Diplomarbeit, 2009
48 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2. Verbriefungen
2.1 Allgemeine Begriffserklärung
2.2 Entstehung und Entwicklung von Verbriefungen
2.3 Ablauf einer ABS-Transaktion
2.3.1 Transaktionsteilnehmer und deren Funktion
2.3.2 Aktiva zur Hinterlegung von ABS
2.3.3 Sicherungsmöglichkeiten bei ABS-Transaktionen
2.3.4 Nutzen einer Verbriefung für den Originator und Investoren
3. Rating-Agenturen
3.1 Allgemeine Definition
3.2 Funktion und Ablauf eines Ratings bei Verbriefung
3.3 Konfliktfelder von Transaktionsteilnehmern bei Verbriefung
3.3.1 Adverse selection
3.3.2 Moral Hazard
3.3.3 Prinzipal-Agent
3.4 Mögliche Konfliktfelder von Rating-Agenturen
3.4.1 Modellrisiko
3.4.2 Interessenskonflikt
3.4.3 Gebührenstruktur
4. Finanzmarktkrise
4.1 Von der Subprime- zur Finanzmarktkrise
4.2 Einfluss von Verbriefungen und Rating-Agenturen
4.2.1 Die Rolle des Verbriefungsmarktes
4.2.2 Staats- oder Marktversagen als Auslöser
4.2.3 Einwirkung der Rating-Agenturen
4.3 Konsequenzen aus der Finanzmarktkrise in Bezug auf den zukünftigen Umgang mit Ratings
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Rating-Agenturen im Kontext von Verbriefungstransaktionen und deren maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung und Verschärfung der globalen Finanzmarktkrise, wobei insbesondere die Qualität der Bewertungsmethoden und systemische Interessenkonflikte kritisch hinterfragt werden.
3.4.1 Modellrisiko
Allgemein versteht man unter Modellrisiken die potenziellen Fehler beim Bewerten und Quantifizieren von Annahmen. Das Modellrisiko verbunden mit der Methodologie der Rating-Agentur stellt eine der Hauptrisiken für die Investoren dar. Die Ratingindustrie konnte bei Verbriefungen im Gegensatz zum klassischen Anleihenrating noch keine langen Erfahrungen über die Beurteilung sammeln. In diesem Zusammenhang besteht das Modellrisiko aus zwei Hauptkomponenten. Erstere ist verbunden mit den quantitativen Modellen und Annahmen, welche Rating-Agenturen nutzen um das Kreditrisiko des Portfolios zu schätzen. Das andere Risiko ist ein geschäftsspezifisches strukturelles Modellrisiko, welches in Beziehung zur Strukturierungstechnik des Arrangeurs steht. Ein weiteres Problem ist die Mitteilung falscher Daten durch die Originatoren. Zusätzlich ist es möglich, dass Änderungen dieser übermittelten Daten nicht ausreichend in den Modellen beachtet werden.
1. Einleitung: Erläuterung der Problemstellung und des Aufbaus der Diplomarbeit zur Rolle von Rating-Agenturen in der Finanzmarktkrise.
2. Verbriefungen: Detaillierte Darstellung der Funktionsweise von Asset-Backed Securities (ABS), der beteiligten Akteure und der Bedeutung für die Kapitalmärkte.
3. Rating-Agenturen: Analyse der Aufgaben, Funktionen und der spezifischen Konfliktpotenziale innerhalb des Ratingsystems, einschließlich moralischer Risiken.
4. Finanzmarktkrise: Untersuchung der Entstehung der Krise, der Rolle von Verbriefungen als Auslöser und der problematischen Einwirkung durch fehlerhafte Ratings.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Notwendigkeit einer strengeren Regulierung und eines veränderten Umgangs mit Rating-Ergebnissen.
Verbriefung, Rating-Agenturen, Finanzmarktkrise, ABS-Transaktion, Subprime-Krise, Risikomanagement, Modellrisiko, Interessenkonflikt, Corporate Governance, Regulierungsversagen, Kapitalmärkte, Bonitätsbewertung, Asset-Backed Securities, Eigenkapitalrendite, Finanzinnovation.
Die Arbeit analysiert die Rolle, die Rating-Agenturen bei der Bewertung von verbrieften Finanzinstrumenten spielten, und wie deren Einschätzungen die Entstehung der weltweiten Finanzmarktkrise beeinflusst haben.
Im Fokus stehen die Funktionsweise von ABS-Transaktionen, die methodischen Defizite der Rating-Agenturen sowie die strukturellen Interessenkonflikte, die zu einer falschen Risikoeinschätzung führten.
Ziel ist es, die Mitverantwortung der Rating-Agenturen am Entstehen der Immobilien- und Finanzkrise zu beleuchten und daraus notwendige Lehren für eine zukünftige Regulierung abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Basis, kombiniert mit einer Analyse der Marktmechanismen bei Verbriefungen sowie einer kritischen Auswertung der Rating-Methodologien vor und während der Krise.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung von Verbriefungs-Grundlagen, die spezifische Funktion der Rating-Agenturen, die Analyse von Konfliktfeldern (wie Moral Hazard) und eine detaillierte Darstellung der Finanzkrise.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Verbriefung, Rating-Agenturen, Finanzmarktkrise, Subprime-Kredite und Modellrisiken.
Die Arbeit zeigt auf, dass der Wechsel vom Abonnenten- zum Emittenten-finanzierten Modell einen Anreiz für die Agenturen schuf, Ratings im Sinne der Kunden zu optimieren, was das Risiko von Interessenskonflikten deutlich erhöhte.
Da Investoren die komplexen mathematischen Modelle der Rating-Agenturen oft nicht in ihrer Gänze nachvollziehen können, vertrauen sie blind auf die Ergebnisse, obwohl diese bei Verbriefungen auf historischen Daten beruhen, die in der Krise ihre Gültigkeit verloren haben.
Die Arbeit sieht die neuen EU-Regelungen, insbesondere das Registrierungsverfahren und das Rotationsprinzip für Analysten, als wichtigen ersten Schritt, um Interessenkonflikte abzumildern und die Transparenz zu erhöhen.
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