Diplomarbeit, 2008
97 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Internationale Wachstumsstrategien
2.1.1 Internes versus externes Wachstum
2.1.1.1 Internes Wachstum (organisches Wachstum)
2.1.1.2 Externes Wachstum (integrierendes Wachstum)
2.1.1.3 Kooperatives Wachstum
2.2 Darstellung des Konzepts von Bartlett/Ghoshal
3 Empirischer Teil
3.1 Kontext der weltweiten Automobilindustrie in den 1990er Jahren
3.1.1 Weltweite Überkapazitäten in der Automobilindustrie
3.1.2 Die Situation der europäischen Automobilhersteller in den 1990er Jahren
3.2 Methodik: Qualitative Analyse von Datenquellen
3.3 Ergebnisse der Studie
3.3.1 Volkswagen AG
3.3.1.1 Phase I: Die distributionsorientierte multinationale Konzern-Phase
3.3.1.2 Phase II: Die produktionsorientierte multinationale Konzern-Phase
3.3.1.3 Phase III: Auf dem Weg zu einem transnationalen Konzern
3.3.1.3.1 Schlüssel zur Transnationalisierung: Die Plattformstrategie
3.3.1.3.2 Die Sonderstellung der chinesischen Produktionsstätten
3.3.2 Renault S.A.
3.3.2.1 Die Internationalisierungsgeschichte Renaults bis 1999
3.3.2.1.1 American Motors Corporation (AMC)
3.3.2.1.2 Volvo
3.3.2.2 Entstehung der strategischen Allianz zwischen Renault und Nissan
3.3.2.2.1 Situation bei Renault (Motive zur Partnerschaft)
3.3.2.2.2 Situation bei Nissan (Motive zur Partnerschaft)
3.3.2.2.3 Die Chronologie der Partnerschaft zwischen Renault und Nissan
3.3.2.2.4 Ergebnisse der Partnerschaft
3.3.3 Die Internationalisierungsgeschichte der Daimler AG
3.3.3.1 Phase I: Die Produktoffensive
3.3.3.2 Phase II: Die Suche nach neuen Produktionsmodellen
3.3.3.3 Phase III: Die Globalisierungsoffensive
3.3.3.4 Der Wandel zum transnationalen Konzern
3.3.3.4.1 Beweggründe zur Fusion von Daimler-Benz und Chrysler 1998
3.3.3.4.2 Chronologie des Zusammenschlusses bis zur Trennung des deutsch-amerikanischen Konzerns
3.3.3.4.3 Ergebnisse
4 Gestaltungsempfehlungen für die Praxis
4.1 Die Mergers & Acquisitions-Theorie
4.2 Ursachen für das Scheitern von DaimlerChrysler
4.2.1 Interkulturelle Probleme und das Thema „the Merger of Equals“
4.2.2 Fehler im Management
4.3 Implikationen für strategische Allianzen am Beispiel Renault-Nissan
4.4 Implikationen am Beispiel des Volkswagen Konzerns
5 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, auf der Basis von Wachstumsstrategien die Erfordernis einer transnationalen Ausrichtung für drei exemplarisch herausgesuchte europäische Automobilhersteller darzustellen und Gestaltungsvorschläge für die Praxis sowie Implikationen für das Management abzuleiten.
3.3.1.2 Phase II: Die produktionsorientierte multinationale Konzern-Phase
Die erste Absatzkrise in Deutschland im Jahre 1967 traf den Volkswagen-Konzern härter als die anderen Wettbewerber. Zwar war der Käfer kontinuierlich verbessert worden, doch war er vom Grundmodell her nicht mehr zeitgemäß. So wurde seine Produktion in Deutschland 1974 eingestellt. An seine Stelle trat der VW Golf. Dies war zugleich der strategische Wechsel vom bis dato vollzogenen Fordismus hin zum einheitlichen Massenprodukt nach dem Baukastenprinzip, welches die Skalen- und Verbundeffekte einander näher bringen sollte. Man begann damit, dieselbe Produktbasis für den Golf und den Audi 50 sowie eine andere „Plattform“ für den VW Passat und den Audi 80 zu verwenden. Audi gehörte bereits seit 1964 dem VW-Konzern an.
