Bachelorarbeit, 2015
33 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Umweltbildung
Was versteht man unter Umweltbildung?
Warum Umweltbildung?
Fachlicher Teil
Energiebilanzierung
Gründe für den Import von Lebensmitteln
Untersuchungen
Untersuchung 1
Untersuchung 2
Untersuchung 3
Zusammenfassung der Untersuchungen
Praktischer Teil
Zielsetzung der Unterrichtsreihe
Was wird aktuell im Sachunterricht zur Umweltbildung behandelt?
Aufbau der Unterrichtsreihe
Sequenz 1
Sequenz 2
Sequenz 3
Sequenz 4
Sequenz 5
Sequenz 6
Reflexion der Unterrichtsreihe
Fazit
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Problematik des Imports von Produkten aus nichteuropäischen Ländern anhand einer Unterrichtsreihe für die Grundschule zu untersuchen und gleichzeitig Grundschulkinder für einen nachhaltigen Konsum sowie die ökologischen Folgen ihrer Kaufentscheidungen zu sensibilisieren.
Untersuchung 1
Im Jahre 2005 wurde eine Studie von M. Blanke und B. Burdick durchgeführt, welche einen deutschen Apfel aus der Region Meckenheim, einen von der Ostküste Neuseelands importierten und einen südafrikanischen Apfel miteinander vergleicht. Wichtig zu berücksichtigen ist hierbei, dass der Verkauf im April stattfindet, denn dies bedeutet, dass der deutsche Apfel bereits fünf Monate bei circa 1 Grad in einem CA-Lager gekühlt werden musste, nachdem er Mitte Oktober geerntet wurde. Der Apfel aus Neuseeland hingegen wurde direkt nach der Ernte circa 28 Tage mit einem Hochseeschiff nach Rotterdam gefahren um dann per LKW nach Deutschland transportiert zu werden. Ebenfalls berücksichtigten Burdick und Blanke Äpfel aus Südafrika, die zwei Wochen per Schiff nach Rotterdam gefahren werden.
Begonnen wurden die Energiebilanzierungen mit Anbau und Ernte. Hierbei wurden für Deutschland und Südafrika mit 2,8 MJ/kg Äpfel die gleichen Werte ermittelt. Für ein Kilo Äpfel aus Neuseeland wurde mit 2,1 MJ je Kilogramm etwas weniger Energie aufgewendet.
Der große Unterschied zwischen den importierten und heimischen Äpfeln liegt in Transport und Lagerung. Für die Lagerung der deutschen Äpfel über einen Zeitraum von fünf Monaten in einem CA-Lager müssen durchschnittlich 0,8 MJ/kg Energie berücksichtigt werden. Der Transport aus Neuseeland benötigt mit 2,83 MJ je Kilogramm mehr als dreimal so viel Energie, während die Schifffahrt aus Südafrika nur knapp die Hälfte an Energie, verglichen mit der aus Neuseeland, pro Kilogramm Äpfel benötigt (=1,45 MJ/kg).
Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die ökologische Problematik des Imports von Früchten und die Frage, ob eine regionale Energiebilanz stets besser ist als ein importiertes Produkt.
Umweltbildung: Dieses Kapitel erläutert die pädagogischen Ziele und die historische Entwicklung der Umweltbildung im deutschen Schulsystem.
Fachlicher Teil: Es werden Methoden der Energiebilanzierung vorgestellt und der Einfluss von Importen auf die Umwelt wissenschaftlich analysiert.
Praktischer Teil: Detaillierte Planung und Reflexion einer Unterrichtsreihe zur Behandlung des Themas "Frucht-Import" in einer vierten Grundschulklasse.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass heimische Produkte klimafreundlicher, aber Importe aufgrund der Logistik oft effizienter als angenommen sind.
Energiebilanzierung, Umweltbildung, Grundschule, Nachhaltigkeit, Import, Äpfel, Transport, Ökobilanz, Sachunterricht, Klimawandel, Nachhaltiger Konsum, Regionalität, Energieverbrauch.
Die Arbeit untersucht, unter ökologischen Gesichtspunkten, ob der Import von Früchten aus nichteuropäischen Staaten kritischer zu betrachten ist als der regionale Anbau und wie man dies im Sachunterricht thematisieren kann.
Die Arbeit verknüpft wissenschaftliche Aspekte der Ökobilanz und Energieeffizienz mit didaktischen Ansätzen für die Grundschulpädagogik.
Das Ziel ist es, Kindern ein Bewusstsein für die komplexen Zusammenhänge von globalem Lebensmittelhandel und ökologischem Fußabdruck durch eine schülergerechte Unterrichtsreihe zu vermitteln.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse bestehender Studien zur Energiebilanzierung (u.a. nach DIN ISO Normen) bei der Apfelproduktion und Distribution.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Analyse der Energieverbräuche bei Transport und Lagerung von Äpfeln sowie einen praktischen Teil, der das Unterrichtsvorhaben Schritt für Schritt beschreibt.
Energiebilanzierung, Nachhaltigkeit, Sachunterricht und Unterrichtsreihe sind die tragenden Begriffe der Arbeit.
Die Studien zeigen, dass einheimische Äpfel trotz monatelanger Lagerung in CA-Lagern in der Regel eine bessere Energiebilanz aufweisen als importierte Äpfel aus Übersee.
Große internationale Betriebe können durch hocheffiziente Logistik und sehr hohe Transportmengen den Energieaufwand pro Kilogramm Frucht senken, was die Energiebilanz trotz weiter Transportwege teilweise ausgleicht.
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