Masterarbeit, 2022
42 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition stationärer Telekommunikationsfachhandel
3. Problemstellung
3.1 Entwicklung E-Commerce, stationärer Handel, verändertes Konsumverhalten
3.2 Omnichannel / Multichannel
4. Design Thinking Entwicklung, Theorie und Forschungsstand
4.1 Historische Entwicklung von Design Thinking
4.2 Die Theorie und Modelle des Design Thinking Prozesses
4.3 Forschungsergebnisse aus Design Thinking Prozessen
5. Design Thinking Mindset, Prinzipien und Regeln
5.1 Design Thinking Mindset
5.2 Prinzipien des Design Thinkings
5.3 Regeln für den Design Thinking Prozess
6. Design Thinking als Innovationsmethode zur Absatzsteigerung im stationären Telekommunikationsfachhandel
6.1 Prozessphase 0 Bildung des Multidisziplinären Teams, Icebreaker und laufendes Management von Gruppendynamik und anderen Gruppenphänomenen
6.2 Phase 1 Kontext verstehen
6.3 Phase 2 Menschen beobachten
6.4 Phase 3 Sichtweise definieren
6.5 Phase 4 Ideen entwickeln
6.6 Prototypen entwickeln und Testen
7. Fazit
Die vorliegende Master-Thesis zielt darauf ab, Design Thinking als Innovationsmethode zur Absatzsteigerung im stationären Telekommunikationsfachhandel zu etablieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch den Einsatz dieses nutzerzentrierten Prozesses die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des stationären Handels angesichts wachsender E-Commerce-Konkurrenz stabilisiert und gesteigert werden kann.
3.1 Entwicklung E-Commerce, stationärer Handel, verändertes Konsumverhalten
Der E-Commerce Absatz ist seit der Jahrtausendwende stetig gewachsen. Die Corona Pandemie hat diesen Trend nochmals beschleunigt. Neben den steigenden Absatzzahlen im E-Commerce, welche noch grafisch dargestellt werden, wird dieser Trend auch durch das grundsätzlich veränderte Kaufverhalten von Konsumenten untermauert. Eine entsprechende Studie zu dieser Fragestellung der IFH Köln (Deckers, Weinand, & Frings, 2021) fand heraus, dass Konsumenten zum überwiegenden Teil kürzere Zeit in Innenstädten und in Geschäften verbrachten als vor der Pandemie. Darüber hinaus gab eine steigende Anzahl von Befragten an, das sie Einkäufe, welche sie normalerweise im Geschäft erledigt hätten, online getätigt haben. Diese Ausprägung dieser Angaben korrelierte positiv mit steigenden Inzidenzen oder Lock down Maßnahmen. Es ist wohl auch auf dieses sich veränderte Konsumverhalten zurückzuführen, das im Jahr 2020 insgesamt 72,8 Mrd. Euro im E-Commerce Markt (B2C) umgesetzt wurden, was ein Wachstum von 23% gegenüber dem Vorjahr (2019 – Pre-Corona) darstellt.
Dies stellt den größten Zuwachs in den letzten zwanzig Jahren da. Der umsatzstärkste Online-Händler in Deutschland ist Amazon, gefolgt vom Versandhandelsriesen Otto und dem Modehändler Zalando. Auf den ersten beiden Plätzen der vermarkteten Warengruppen befand sich im Jahr 2021 Bekleidung (Platz 1) mit einem Umsatzvolumen von 19,27 Milliarden Euro und Elektronikartikel und Telekommunikation (Platz 2) mit einem Umsatzvolumen von 16,44 Milliarden Euro (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), 2022). Obwohl der absolute Umsatz im Einzelhandel (über alle Vertriebslinien) analog E-Commerce seit der Jahrtausendwende ebenfalls von 428,3 Milliarden Euro im Jahr 2000 bis 551,8 Milliarden Euro im Jahr 2020 stetig stieg, ist der darin enthaltene Anteil aus stationären Absatzeinheiten rückläufig. Im Jahr 2000 wurden nur 0,2% des gesamten Umsatzes über den Onlinehandel generiert. Im Jahr 2020 waren es bereits 5,9% (Roik, 2021). Diese Entwicklung ist nicht nur auf die Corona Pandemie zurückzuführen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen des stationären Handels durch die E-Commerce-Konkurrenz und motiviert Design Thinking als Lösungsansatz.
