Bachelorarbeit, 2023
38 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung in die Problematik
2. Grundlagen der neuen CSRD-Richtlinien
2.1 Vorgaben der Neuregelung der CSRD
2.2 Governance-Offenlegungspflichten der neuen ESRS 2
3. Analyse der aktuellen Ist-Situation deutscher Unternehmen auf Erfüllung der Governance-Aspekten der neuen ESRS 2
3.1 Analyse der Berichte der Allianz SE von 2017 und 2021
3.2 Analyse der Berichte der Deutschen Bank AG von 2017 und 2021
4. Konsequenzen hinsichtlich der Umsetzung der neuen Richtlinien für deutsche Unternehmen
4.1 Mögliche Chancen der Realisierung der governancebezogenen Berichterstattungspflicht
4.2 Mögliche Herausforderungen der Realisierung der governancebezogenen Berichterstattungspflicht
5. Thesenartige Zusammenfassung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, kritisch zu untersuchen, wie sich die Einführung der neuen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) auf die Corporate Governance von deutschen Unternehmen auswirkt. Hierzu wird die angestrebte Soll-Situation mit der derzeitigen Praxis bei ausgewählten DAX-Konzernen verglichen, um Chancen und Herausforderungen für die künftige Berichterstattung zu identifizieren.
2.1 Vorgaben der Neuregelung der CSRD
Nach dem Inkrafttreten der EU-Taxonomie im Jahr 2020 (vgl. Europäische Kommission, COM (2021) 188 final, S. 1) wurde nun am 21.4.2021 die EU-Richtlinie zur Corporate Sustainability Reporting Directive herausgegeben. Diese enthält neue Anforderungen an die Berichterstattung von Unternehmen hinsichtlich ihrer sozialen, ökologischen und governancetechnischen Leistungen. Aufgrund von Interessenkonflikten wurden einige Änderungen an der Vorlage vorgenommen, sodass die neue Richtlinie am 16.12.2022 im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Innerhalb von 18 Monaten muss sie nun in nationales Recht umgesetzt werden (vgl. Amtsblatt der Europäische Union, (EU) 2022/2464).
Die neue CSRD umfasst einen größeren Anwendungsbereich. So bezieht sie sich fortan auf alle großen und börsennotierten Gesellschaften, einschließlich der KMUs (vgl. Amtsblatt der Europäische Union, (EU) 2022/2464, Abs. 17). In Deutschland steigt die Anzahl betroffener Unternehmen um das 30-fache. Während bislang nur 500 Unternehmen des öffentlichen Interesses von der bislang geltenden Berichtspflicht inkludiert wurden, werden es nunmehr bis zu 15.000 privatwirtschaftlich getragene Unternehmen (vgl. Deutsches Rechnungslegungs Standards Comittee e.V. 2021) sowie weitere 18.500 öffentliche Unternehmen (vgl. Institut der Wirtschaftsprüfer 2022) sein. Kritiker behaupten, dass die Corporate Sustainability Reporting Directive eine enorme Herausforderung für mittelständische Unternehmen darstellen wird, da diese bislang nicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet waren (vgl. Warnke et al., 2022, S. 466 ff.).
1. Einleitung in die Problematik: Die Einleitung thematisiert den steigenden Trend zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und erläutert, wie die CSRD als neue Richtlinie die Corporate Governance in der EU wesentlich beeinflusst und die Anforderungen an die Unternehmensführung verschärft.
2. Grundlagen der neuen CSRD-Richtlinien: Dieses Kapitel legt die Basis durch die Erläuterung der Vorgaben der CSRD und stellt die spezifischen Governance-Offenlegungspflichten innerhalb der neuen European Sustainability Reporting Standards (ESRS 2) vor.
