Diplomarbeit, 2009
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Universal Design
2.1 Definition
2.2 Entstehung
2.3 Inhalte und Ziele
2.4 Kriterien
2.5 Beispiele
3 Die Zielgruppe 50plus
3.1 Bezeichnungen
3.2 Altersbedingte Veränderungen
3.2.1 Biologisch
3.2.2 Soziologisch
3.2.3 Wertvorstellungen
3.3 Typologien
4 Relevanz der Zielgruppe 50plus für die Automobilbranche
4.1 Demographische Entwicklung
4.2 Mobilität und die Generation 50plus
4.2.1 Bedeutung von Automobilität im Alter
4.2.2 Mobilitätsverhalten
4.2.3 Unfallstatistiken
4.3 Die Automobilbranche und die Generation 50plus
4.3.1 Kaufkraft
4.3.2 Automobilkaufverhalten
4.3.3 Automobilkaufkriterien
5 Implementierung von Universal Design in der Automobilbranche
5.1 Universal Design im Unternehmen
5.1.1 (Produkt-)Strategie
5.1.2 Produktgestaltung
5.1.2.1 Partizipation Älterer
5.1.2.2 Gestaltungsrichtlinien für Produkteigenschaften
5.1.2.3 Alter simulieren und Mitarbeiter sensibilisieren
5.1.3 Produktkommunikation
5.2 Universal Design im Auto
5.2.1 Eigenschaften im Auto
5.2.1.1 Exterieur
5.2.1.2 Interieur
5.2.2 Systeme im Auto
5.2.2.1 Fahrerinformationssysteme
5.2.2.2 Fahrerassistenzsysteme
6 Empirische Erhebungen
6.1 Automobilhersteller
6.2 Kundenseite
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das Konzept des "Universal Design" eine geeignete Strategie für Automobilhersteller darstellt, um das wachsende Marktpotenzial der Generation 50plus zu erschließen, ohne dabei jüngere Kundengruppen auszuschließen oder ältere Kunden durch stigmatisierende Produkte anzusprechen.
2.1 Definition
Was verbirgt sich genau hinter „Universal Design“? Der Leitsatz des Universal Design Ansatzes lautet: werden gute Produkte für alte Menschen entworfen, so schließt man die Jüngeren automatisch ein. Wird ein Produkt nur für jüngere Konsumenten entworfen, so werden die Älteren ausgeschlossen (Siemens 2005a, S. 10). Der amerikanische Architekt Ronald L. Mace prägte in den 80er Jahren den Begriff des „Universal Design“ am Center for Universal Design der North Carolina State University und definierte ihn folgendermaßen:
„Universal design is the design of products and environments to be usable by all people, to the greatest extent possible, without the need for adaptation or specialized design. The intent of universal design is to simplify life for everyone by making products, communications, and the built environment more usable by as many people as possible at little or no extra cost. Universal design benefits people of all ages and abilities.” (Mace et al. 1998, S. 11)
Um die Andersartigkeit aller Menschen einzubeziehen, der durchschnittliche „Otto Normalverbraucher“ existiert nicht, stehen Produktentwickler vor der Herausforderung, ein breites Spektrum an menschlichen Eigenschaften und Fähigkeiten zu berücksichtigen. Neuentwicklungen und Technik müssen nach den Bedürfnissen und Wünschen der Benutzer gestaltet werden.
1 Einleitung: Einführung in die demographische Relevanz der Generation 50plus und Vorstellung des Universal Design Ansatzes als Strategie zur Produktentwicklung.
2 Universal Design: Definition des Universal Design, Darstellung historischer Hintergründe sowie Erläuterung der sieben Kernkriterien zur Erschließung einer breiten Zielgruppe.
3 Die Zielgruppe 50plus: Analyse der heterogenen Generation 50plus, ihrer altersbedingten biologischen und sozialen Veränderungen sowie der zugrunde liegenden Wertvorstellungen.
4 Relevanz der Zielgruppe 50plus für die Automobilbranche: Untersuchung des demographischen Wandels, der hohen Bedeutung von individueller Mobilität und des spezifischen Kaufverhaltens dieser Generation.
5 Implementierung von Universal Design in der Automobilbranche: Aufzeigen konkreter Umsetzungsmöglichkeiten innerhalb von Unternehmen und durch technologische sowie ergonomische Anpassungen am Fahrzeug.
6 Empirische Erhebungen: Präsentation der Ergebnisse einer Befragung von Automobilherstellern sowie einer Kundenumfrage hinsichtlich Einstellungen und Präferenzen im Automobilsektor.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Schlussfolgerung zur strategischen Bedeutung von Universal Design für zukünftige Markterfolge.
Universal Design, Generation 50plus, Demographischer Wandel, Automobilbranche, Mobilität im Alter, Produktentwicklung, Barrierefreiheit, Konsumentenverhalten, Ergonomie, Fahrerassistenzsysteme, Marketingstrategie, Kaufkriterien, Seniorenmarketing, Design for All, Alterssimulation.
Die Arbeit untersucht, wie Automobilhersteller durch "Universal Design" Produkte entwickeln können, die sowohl den Bedürfnissen der wachsenden Zielgruppe 50plus gerecht werden als auch für jüngere Kunden attraktiv bleiben.
Die Arbeit verknüpft Themen wie demographischen Wandel, Konsumentenpsychologie, Ergonomie im Fahrzeugbau und strategische Produktgestaltung.
Im Kern steht die Frage, ob Universal Design als ganzheitliche Strategie fungieren kann, um das wirtschaftliche Potenzial der Generation 50plus zu nutzen, ohne dabei Stigmatisierung durch spezielle "Seniorenprodukte" zu riskieren.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse führt die Arbeit eine empirische Untersuchung durch, bestehend aus einer Befragung deutscher Automobilhersteller und einer quantitativen Kundenumfrage.
Der Hauptteil analysiert die Zielgruppe 50plus, begründet deren Relevanz für den Automarkt und zeigt konkrete Implementierungsansätze in Strategie, Produktgestaltung und Kommunikation auf.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Universal Design, Generation 50plus, Mobilität, Automobilmarkt und ergonomische Produktentwicklung definiert.
Der Alterssimulationsanzug ermöglicht es Entwicklern und Managern, körperliche Einschränkungen des Alters selbst zu erleben, um so ein besseres Verständnis für die Notwendigkeit barrierefreier und bedienungsfreundlicherer Fahrzeugkomponenten zu entwickeln.
Die Hersteller befürchten eine Stigmatisierung der Käufer und den Verlust eines jugendlichen Markenimages, da Kunden sich nicht mit ihren Defiziten identifizieren möchten, sondern hochwertige, universell einsetzbare Produkte bevorzugen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

