Diplomarbeit, 2022
31 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung, Motivation
2. Hauptteil
2.1 Die Sicht von Felix Maria Arnet
2.2 Youtube-Vortrag von Stefan Lapenat
2.3 Das Donald Duck Prinzip
2.4 Das Boiling Frog Prinzip
2.5 Das >>Innere Team<< und das Innere Team in Aktion
2.6 Reflexion des beraterischen Prozesses im Hinblick auf die Verbindung der Theorie mit mindestens einer Methode
3. Schlussteil: meine Erkenntnisse, Zukunftsvision und Fazit
Die Facharbeit untersucht das Phänomen des Scheiterns und dessen Neubewertung im Kontext der systemischen Beratung, mit dem Ziel, einen konstruktiven und resilienten Umgang mit Misserfolgen zu etablieren, um Burnout vorzubeugen und persönlichen Wachstum zu fördern.
2.1 Die Sicht von Felix Maria Arnet
Im Interview mit Frau Mara Selvini Palazzoli wird deutlich, dass die vorherrschenden psychoanalytischen Denk-/ Handlungsmodelle das medizinische Modell zugrunde legen, wo fast alle menschlichen Probleme als Probleme von Individuen gesehen werden. Individuen werden also losgelöst von ihrem natürlichen und ökosystemischen Kontext und damit künstlich isoliert und hinsichtlich psychiatrischer Gesundheits- und Krankheitslehre kategorisiert (vgl. Ritscher u.a. 2017: 25).
Ausgehend von meinen Vorüberlegungen im Einleitungsteil und von dieser von Palazzoli getätigten Bemerkung über die kritische Sichtweise zur klassischen Psychoanalyse fügt sich die Sichtweise von Felix Maria Arnet sehr gut in die systemische Sichtweise und somit in meine vorliegende Arbeit ein.
Für Arnet gehört Scheitern zum Leben. „Alles, was wir uns aneignen, erarbeiten wir uns durch bewusstes Scheitern“ (Arnet 2017: 10).
Demzufolge habe ein Kleinkind nur deshalb laufen gelernt, weil es nie aufgegeben habe, es zu versuchen, obwohl es immer wieder hingefallen sei. Ein Kleinkind käme nie auf die Idee, dass es scheitere und deshalb würde es nie frustriert aufhören es zu versuchen oder gar in eine Depression verfallen.
Wir probieren etwas aus. In der Regel klappt es nicht gleich beim ersten Mal. Also versuchen wir es erneut. Klappt wieder nicht. Mist! Egal. Ich will es schaffen! Also auf, noch einmal! Dieses Mal ein bisschen anders. Ha, geht doch schon besser! Aber noch nicht ganz. Kurze Pause. Ich weiß, ich kann es schaffen. Und los! (ebenda: 10).
Da wäre es doch schön, dass wir uns die kindliche Robustheit und Resilienz (als eine Verhaltensstrategie) erhalten würden.
1. Einleitung, Motivation: Der Autor erläutert seine persönliche Faszination für das Thema Scheitern, motiviert durch ein Fachseminar und das Ziel, einen konstruktiven Umgang mit Niederlagen zu erlernen.
2. Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert theoretische Perspektiven auf das Scheitern (Arnet, Tarr, Lapenat), führt die Fail-Forward-Strategie ein und verknüpft diese mit dem systemischen Konzept des Inneren Teams sowie dem Boiling-Frog-Syndrom, um praktische Berateransätze abzuleiten.
3. Schlussteil: meine Erkenntnisse, Zukunftsvision und Fazit: Der Autor resümiert, dass Scheitern als Teil eines Lernprozesses begriffen werden sollte und plädiert für einen gelasseneren Lebensstil, der kulturell bewusster mit Krisen umgeht.
Scheitern, Misserfolg, systemische Beratung, Failing-forward, Resilienz, Inneres Team, Fehlerkultur, Burnout-Prophylaxe, Coping-Strategien, Fehlerakzeptanz, Persönlichkeitsentwicklung, Boiling-Frog-Syndrom, Selbstreflexion, Lernprozess, Motivation.
Die Arbeit behandelt den bewussten und konstruktiven Umgang mit Scheitern und Misserfolgen innerhalb der systemischen Beratung, um Stress abzubauen und Burnout vorzubeugen.
Die zentralen Felder umfassen die systemische Haltung, psychologische Resilienzkonzepte, das Modell des Inneren Teams nach Schulz von Thun sowie moderne Strategien wie "Fail-Forward".
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Scheitern als Lernchance genutzt werden kann, um statt bloßem Misserfolg ein Gelingen durch aktive, bewusste Lebensgestaltung zu erreichen.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis systemischer Beratungsmodelle, ergänzt durch die Literaturrecherche und Reflexion aktueller Fachliteratur und Vorträge.
Im Hauptteil werden die Ansätze von Arnet, Tarr und Lapenat diskutiert, das Boiling-Frog-Syndrom als Warnsignal besprochen und die praktische Anwendung von systemischen Methoden zur Krisenbewältigung erläutert.
Scheitern, systemische Beratung, Resilienz, Failing-forward und Fehlerkultur sind die prägenden Begriffe der Arbeit.
Der Autor weist darauf hin, dass eine klare Trennung schwerfällt, sieht im Scheitern jedoch eine tiefere existenzielle Erfahrung, die bei richtiger Verarbeitung zu persönlichem Wachstum führen kann, während Misserfolg oft eine spezifische Zielverfehlung beschreibt.
Die Arbeit mit dem Inneren Team dient dazu, verschiedene Anteile der eigenen Persönlichkeit in Kommunikation zu bringen, um nach einer Krise einheitlich und authentisch wieder handlungsfähig zu werden.
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