3. Analyse der aktuellen Ist-Situation deutscher Unternehmen auf Erfüllung der Governance-Aspekten der neuen ESRS 2: Hier erfolgt eine praktische Untersuchung durch den Vergleich der Geschäftsberichte der Allianz SE und der Deutschen Bank AG aus den Jahren 2017 und 2021, um den Grad der Erfüllung künftiger Anforderungen zu beurteilen.
4. Konsequenzen hinsichtlich der Umsetzung der neuen Richtlinien für deutsche Unternehmen: Das Kapitel evaluiert die Potenziale und Hürden bei der Realisierung der neuen Berichterstattungspflichten und beleuchtet dabei Chancen durch eine bessere Transparenz sowie Herausforderungen für Unternehmen ohne Vorerfahrungen.
5. Thesenartige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer prägnanten, in Thesen unterteilten Zusammenfassung der Analyseergebnisse ab, die die Notwendigkeit einer adäquaten Anpassung der Unternehmensführung betont.
Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD, Corporate Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung, ESRS 2, European Sustainability Reporting Standards, Unternehmensführung, Allianz SE, Deutsche Bank AG, ESG-Kriterien, Risikomanagement, Offenlegungspflichten, Transparenz, Nachhaltigkeit, Diversität.
Die Arbeit untersucht den Wandel der Corporate Governance in Deutschland, der durch die Einführung der neuen CSRD-Richtlinie und die damit verbundenen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung ausgelöst wird.
Zu den Schwerpunkten zählen die regulatorischen Vorgaben der CSRD, die Governance-Standards der ESRS 2, die Analyse der Berichterstattungspraxis großer DAX-Unternehmen sowie die Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen Richtlinien.
Das Ziel ist eine kritische Bestandsaufnahme, inwiefern deutsche Unternehmen durch ihre bisherige Berichterstattungspraxis bereits auf die neuen Anforderungen vorbereitet sind und welche Auswirkungen dies auf ihre zukünftige Unternehmensführung hat.
Es wird eine theoretische Untersuchung der regulatorischen Vorgaben vorgenommen, gefolgt von einer qualitativen Analyse und einem Vergleich der Geschäftsberichte ausgewählter DAX-Konzerne, um den Erfüllungsgrad gegenüber den neuen Standards zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Richtlinien sowie eine detaillierte Auswertung der Berichte von Allianz SE und Deutscher Bank AG hinsichtlich ihrer Governance-Strukturen, Risikomanagementsysteme und Diversitätspolitik.
Wesentliche Begriffe sind CSRD, Corporate Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung, ESRS 2, ESG-Kriterien sowie die Analyse von Transparenz und Risikomanagement in großen deutschen Kreditinstituten und Versicherungen.
Die Analyse zeigt, dass beide Konzerne durch ihre bisherige Orientierung am Deutschen Corporate Governance Kodex bereits eine solide Basis haben und in vielen Bereichen, etwa bei der Beschreibung von Risikomanagementsystemen, die Anforderungen der ESRS 2 bereits weitgehend erfüllen.
Diversität ist ein zentraler Aspekt der Corporate Governance unter der CSRD. Die Arbeit verdeutlicht, dass Unternehmen ihre Strategien zur Diversität in den Führungsorganen nun detailliert offenlegen müssen, was für die untersuchten DAX-Unternehmen aufgrund ihrer bereits etablierten Ziele jedoch keine gänzlich neuen Anforderungen darstellt.
Die größte Herausforderung sieht die Autorin insbesondere bei Unternehmen ohne Vorerfahrungen und dem mittelständischen Sektor, die durch den Aufbau gänzlich neuer Prozesse und Systeme unter hohen Ressourcen- und Zeitdruck geraten könnten.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass für Unternehmen mit einer bereits starken Nachhaltigkeitsposition die Umsetzung der CSRD eine Chance bietet, ihre Transparenz zu erhöhen und ihre Wettbewerbsposition durch eine verbesserte Glaubwürdigkeit gegenüber Stakeholdern nachhaltig zu stärken.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

