Diplomarbeit, 2003
58 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Resozialisation - Hintergrund und Zusammenhang
2.1 Definitionen oder „Wie erklärt man Resozialisation“?
2.2 Die Abgrenzung zu verwandten Begriffen
2.3 Die Soziale Arbeit und Resozialisation
2.4 Zusammenfassung
3. Rechtsgebiete der Resozialisation
3.1 Soziale Arbeit und Recht
3.2 Allgemeine Regelungen der Resozialisation
3.3 Straffälligenhilfe bei Jugendlichen
4. Resozialisation von straffällig gewordenen Jugendlichen als Arbeitsfeld Sozialer Arbeit
4.1 Die Lebensphase Jugend und die Gefahr in dieser Phase straffällig zu werden
4.2 Der Resozialisierungsgedanke bei Jugendlichen
4.3 Verschiede Möglichkeiten der Resozialisation bei Jugendlichen unter dem Aspekt der Erziehung
4.3.1 Jugendgerichtshilfe (JGH)
4.3.1.1 Täter-Opfer-Ausgleich (TOA)
4.3.1.2 Betreuungsweisung
4.3.1.3 Sozialer Trainingskurs
4.3.1.4 Arbeitsweisungen
4.3.2 Erfahrungen aus der Jugendgerichtshilfe in Essen
4.3.3 Jugendbewährungshelfer in der Bewährungshilfe
4.3.4 Soziale Arbeit im Jugendstrafvollzug
4.4 Zusammenfassung
5. Resozialisation – Pro und Contra
6. Schlusswort / Persönliche Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff und die Praxis der Resozialisierung im Kontext der Sozialen Arbeit, wobei ein besonderer Fokus auf straffällig gewordenen Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren liegt. Ziel ist es, die Rolle der Sozialen Arbeit innerhalb dieses Berufsfeldes zu definieren, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu erläutern und die Wirksamkeit pädagogischer Interventionsmaßnahmen kritisch zu hinterfragen.
Die Lebensphase Jugend und die Gefahr in dieser Phase straffällig zu werden
„[...] Jugendliche hassen das Gesetz um des Gesetzes willen. Ihre Neigung zum Gesetzesübertritt ist eine tiefe Sehnsucht nach Neubeginn. Freiheit und Glück beruhen darauf, das der Mensch sich selbst begreift, um das zu werden, was er potenziell ist. Er sucht nach Regeln und Gesetzen, die es ihm möglich machen sollen, dieses Ziel zu erreichen.“
Wer erinnert sich nicht an seine Jugend und die in dieser Lebensphase aufkommenden Schwierigkeiten und Belastungen für einen jungen Menschen. Da die Welt auch in einem ständigem Wandel ist, mit immer neuen Dingen die zu erlernen sind, macht es die Lebensbedingungen nicht unbedingt leichter und so ist es für Jugendliche ein große Herausforderung, gerade in der heutigen Zeit erwachsen zu werden.
Ein Jugendlicher ist man in der Zeit zwischen 14-18 Jahren, im Übergang vom Kind zum Erwachsenen. Dieser Übergang ist für die meisten Jugendlichen nicht ganz einfach, da im Zuge des Erwachsenwerdens, der Identitätssuche und –bildung, auch höhere Erwartungen an sie gerichtet werden. Es findet eine Abnabelung vom Elternhaus statt, die Werte und Normen der Gesellschaft (u.a. soziale Kompetenz) sollen erlernt und dabei auch der eigene Lebensweg eingeschlagen werden. Dieses alles wirkt sich somit auf die einzelnen Lebensbereiche der Jugendlichen aus, wie z. B. in der Bildung, dem beruflichen Werdegang und der Familie. Somit tritt ein Spannungsverhältnis zwischen der Individuation und der sozialen Integration in die Gesellschaft auf, was jedoch ganz normal für diese Lebensphase ist.
1. Einleitung: Die Autorin führt in das Thema Resozialisation ein, umreißt den Fokus auf straffällige Jugendliche und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.
2. Resozialisation - Hintergrund und Zusammenhang: In diesem Kapitel wird der Begriff Resozialisation definiert, zu verwandten Begriffen wie Rehabilitation abgegrenzt und der Kontext zur Sozialen Arbeit hergestellt.
3. Rechtsgebiete der Resozialisation: Dieser Abschnitt beleuchtet die rechtliche Einbettung der Resozialisierung, insbesondere das Zusammenspiel von Sozialer Arbeit und Strafrecht, sowie die spezifischen Regelungen für Jugendliche.
4. Resozialisation von straffällig gewordenen Jugendlichen als Arbeitsfeld Sozialer Arbeit: Der Hauptteil analysiert die Lebensphase Jugend, die Notwendigkeit des Erziehungsgedankens im Jugendstrafrecht und beschreibt detailliert operative Maßnahmen wie die Jugendgerichtshilfe.
5. Resozialisation – Pro und Contra: Hier werden kritische Aspekte der Resozialisierung, wie die Wirksamkeit von Maßnahmen und die Rückfallquoten, sowie das Spannungsfeld zwischen staatlicher Kontrolle und pädagogischer Hilfe diskutiert.
6. Schlusswort / Persönliche Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem persönlichen Fazit zur Bedeutung und den Herausforderungen der Sozialen Arbeit in diesem Berufsfeld.
Resozialisation, Soziale Arbeit, Jugendstrafrecht, Jugendgerichtshilfe, Resozialisierung, Straffälligkeit, Erziehungsgedanke, Erziehung statt Strafe, Lebensphase Jugend, Jugendhilfegesetz, Täter-Opfer-Ausgleich, Bewährungshilfe, soziale Integration, Stigmatisierung, Straffälligenhilfe
Die Arbeit untersucht Resozialisation als spezifisches Berufsfeld der Sozialen Arbeit mit besonderem Augenmerk auf straffällig gewordene Jugendliche.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Abgrenzung des Resozialisierungsbegriffs, die rechtlichen Grundlagen des Jugendstrafrechts sowie die praktische Arbeit der Jugendgerichtshilfe.
Das Ziel ist es, den Beitrag der Sozialen Arbeit zur Wiedereingliederung straffälliger Jugendlicher aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer qualitativen Befragung eines Mitarbeiters der Jugendgerichtshilfe Essen.
Der Hauptteil analysiert die Besonderheiten der "Lebensphase Jugend", die rechtlichen Sondervorschriften im Jugendstrafrecht und konkrete Interventionsmaßnahmen wie den Täter-Opfer-Ausgleich.
Wichtige Begriffe sind Resozialisation, Jugendstrafrecht, Erziehungsgedanke, Jugendgerichtshilfe, soziale Integration und Straffälligenhilfe.
Da Kriminalität im Jugendalter oft als entwicklungsbedingte Auffälligkeit und nicht als festes Defizit gewertet wird, steht im Jugendstrafrecht das Ziel der Erziehung anstatt der reinen Bestrafung im Vordergrund.
Eine große Herausforderung ist die teils fehlende Kooperationsbereitschaft der Jugendlichen sowie das Spannungsfeld des Sozialarbeiters, der sowohl unterstützend wirken als auch Normen des Staates repräsentieren muss.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

