Masterarbeit, 2023
65 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Theoretischer Hintergrund
1.3 Forschungsstand
1.4 Methoden Fragestellungen und Hypothesen
2 Die Kaukasusregion in der Sowjetunion
2.1 Sprachen, Religionen und administrative Struktur
2.2 Die sowjetische Nationalitätenpolitik
2.3 Perestroika in der Sowjetunion, Gorbatschows Außenpolitik, die Privatisierung, Religionsfreiheit sowie die Reaktionen des CIA und KGB
2.3.1 Der sowjetisch-afghanische Krieg und Gorbatschows Außenpolitik
2.3.2 Die Privatisierung
2.3.3 Die neue Religionsfreiheit
3 Der Bergkarabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan
3.1 Der bewaffnete Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan (1988-1992)
3.2 Der KGB und der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan
4 Weitere Faktoren im Bergkarabach-Konflikt
4.1 Der Einfluss der sozioökonomischen Krise
4.2 Die Religionen in Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach
4.3 Die externen Akteure
4.3.1 Die USA im Bergkarabach-Konflikt
4.3.2 Russland im Bergkarabach-Konflikt
4.3.3 Die Türkei im Bergkarabach-Konflikt
5 Schluss
Die vorliegende Arbeit analysiert die Ursachen und den Anlass des erneuten Aufflammens des Bergkarabach-Konflikts im Kontext der Perestroika und des Zerfalls der Sowjetunion. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern Geheimdiensteliten und externe Akteure das Entstehen des Konflikts beeinflusst haben.
1.1 Problemstellung
Im Zuge der Perestroika in der Sowjetunion nahmen die regionalen Konflikte im ehemaligen Ostblock zu. Regional gesehen vollzogen sich diese Konflikte vor allem in Jugoslawien, dem Baltikum und im Kaukasus, einer Region, in der so viele Sprachen gesprochen werden, dass diese Region Berg der Sprachen genannt wird. Einer dieser Konflikte ist der Bergkarabach-Konflikt, ein Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan (vgl. Aslanyan 2018: 23). Einer der Konfliktpartner ist Armenien, „das älteste christliche Land der Welt“ (Hansen 2013:13), welches eine leidvolle Geschichte hinter sich hat. Diese besteht aus Fremdherrschaft sowie Verfolgungen und Ermordungen (vgl. ebd.). Ab 1988 wuchs der armenische Kampf um Bergkarabach zu einem Aufstand gegen die Nationalitätenpolitik Moskaus und endete in einem Systemwechsel (vgl. Hansen 2020: 80, 81).
Die Perestroika führte in den Sowjetrepubliken zu einem größeren Freiheitsdrang und es entfaltete sich eine Eigendynamik. So wurden auf einmal die Forderungen der Armenischen Kommunistischen Partei wieder lauter. Es bestand daher die Möglichkeit zu einem politischen Protest. Bereits 1987 kam es in den Straßen Armeniens zu Demonstrationen. Drei Delegationen aus Bergkarabach reichten daraufhin ihre Petitionen beim Obersten Sowjet ein. Durch die immer weiter zunehmende Schwäche der UdSSR konnte der Bergkarabach-Konflikt erneut ausbrechen (vgl. ebd.: 74).
Die Emanzipationsbestrebungen der nichtrussischen Völker wurden durch die Reformpolitik Gorbatschows wieder bestärkt. Die Nationalitätenkonflikte lösten den Beginn des sowjetischen Desintegrationsprozesses aus (vgl. Willershausen 2020: 43). Dadurch entstand aus Protest des aserbaidschanischen KGBs gegen die neue Politik Gorbatschows im Jahr 1987 mit dem Rücktritt Heydar Alievs der eigentliche Berg-Karabach-Konflikt (vgl. national leader 2022: 48).
1 Einleitung: Beleuchtung der historischen und politischen Hintergründe sowie der Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit zur Entstehung des Bergkarabach-Konflikts.
2 Die Kaukasusregion in der Sowjetunion: Untersuchung der sprachlichen, religiösen und administrativen Strukturen sowie der sowjetischen Nationalitätenpolitik und der Perestroika-Ära.
3 Der Bergkarabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan: Analyse des konkreten bewaffneten Konflikts zwischen 1988 und 1992 unter besonderer Berücksichtigung geheimdienstlicher Aktivitäten.
4 Weitere Faktoren im Bergkarabach-Konflikt: Erläuterung der sozioökonomischen Kriseneinflüsse, der Rolle der Religion und der Interessen externer Akteure wie USA, Russland und Türkei.
5 Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Beantwortung der aufgestellten Forschungsfragen zum Zerfall der Sowjetunion und zum Bergkarabach-Konflikt.
Bergkarabach-Konflikt, Sowjetunion, Perestroika, Armenien, Aserbaidschan, Geheimdienste, CIA, KGB, Geopolitik, Nationalitätenkonflikte, Religion, Privatisierung, Heydar Alijew, Gorbatschow, Südkaukasus.
Die Arbeit untersucht die Ursachen des Bergkarabach-Konflikts im Kontext der späten Sowjetunion, wobei ein Fokus auf politischen Reformprozessen und externen Einflüssen liegt.
Die Arbeit deckt die Reformpolitik Gorbatschows, die Rolle der Religion im Kaukasus, geheimdienstliche Operationen und geopolitische Interessen der USA, Russlands und der Türkei ab.
Ziel ist es zu ergründen, warum es unter der Perestroika zu einem erneuten Aufflammen des Bergkarabach-Konflikts kam und welche Rolle dabei Geheimdiensteliten und externe Akteure spielten.
Es handelt sich um eine empirische Studie auf Basis von Sekundärquellen, darunter Dissertationen und Aufsätze, um die komplexen Kausalzusammenhänge aufzuarbeiten.
Der Hauptteil analysiert den Verlauf des Konflikts, die Rolle des KGB, die ökonomischen Auswirkungen der Privatisierung sowie die geopolitischen Strategien der Weltmächte in der Region.
Zentrale Begriffe sind Bergkarabach-Konflikt, Perestroika, sowjetischer Zerfall, Geopolitik, Geheimdienstinfiltration und konfessionelle Konfliktlinien.
Die Arbeit argumentiert, dass der Konflikt durch den aserbaidschanischen KGB gezielt als Reaktion auf Gorbatschows Reformpolitik und zur Verhinderung des Zerfalls der Sowjetunion instrumentalisiert wurde.
Die USA werden als ein Hauptakteur gesehen, der aus eigenen sicherheitspolitischen und energetischen Interessen (Erdöl sowie Eindämmung Russlands) Einfluss auf die Region nahm.
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