Die Plattformstrategie führte dazu, dass die alten starren Formen der Arbeitsorganisation überdacht werden mussten. Die Plattformentwicklung nimmt im Automobilbau eine herausragende Rolle ein. Die Plattform bildet die Ausgangsbasis für die Fahrzeugentwicklung. So werden bei der Produktion ausgehend von der Plattform die Karosserieaufbauten und Baugruppen zu einem fertigen Pkw zusammengefügt.
Außerdem wurden flexiblere Arbeitsmodelle wie z.B. Gruppenarbeit eingeführt. Diese neuen Rahmenbedingungen führten zu einem Wandel der Internationalisierungsstrategien des Konzerns. Die distributionsorientierte Phase wurde durch die Errichtung neuer Produktionsstätten in Nigeria (1975), Argentinien (1980), Ägypten (1981) und der VR China (1983) fortgesetzt. Doch dann fand während der multinationalen Konzern-Phase eine stärkere europäische Ausrichtung statt. So wurde 1971 ein Werk in Brüssel errichtet und 1982 eine Kooperation mit dem spanischen Automobilhersteller Seat eingegangen. Dies war der Beginn einer neuen qualitativen Internationalisierung des Automobilherstellers. 1986 erwarb VW
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der europäischen Automobilindustrie in den 1990er Jahren ein und definiert die Forschungsziele der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Wachstumsstrategien und das transnationale Organisationsmodell von Bartlett und Ghoshal als theoretische Basis.
3 Empirischer Teil: Hier werden die Internationalisierungsstrategien von Volkswagen, Renault und Daimler anhand von Fallbeispielen und unter Berücksichtigung des Marktumfelds detailliert analysiert.
4 Gestaltungsempfehlungen für die Praxis: Auf Basis der Mergers & Acquisitions-Theorie werden Ursachen für das Scheitern von DaimlerChrysler untersucht und Implikationen für strategische Allianzen abgeleitet.
5 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zur Transnationalisierung zusammen und wirft einen Blick auf künftige Herausforderungen der Branche.
Automobilindustrie, Internationalisierung, Wachstumsstrategien, Transnationalisierung, Volkswagen, Renault, Nissan, DaimlerChrysler, Fusion, strategische Allianz, Plattformstrategie, M&A-Theorie, Überkapazitäten, Unternehmenskultur, Wissensmanagement.
Die Arbeit untersucht den Wandel europäischer Automobilhersteller zu transnationalen Konzernen angesichts des zunehmenden Wettbewerbsdrucks in den 1990er Jahren.
Die zentralen Themen sind internationale Wachstumsstrategien, transnationale Organisationsmodelle, die Analyse von Unternehmenskulturen in Allianzen und das Management von Fusionen und Akquisitionen.
Ziel ist es, Gestaltungsempfehlungen für die Praxis sowie Implikationen für das Management abzuleiten, basierend auf den unterschiedlichen Vorgehensweisen von Volkswagen, Renault und Daimler.
Die Arbeit verwendet eine qualitative Analyse von Datenquellen, orientiert an der qualitativen Sozialforschung nach Mayring, basierend auf einer Auswertung von Sekundärquellen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Internationalisierungsgeschichten von VW, Renault und der Daimler AG und diskutiert die theoretischen Phasen der Unternehmensentwicklung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Automobilindustrie, Transnationalisierung, Plattformstrategie, M&A-Theorie und Allianzmanagement charakterisiert.
Dieses Modell dient als idealtypischer Rahmen, um zu verstehen, wie Konzerne globale Effizienz mit lokaler Anpassungsfähigkeit und weltweiter Lernfähigkeit verbinden können.
Während Renault mit Nissan eine erfolgreich gelebte, komplementäre Allianz bildete, scheiterte die Fusion von DaimlerChrysler primär an interkulturellen Konflikten und einem fehlerhaften Integrationsmanagement.
Sie ist ein wesentlicher Schlüssel zur Transnationalisierung, da sie hilft, Skaleneffekte zu erzielen, Entwicklungskosten zu senken und gleichzeitig die Variantenvielfalt für verschiedene Märkte zu erhöhen.
Weil VW bereits früh in den 1950er Jahren in Schwellenländern wie Brasilien und Mexiko produzierte und frühzeitig integrierte Produktionsnetzwerke aufbaute.
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