Akademische Arbeit, 2022
42 Seiten, Note: 3
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik
2 Begriffsklärung
2.1 Grundlagen Schmerz
2.2 Definition Schmerz
2.3 Physiologie des Schmerzes
2.4 Dimension des Schmerzes
2.5 Schmerzmodelle
2.6 Schmerzen bei geriatrischen Patienten
2.7 Total Pain bei Menschen mit Demenz
2.8 Häufigste Demenzformen
2.9 Beurteilung von Schmerz bei Demenz (BESD)
2.9.1 Anwendung des BESD
2.9.2 Pain Assessment in Impaired Cognition (PAIC-15)
3 Schmerzindikatoren
3.1. Mimik bei Schmerzen
3.2 Verwechslungsgefahr mit dem Emotionsausdruck Ekel
3.3 Körpersprachliche Signale bei Menschen mit Schmerzen
3.3.1 Vokalisation bei Schmerzen
3.3.2 Atmung bei Schmerzen
3.3.3 Verhalten bei Schmerzen von Menschen mit Demenz
3.4 Einflussfaktoren auf die mimische Fremdeinschätzung Schmerz
4 Mimikresonanz®-Konzept
4.1 Facial Action Coding System
4.2 Makro-, Mikro- und subtilen Expressionen
4.3 Die Methode der Mimikresonanz®
4.3.1 Wahrnehmungsgrundsätze
4.3.2 Techniken der Emotionserkennung
4.3.3 Der Emotionsdreiklang
4.4 Ein Anwendungsbeispiel für die Technik der Emotionserkennung
5 Implementierung der Methode Mimikresonanz® in die BESD
6 Bedeutung für die Pflegepraxis
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Mimikresonanz®-Methode als Instrument der Emotionserkennung das Fremdeinschätzungsinstrument BESD (Beurteilung von Schmerz bei Demenz) unterstützen kann, um bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen eine sicherere Schmerzerkennung zu ermöglichen.
4.4 Ein Anwendungsbeispiel für die Technik der Emotionserkennung
Die Autorin war als Hospitantin auf einer Palliativstation tätig und wurde beauftragt, sich ausschließlich um Frau T. zu kümmern und die Ergebnisse der Schulung der Pflegekraft mit der Mimikresonanz®-Methode zu beobachten.
Frau T., 37 Jahre alt, türkische Staatsbürgerin, war palliative Patientin aufgrund eines Glioblastoms. Sie war Mutter von zwei Söhnen (12 und 15 Jahre alt), verheiratet und familiär sehr gut eingebunden. Die häusliche 24 Stunden Pflege teilte sich die Familie mit einem spezialisierten ambulanten Palliativteam (SAPV). Hauptbezugsperson war ihr Ehemann, 39 Jahre alt, in Teilzeit arbeitend, um für seine Ehefrau Zeit zu haben.
Bei der wiederholten Aufnahme auf die Palliativstation aufgrund der Verschlechterung des Allgemeinzustands war Frau T. nicht mehr in der Lage zu sprechen. Ihre körperliche Beweglichkeit war stark eingeschränkt und sie hatte zunehmende Kontrakturen im Bereich der unteren Extremitäten und beider Arme. Neben der medikamentösen Behandlung bekam sie Physiotherapie und Logotherapie, um die Schluckfähigkeit zu verbessern.
Ihre Mimik war an eine Maske grenzend, einzig ihre Augen bewegten sich zielgerichtet und sie beobachtete genau, was um sie herum passierte. Der Augenringmuskel kontrahierte emotional adäquat und zeigte die Emotionen Angst und Ärger.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Herausforderungen bei der Schmerzerkennung bei Menschen mit Demenz und führt in das Instrument BESD sowie die Mimikresonanz®-Methode ein.
2 Begriffsklärung: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie Schmerzarten, Physiologie, Schmerzmodelle und das spezifische Instrument BESD definiert.
3 Schmerzindikatoren: Dieses Kapitel analysiert nonverbale Signale wie Mimik, Atmung und Verhalten, die bei Menschen mit Demenz als Hinweise auf Schmerz dienen.
4 Mimikresonanz®-Konzept: Es erfolgt eine detaillierte Einführung in das Mimikresonanz®-Konzept, das Facial Action Coding System und Techniken zur präzisen Emotionserkennung.
5 Implementierung der Methode Mimikresonanz® in die BESD: Dieses Kapitel zeigt konkret auf, wie die Mimikresonanz®-Methode in den BESD-Bogen integriert werden kann, um eine genauere Schmerzeinschätzung zu ermöglichen.
6 Bedeutung für die Pflegepraxis: Hier wird die ethische Notwendigkeit einer präzisen Schmerztherapie betont und die Bedeutung von Trainingsprogrammen zur Verbesserung der Wahrnehmung für das Fachpersonal hervorgehoben.
Demenz, Schmerz, Schmerzassessment, Emotionserkennung, Mimikresonanz®, Pflege, BESD, Kommunikation, Fremdeinschätzung, Schmerzprävalenz, nonverbale Signale, Mimik, Palliativversorgung, Lebensqualität, Handlungskompetenz.
Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten der Mimikresonanz®-Methode, um die Schmerzerkennung bei Menschen mit Demenz innerhalb der bestehenden Fremdeinschätzungsinstrumente, insbesondere des BESD, zu verbessern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schmerztheorie bei geriatrischen Patienten, der Funktionsweise der Mimikresonanz®-Methode und der praktischen Anwendung mimischer Analysen im klinischen Pflegekontext.
Das primäre Ziel ist es zu eruiert, welche Unterstützung die Mimikresonanz®-Methode für die Beurteilung von Schmerz bei Demenz (BESD) leisten kann und wie diese Methode praktisch implementiert werden kann.
Zur Beantwortung der Fragestellung wurde eine systematische Literaturrecherche in medizinischen Fachdatenbanken (CINAHL, PUBMED, Google Scholar) sowie eine Analyse von Fachbüchern und Artikeln durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, Schmerzindikatoren bei Menschen mit Demenz, eine Einführung in das Mimikresonanz®-Konzept sowie konkrete Vorschläge zur methodischen Implementierung in bestehende Assessments.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Demenz, Schmerz, Schmerzassessment, Mimikresonanz® und Pflegequalität charakterisiert.
Da sich die mimischen Ausdrücke von Ekel und Schmerz bei sehr kurzer Dauer überschneiden können, ist diese Differenzierung entscheidend, um Fehlinterpretationen in der Pflege, etwa bei der Nahrungsaufnahme, zu vermeiden.
Die Arbeit schlägt vor, die unspezifischen Auswahlfelder ("lächelnd oder nichts sagend", "traurig", "ängstlich") durch präzisere mimische Parameter und Signalcluster der Mimikresonanz® zu erweitern, um dem Beobachter eine sicherere Einstufung zu ermöglichen.
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