Diplomarbeit, 2002
87 Seiten, Note: Gut
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemdarstellung und Eingrenzung des Themas
1.3 Vorgehensweise
2 Middleware
2.1 Definition
2.2 Kategorien
2.3 Einsatzgründe
2.4 Nutzen
3 Enterprise Application Integration
3.1 Definition
3.2 Integrationsebenenen
3.2.1 Integration auf Datenebene
3.2.2 Integration auf Objektebene
3.2.3 Integration auf Prozessebene
3.3 Architektur
3.3.1 Komponenten
3.3.2 Message Broker
3.3.3 Integration Server
3.4 Funktionen
3.5 Einsatzmöglichkeiten
3.5.1 Application-to-Application (A2A)
3.5.2 Administration-to-Administration (A2A)
3.5.3 Business-to-Business (B2B)
4 Web Services
4.1 Definition
4.2 Architektur
4.2.1 Serviceanbieter
4.2.2 Servicenachfrager
4.2.3 Serviceregistrierung
4.3 Komponenten
4.3.1 Hypertext Transfer Protocol (HTTP)
4.3.2 Extensible Markup Language (XML)
4.3.3 Simple Object Access Protocol (SOAP)
4.3.4 Web Service Description Language (WSDL)
4.3.5 Universal Description Discovery Integration (UDDI)
4.4 Einsatzmöglichkeiten
4.4.1 Application-to-Application (A2A)
4.4.2 Business-to-Business (B2B)
4.4.3 Consumer-to-Administration (C2A)
5 Szenario
5.1 Haushalts- und Verwaltungsreform
5.2 Situation in Hessen
5.3 Situation Rheinland-Pfalz
5.3.1 Kameralistik und Doppik
5.3.2 Finanzsysteme des Landes Rheinland-Pfalz
5.3.3 Standardsoftware SAP R/3
5.4 Ist-Zustand Integrationsarchitektur
5.5 Lösungsansatz Enterprise Application Integration
5.6 Lösungsansatz Web Services
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Untersuchung der Investitions- und Zukunftssicherheit von DV-Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung unter Einsatz moderner Integrationsmiddleware. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie bestehende heterogene IT-Systemlandschaften durch Integrationstechnologien effizient modernisiert und in zukunftsfähige IT-Architekturen überführt werden können, ohne dabei frühere Investitionen zu entwerten.
3.3.1 Komponenten
EAI-Systeme stellen vorgefertigte standardisierte Verbindungsmodule bereit, um Applikationen nach dem jeweiligen Architekturkonzept untereinander bzw. miteinander zu verknüpfen. Diese Verbindungen werden Adapter oder Konnektoren genannt. EAI-Systeme können Verbindungen zu den einzelnen Applikationen verschieden aufbauen. So können sie beispielsweise eine Verbindung von einer Applikation zu einer anderen direkt aufbauen oder immer nur Verbindungen zu sich selbst zulassen. Ferner können Daten vom Format der Anwendung A in das Format der Anwendung B umgewandelt werden oder erst grundsätzlich alle Daten in ein allgemeingültiges Format konvertiert werden etc.. Des Weiteren werden Workflowmanagementsysteme dazu genutzt, um betriebwirtschaftliche Geschäftsprozesse abzubilden und generieren zu können.
Adapter: Jedes EAI-System sollte eine Reihe von standardisierten Adaptern bieten. Um eine marktübliche Integration zu erleichtern und den individuellen Programmieraufwand zu minimieren, benötigt ein EAI-System beispielsweise zur Anbindung an Standardapplikationen schon vorgefertigte Lösungen. Standardapplikationen sind z.B. ERP-Systeme der Unternehmen SAP, Peoplesoft oder Siebel. Die Integration solcher Systeme sollte ein EAI-System durch vorgefertigte Module unterstützen. Die Module werden Konnektoren, Adapter oder einfach Schnittstellen genannt.
1 Einleitung: Beschreibt den Reformbedarf in der öffentlichen Verwaltung und die Notwendigkeit, Altsysteme durch neue IT-Architekturen zukunftsfähig zu machen.
2 Middleware: Definiert den Begriff Middleware und erläutert verschiedene Kategorien sowie die Vorteile des Einsatzes dieser Softwareinfrastruktur.
3 Enterprise Application Integration: Untersucht die Grundlagen, Ebenen, Architekturansätze und Funktionen der EAI zur Integration heterogener Anwendungen.
4 Web Services: Analysiert die Technologie der Web Services, deren Architektur (SOA) und zentrale Komponenten wie XML, SOAP, WSDL und UDDI.
5 Szenario: Detaillierte Darstellung der IT-Situation in der Finanzverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz und Anwendung der Konzepte von EAI und Web Services auf dieses Beispiel.
6 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftssicherheit von IT-Systemen durch moderne Middleware- und Web-Service-Lösungen.
Middleware, Enterprise Application Integration, EAI, Web Services, XML, SOAP, WSDL, UDDI, Investitionssicherheit, Zukunftssicherheit, Öffentliche Verwaltung, Finanzsysteme, IT-Architektur, Geschäftsprozessintegration, Standardsoftware.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, veraltete IT-Systemlandschaften in der öffentlichen Verwaltung durch moderne Integrationslösungen wie EAI und Web Services zukunftsfähig zu gestalten.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Kategorisierung von Middleware, die Architektur der Enterprise Application Integration und die technologischen Grundlagen von Web Services.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie vorhandene Investitionen in IT-Systeme geschützt und durch technologische Anpassungen auf eine zukunftsfähige Basis gestellt werden können.
Es wird eine deskriptive und analysierende Vorgehensweise gewählt, die theoretische Grundlagen mit einem konkreten Beispielszenario (Finanzsysteme Rheinland-Pfalz) verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung von Middleware, EAI und Web Services sowie die praktische Anwendung dieser Technologien auf die Finanzverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Middleware, EAI, Web Services, Investitionssicherheit, Zukunftssicherheit und Integration heterogener IT-Systeme geprägt.
Das Problem liegt in der Heterogenität der über 100 eingesetzten Anwendungssysteme, die teilweise auf unterschiedlichen Plattformen laufen und keine einheitlichen Schnittstellen besitzen.
Web Services bieten durch offene Standards (wie XML und SOAP) eine plattformunabhängige Interaktion, wodurch starre und proprietäre Schnittstellen vermieden werden können.
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