusammenhang zwischen Beispieldaten und Fuzzy-Regeln
3.2 Elemente der Benutzeroberfläche
3.2.1 Benutzeranforderungen
3.2.2 Die Beispieldaten
3.2.3 Eingangsvariablen, Terme und Zugehörigkeitsfunktionen
3.2.4 Ausgangsvariablen
3.2.5 Funktionalität zum Bearbeiten der Eingangs- und Ausgangsvariablen
3.2.6 Eingabe einer Regel
3.2.7 Interne Regelpräsentation
3.2.8 Anordnung der Regeln
3.2.9 Ausgabe einer Regel mit vagen Intervallen
3.2.10 Ausgabe einer Regel mit linguistischen Termen
3.2.11 Ein neues Verfahren zur linguistischen Approximation
3.2.12 Darstellung und Reduzierung der Regelbedingungen
3.2.13 Optimierung und Reduzierung der Regeln
3.2.14 Generieren der Regeln
3.2.15 Generelle Funktionalität der Benutzeroberfläche
3.3 Kommunikationsprotokoll
3.4 Regelgenerierungsmethoden
3.4.1 RBF-Netzen zur Regelgenerierung
3.4.2 DDA-RBF-Verfahren
3.4.3 DDA-RecBF-Verfahren
3.4.4 Regelintegration
3.4.5 Regelextraktion
4 Implementierungskonzept und Gestaltungsideen
4.1 Allgemeines
4.2 Benutzeroberfläche
4.2.1 Maximale Größe einer Bildschirmmaske
4.2.2 Das Dokumenten-Konzept
4.2.3 Zuordnen der Bezeichner zu den Beispieldaten
4.2.4 Eingeben einer Meßgröße und der Meßbereichkategorien
4.2.5 Eingabe einer Diagnose
4.2.6 Eingabe einer Regel
4.3 Regelgenerierungsmethoden
4.4 Kommunikationsprotokoll
5 Eine Beispielanwendung: Die Diagnose von Lebererkrankungen
5.1 Einführung
5.2 Beispieldaten
5.3 Regelgenerierungsverfahren
5.4 Die gelernten Regeln
5.5 Laufzeitverhalten
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit zielt auf die Entwicklung eines Konzepts und einer Benutzeroberfläche für ein System, das Regeln für medizinische Diagnosen automatisch aus Beispieldaten generiert. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie medizinisches Personal ohne Fachkenntnisse in Fuzzy-Logik oder neuronalen Netzen durch eine ergonomische Gestaltung bei der diagnostischen Entscheidungsfindung unterstützt werden kann.
3.1.2 Ein einführendes Beispiel
Anhand eines kleinen Beispiels sollen die notwendigen Eingabedaten erläutert und die möglichen Ausgabeformen der Regelgenerierung verdeutlicht werden. Dieses Beispiel wird innerhalb der gesamten Arbeit für die notwendigen Erläuterungen und Motivationen herangezogen. In diesem Abschnitt werden die einzelnen Begriffe für die unterschiedlichsten Eingabedaten erläutert und synonyme Bezeichnungen aufgeführt. Anhand des Beispiels ist das Ergebnis des entwickelten Konzepts für die notwendigen Eingabe- und Ausgabedaten und deren Präsentation zu sehen. Der Entwicklungsweg, die alternativen Ansätze sowie die Diskusionen für die Entscheidungen, die zu diesem Konzept führten, werden unter Verwendung der in diesen Abschnitt definierten Begriffe in den nachfolgenden Abschnitten aufgezeichnet.
Einführung
Das Beispiel entspricht einer vereinfachten Variante des Beispiels vom Kapitel 6 Eine Beispielanwendung: Die Diagnose von Lebererkrankungen. Es sollen Regeln generiert werden, mit dessen Hilfe man eine Aussage treffen kann, ob der Patient empfänglich für Lebererkrankungen ist oder nicht. Es werden Regel generiert für die Diagnose “empfänglich für Lebererkrankungen” und für die Diagnose “weniger empfänglich für Lebererkrankungen”. Es wäre auch möglich nur Regeln für die Diagnose “empfänglich für Lebererkrankungen” zu generieren. Das Beispiel soll aber verdeutlichen, daß auch Regeln für mehrere Diagnosen gleichzeitig generiert werden können.
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation zur Regelgenerierung in der Medizin und gibt eine Übersicht der Arbeit.
2 Grundlagen: Vermittelt notwendige Kenntnisse zu Benutzeroberflächen, medizinischen Begriffen, Fuzzy-Mengen und neuronalen Netzen.
3 Ein Konzept zur Benutzerschnittstelle: Entwickelt das fachliche und technische Konzept zur automatisierten Generierung vager Regeln für medizinische Diagnosen.
4 Implementierungskonzept und Gestaltungsideen: Konkretisiert die Realisierung der Benutzeroberfläche und die technische Dialoggestaltung unter Windows.
5 Eine Beispielanwendung: Die Diagnose von Lebererkrankungen: Veranschaulicht das System an einem konkreten medizinischen Datensatz zur Leberdiagnostik.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die erzielten Ergebnisse und zeigt Potenziale für zukünftige Entwicklungen auf.
Medizinische Diagnosen, Fuzzy-Logik, Neuronale Netze, Regelgenerierung, Benutzeroberfläche, Software-Ergonomie, Diagnostische Entscheidungsunterstützung, RBF-Netze, Linguistische Variablen, Wissensrepräsentation, Datenanalyse, Lebererkrankungen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Konzepts für ein Software-System, das Mediziner bei der automatischen Generierung von Regeln für Diagnosen unterstützt.
Die zentralen Felder sind die Software-Ergonomie zur Gestaltung benutzerfreundlicher Oberflächen, die Anwendung von Fuzzy-Logik zur Handhabung vager medizinischer Informationen und der Einsatz neuronaler Netze zur Regelgenerierung.
Das Ziel ist die Erstellung einer Benutzeroberfläche ("Analyst"), die medizinisches Personal befähigt, aus vorhandenen Patientendaten Regeln für Diagnosen zu extrahieren, ohne selbst Informatik-Experte zu sein.
Es werden neuronale Netze (speziell RBF-Netze) zur Analyse von Beispieldaten eingesetzt und die Ergebnisse mittels linguistischer Approximation in für Menschen verständliche Fuzzy-Regeln übersetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, das methodische Konzept der Schnittstelle, die praktische Implementierung unter Windows und eine Demonstration an einem Beispiel zur Leberdiagnostik.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Fuzzy-Logik, Regelgenerierung, Benutzeroberfläche, Software-Ergonomie, neuronale Netze und klinische Chemie.
Diese Unterscheidung ist für Mediziner entscheidend, da sie den "Referenzbereich" (normal) vom "Grenzbereich" (Toleranzbereich) trennt und somit das medizinische Expertenwissen in das mathematische Modell der Fuzzy-Logik integriert.
Es ermöglicht dem Benutzer, mehrere Dateien mit Beispieldaten und zugehörige Regelsätze gleichzeitig in einer Anwendung zu bearbeiten, was die Übersichtlichkeit und Effizienz bei der klinischen Arbeit erhöht.
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