Forschungsarbeit, 2000
27 Seiten, Note: 1,6
1. Vorwort
2. Einleitung
2.1 Einführung in die Suizidologie
2.1.1 Definitionen
2.1.2 Suizid und Suizidversuch
2.1.3 Kurzer Einblick in die Suizidologie
3. Die Betroffenen
3.1 Wer ist betroffen?
3.1.1 Risikogruppen
3.2 Motive und Ursachen einer Selbstmordhandlung
3.2.1 Das präsuizidale Syndrom
3.3 Methoden des Selbstmords
4. Die Umgebung
4.1 Soziologische Untersuchungen
4.2 Gesellschaftliche Einstellung zum suizidalen Verhalten
5. Die Helfer
5.1 Wer kann Selbstmordhandlungen verhindern?
5.2 Die medizinische Klinik
6. Grundlagen der Selbstmordverhütung
6.1 Rechtfertigung von Selbstmordverhütung
6.1.1 Moralische Bewertung
6.1.2 Rechtliche Bewertung
6.2 Suizidprävention
6.2.1 Möglichkeiten der Suizidprävention
6.2.1.1 Institutionelle Suizidprävention
6.2.1.1 Krisenintervention
7. Zusammenfassung
8. Anmerkung
8.1 Literaturverzeichnis
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die Suizidologie zu geben, wobei insbesondere die Suizidprävention, die Motive und Ursachen von Suizidhandlungen sowie der professionelle Umgang mit suizidgefährdeten Patienten in klinischen Settings beleuchtet werden.
3.2.1 Das präsuizidale Syndrom
Im Jahre 1953 erschien von Ringel das bedeutende Werk „Der Selbstmord - Abschluß einer krankhaften psychischen Entwicklung“. Die Grundlage der Ausführung bildeten 745 gerettete Suizidpatienten der Psychiatrischen Universitätsklinik in Wien, die der Verfasser eingehend untersucht hatte mit dem Ergebnis: Sie alle hatten vor der Selbstmordhandlung für jeden außenstehenden Beobachter sichtbare Auffälligkeiten, die Ringel unter der Überschrift „präsuizidales Syndrom“ zusammenfaßte. Er gliederte es in:
a) Einengung
Damit meinte er den situativ und dynamisch eingeengten Lebensraum, der dem Betreffenden keine Bewegungsfreiheit mehr erlaubt. Das kann situativ zum Beispiel eine finanzielle Notlage sein und dynamisch eine Beschränkung der Gefühle auf nur diesen einen Gedanken an den Tod.
b) gehemmte Aggression
Mit der Aggressionshemmung, die dann gegen die eigene Person gerichtet ist, wie es in der genaueren Beschreibung heißt, wird die besondere Handlungsart angesprochen, die mit dem Hand- an-sich-Legen sich aber nicht nach außen, sondern nach innen entlädt. Der Untersucher hatte offenbar Menschen im Auge, die vor Wut kochen, aber niemandem etwas zuleide tun können - eben nur sich selbst.
c) Selbstmordphantasien
Schließlich gibt es Menschen, die von ihren inneren und äußeren Umständen so belastet sind, daß der Gedanke an den Tod verlockend zu werden beginnt und der Rückzug von der grauen Realität in das Reich der Phantasie jenseits von allem Schrecken zum alles beherrschenden Gedanken wird. Man hört ja oft, man habe nichts mehr zu verlieren, es kann nur besser werden. (Pohlmeier, 1978, S. 26)
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation, das Thema Suizidologie im Rahmen seines Studiums der Sozialarbeit zu behandeln, basierend auf seinen Erfahrungen in der Altenpflege.
2. Einleitung: Dieses Kapitel liefert grundlegende Begriffsdefinitionen und unterscheidet zwischen Suizid, Suizidversuch und allgemeiner Suizidalität.
3. Die Betroffenen: Hier werden verschiedene Risikogruppen analysiert und die psychologischen Hintergründe sowie das präsuizidale Syndrom detailliert beschrieben.
4. Die Umgebung: Dieser Abschnitt untersucht den Einfluss soziologischer Faktoren sowie den gesellschaftlichen Wandel in der Einstellung gegenüber suizidalem Verhalten.
5. Die Helfer: Es werden Möglichkeiten der Suizidverhütung durch Institutionen sowie die Rolle der medizinischen Klinik und des Fachpersonals erörtert.
6. Grundlagen der Selbstmordverhütung: Dieses Kapitel widmet sich der moralischen und rechtlichen Bewertung der Suizidverhütung sowie den Methoden der Suizidprävention und Krisenintervention.
7. Zusammenfassung: Der Autor resümiert die wesentlichen Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit menschlicher Zuwendung in der Präventionsarbeit.
8. Anmerkung: Dieses Kapitel enthält das vollständige Literaturverzeichnis der Arbeit.
Suizid, Suizidologie, Suizidprävention, Suizidversuch, präsuizidales Syndrom, Krisenintervention, Depression, Selbstmordverhütung, Sozialarbeit, Risikogruppen, psychische Störungen, Kommunikation, Klinik, Suizidalität, psychosoziale Hilfe.
Die Arbeit bietet einen strukturierten Überblick über das gesamte Feld der Suizidologie, von theoretischen Grundlagen bis hin zu praktischen Ansätzen der Suizidprävention.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Suizidalität, die Identifikation gefährdeter Personengruppen, die Analyse von Motiven sowie die Darstellung professioneller Interventionsstrategien.
Das primäre Ziel ist eine abgerundete Darstellung der Suizidologie zu schaffen, um ein tieferes Verständnis für die Problematik zu vermitteln und die Notwendigkeit von Präventionsarbeit zu untermauern.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse und die Auswertung psychiatrischer sowie soziologischer Fachliteratur, um den aktuellen Stand der Suizidforschung abzubilden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse von Risikogruppen, den Motiven und Ursachen einer Selbstmordhandlung, den soziologischen Einflüssen sowie der konkreten Arbeit in Kliniken und Kriseninterventionszentren.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Suizidalität, Prävention, Krisenintervention, psychische Gesundheit, soziale Unterstützung und das präsuizidale Syndrom geprägt.
Es bezeichnet einen von Erwin Ringel beschriebenen Zustand vor einer Suizidhandlung, der durch Einengung, gehemmte Aggression und Suizidphantasien gekennzeichnet ist.
Es wird betont, dass Suizidalität offen angesprochen werden muss. Der Fokus liegt auf dem Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung und dem Versuch, die gestörte Kommunikation des Patienten wieder zu stabilisieren.
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