2. Begriffsdefinition stationärer Telekommunikationsfachhandel: Dieses Kapitel definiert das Tätigkeitsfeld des stationären Handels als Ort der physischen Präsenz und Beratung.
3. Problemstellung: Es wird analysiert, wie verändertes Konsumverhalten und technologische Entwicklungen den stationären Umsatz unter Druck setzen und welche Anpassungsnotwendigkeiten bestehen.
4. Design Thinking Entwicklung, Theorie und Forschungsstand: Hier werden der historische Ursprung der Methodik sowie die theoretischen Basismodelle des Design Thinking Prozesses hergeleitet.
5. Design Thinking Mindset, Prinzipien und Regeln: Dieses Kapitel erläutert die notwendige Haltung, Grundprinzipien und Verhaltensregeln, die für den Erfolg eines Design Thinking Prozesses unerlässlich sind.
6. Design Thinking als Innovationsmethode zur Absatzsteigerung im stationären Telekommunikationsfachhandel: Das Hauptkapitel beschreibt die konkrete Anwendung der sechs Prozessphasen – von der Teambildung über das Nutzerbeobachten bis hin zum Prototyping und Testen – für den Fachhandel.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz von Design Thinking als zukunftsfähige Methode zusammen und bietet einen kritischen Ausblick auf die praktische Umsetzung im Unternehmen.
Design Thinking, stationärer Telekommunikationsfachhandel, E-Commerce, Innovationsmethode, Konsumverhalten, Gruppendynamik, Nutzerzentrierung, Prototyping, Multichannel, Omnichannel, Kundenbindung, Teamkultur, User Journey, Empathie, Innovationsmanagement.
Die Thesis untersucht, wie Design Thinking als Innovationsmethode eingesetzt werden kann, um den Absatz im stationären Telekommunikationsfachhandel zu steigern und sich gegen Online-Wettbewerber zu behaupten.
Die Arbeit verknüpft die Felder Innovationsmanagement und Design Thinking mit dem spezifischen Kontext des stationären Einzelhandels sowie der Analyse von Konsumentenverhalten und psychologischen Gruppenphänomenen.
Das Ziel ist es, eine Handreichung zu entwickeln, die Unternehmen dabei unterstützt, durch den Design Thinking Prozess zielgerichtet innovative Lösungen für die stationäre Kundenansprache zu finden und umzusetzen.
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die durch sekundäranalytische Forschung und die Anwendung des Design Thinking Frameworks als methodischer Leitfaden strukturiert ist.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Mindset und Regeln sowie eine detaillierte, phasenbasierte Anleitung zur Durchführung von Design Thinking Projekten, inklusive Teambildung und spezifischen Modellen wie der User Journey.
Zu den Kernbegriffen zählen Design Thinking, stationärer Einzelhandel, Innovationsmanagement, Konsumentenpsychologie, Gruppendynamik und die Optimierung der User Experience am Point of Sale.
Laut der Studie ist die Zusammensetzung interdisziplinärer Teams mit passenden Rollen (z. B. nach Belbin) und das Management der Gruppendynamik ein kritischer Erfolgsfaktor, um kreative Lösungen zu generieren und Blockaden zu vermeiden.
Diese Phase stellt sicher, dass das Problem der absinkenden Frequenzen im stationären Handel ganzheitlich aus Sicht des Unternehmens und des Kunden beleuchtet wird, bevor auf Basis von Daten und Erkenntnissen ein konkreter Forschungsplan erstellt wird.
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