Bachelorarbeit, 2008
58 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Volker Schlöndorff: Die verlorene Ehre der Katharina Blum
2.1 Daten und Fakten zum Film
2.2 Inhalt
2.2.1 Inhaltliche Zusammenfassung
2.2.2 Bezug zur literarischen Vorlage
2.3 Die Zeitung
2.4 Die Zeitung als Abbild der Bild-Zeitung
2.5 Reaktionen auf den Film
3. Til Schweiger: Keinohrhasen
3.1 Daten und Fakten zum Film
3.2 Inhalt
3.3 Das Blatt
3.4 Das Blatt als Abbild der Bild-Zeitung
3.5 Reaktionen auf den Film
4. Schlussbetrachtungen: Das Blatt, die Zeitung und die Entwicklung der Kritik an der Bild-Zeitung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Darstellung der Bild-Zeitung im deutschen Spielfilm anhand der zwei Beispiele „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975) und „Keinohrhasen“ (2007), um Gemeinsamkeiten in der filmischen Kritik am Boulevardjournalismus aufzuzeigen.
Die Zeitung
„Diese Leute sind Mörder und Rufmörder. Alle. Es ist ja geradezu ihr Beruf unschuldige Menschen um ihre Ehre zu bringen, manchmal um ihr Leben. Sonst kauft ihnen ja niemand ihre Artikel ab.“ (Katharina Blum)
Volker Schlöndorff illustriert mit seinem Film den von Böll beschriebenen Gewaltzusammenhang von Presse, Justiz, Gesellschaft und Wirtschaft.
Letztendlich missachten alle vier gesellschaftlichen Mächte Katharinas Menschenwürde und ihr Recht auf Schutz der Person, vordergründig durch die Tätigkeiten der Presse [d. h. der Zeitung] und Justiz [repräsentiert durch Polizei und Staatsanwaltschaft], geduldet und unterstützt durch die wirtschaftlichen Mächte [vertreten durch Sträubleder und den nur namentlich erwähnten Lüding] und die öffentliche Meinung [die sich in den anonymen Briefen und Anrufen ausdrückt].
1. Einleitung: Einführung in die mediale Relevanz der Bild-Zeitung und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Volker Schlöndorff: Die verlorene Ehre der Katharina Blum: Analyse des Films unter Berücksichtigung von Entstehung, Inhalt, literarischer Vorlage und der Rolle der Zeitung.
2.1 Daten und Fakten zum Film: Auflistung der Produktionsdaten und Stab-Informationen des Schlöndorff-Films.
2.2 Inhalt: Zusammenfassung der Handlung sowie Erörterung der Verbindung zwischen Film und Böll-Roman.
2.2.1 Inhaltliche Zusammenfassung: Kurze Darstellung der filmischen Erzählung um Katharina Blum.
2.2.2 Bezug zur literarischen Vorlage: Reflexion über die „interpretierende Transformation“ von Bölls Roman in den Film.
2.3 Die Zeitung: Untersuchung der Machtstellung und Arbeitsweise der Zeitung im Film.
2.4 Die Zeitung als Abbild der Bild-Zeitung: Vergleich der fiktiven Zeitung mit den Merkmalen und dem Ruf der realen Bild-Zeitung.
2.5 Reaktionen auf den Film: Überblick über die zeitgenössische Rezeption und öffentliche Debatten zum Film.
3. Til Schweiger: Keinohrhasen: Analyse der Darstellung von Das Blatt in der Liebeskomödie von Til Schweiger.
3.1 Daten und Fakten zum Film: Hintergrundinformationen zur Produktion der Komödie Keinohrhasen.
3.2 Inhalt: Übersicht über die Handlung rund um den Journalisten Ludo Decker.
3.3 Das Blatt: Darstellung der Rolle des Boulevardblatts im Film als Nebenthema.
3.4 Das Blatt als Abbild der Bild-Zeitung: Vergleich des fiktiven Blatts mit den Mechanismen der Bild-Zeitung.
3.5 Reaktionen auf den Film: Zusammenfassung der Resonanz auf Keinohrhasen und die Diskussionen um Altersfreigaben.
4. Schlussbetrachtungen: Das Blatt, die Zeitung und die Entwicklung der Kritik an der Bild-Zeitung: Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der unterschiedlichen filmischen Kritikansätze über die Jahrzehnte.
Bild-Zeitung, Boulevardjournalismus, Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Keinohrhasen, Heinrich Böll, Volker Schlöndorff, Til Schweiger, Pressefreiheit, Sensationsjournalismus, Medienkritik, journalistische Ethik, Literaturverfilmung, Rufmord, Unterhaltung, Machtinstanz.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Spielfilme, konkret am Beispiel von Schlöndorffs Katharina Blum und Schweigers Keinohrhasen, die Bild-Zeitung und Boulevardmedien darstellen und welche journalistischen Praktiken dabei kritisiert werden.
Die zentralen Themen sind die Arbeitsweisen von Boulevardreportern, die Machtstrukturen in Medienhäusern, der Einfluss auf die Privatsphäre von Prominenten und die medienethische Verantwortung.
Es soll aufgezeigt werden, welche Rolle fiktive Boulevardzeitungen in den beiden Filmen spielen, welche Parallelen zur realen Bild-Zeitung bestehen und inwiefern diese Darstellungen als medienkritisch interpretiert werden können.
Die Arbeit nutzt eine exemplarische Filmanalyse, vergleicht diese mit literarischen Vorlagen sowie publizistikwissenschaftlichen Erkenntnissen über Boulevardjournalismus und wertet zeitgenössische Filmkritiken aus.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Kapitel, die jeweils die filmische Rezeption, den Inhalt, den Bezug zu den Boulevardmedien und die zeitgenössischen Reaktionen auf Schlöndorffs und Schweigers Filme separat untersuchen.
Kernbegriffe sind Boulevardjournalismus, Medienethik, Sensationspresse, gesellschaftliche Machtzusammenhänge und die kritische Auseinandersetzung mit der Bild-Zeitung im Spiegel des Films.
Schlöndorff übt in Katharina Blum eine scharfe, ernsthafte systemkritische Analyse der Bild-Zeitung, während Schweiger in der Komödie Keinohrhasen eher parodistisch und oberflächlich mit dem Thema umgeht.
Bölls Roman dient als grundlegende Vorlage für die Darstellung der Zeitung; Schlöndorff übernimmt viele Aspekte, schärft aber einige Konflikte durch filmische Mittel, um eine Identifikation des Zuschauers mit der Protagonistin zu forcieren.
Die Arbeit resümiert, dass beide Filme die Boulevardpresse kritisch porträtieren, die Kritik jedoch je nach Genre und Zeitgeist unterschiedlich stark ausgeprägt ist und das Phänomen als gesellschaftliches Problem widerspiegelt.
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