Bachelorarbeit, 2020
30 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 DAS INKLUSIONSKONZEPT IM ZUGE DER UN-BEHINDERTENRECHTSKONVENTION
2.1 DIE UN-BEHINDERTENRECHTSKONVENTION UND DAS EINHERGEHENDE INKLUSIONSKONZEPT
2.2 DIE INDIVIDUELLE FÖRDERUNG ALS ZENTRALE MAßNAHME ZUR ERMÖGLICHUNG INKLUSIVER BESCHULUNG
2.3 MAßNAHMEN UND EINHERGEHENDE HERAUSFORDERUNGEN VON INDIVIDUELLER FÖRDERUNG UND INKLUSION
3 DIE MAßNAHME DER SCHULBEGLEITUNG ALS ERMÖGLICHUNG INDIVIDUELLER FÖRDERUNG AN INKLUSIVEN SCHULEN
3.1 DIE ZIELSETZUNG UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DER QUALIFIKATION UND DES AUFGABENBEREICHS VON SCHULBEGLEITER/INNEN
3.2 FORSCHUNGSSTAND
3.3 BEANTRAGUNG UND BEWILLIGUNG EINER SCHULBEGLEITUNG
4 DAS ASPERGER-SYNDROM
4.1 DIE ‚AUTISTISCHEN PSYCHOPATHEN‘ ASPERGERS – ENTDECKUNG UND WEITERENTWICKLUNG
4.2 DEFINITION UND ABGRENZUNG VON ANDEREN AUTISMUS-SPEKTRUM-STÖRUNGEN
4.3 DIAGNOSEVERFAHREN
5 BESONDERHEITEN VON SCHÜLER/INNEN MIT ASPERGER-SYNDROM
5.1 QUALITATIVE BEEINTRÄCHTIGUNG DER SOZIALEN INTERAKTION
5.2 QUALITATIVE BEEINTRÄCHTIGUNGEN DER WAHRNEHMUNG
5.3 AUFFÄLLIGKEITEN IM SPRACHVERSTÄNDNIS & -GEBRAUCH
5.4 AUFFÄLLIGKEITEN IN FORM VON SPEZIALINTERESSEN
5.5 KONSEQUENZEN FÜR DIE PÄDAGOGISCHE FÖRDERUNG
6 SCHULBEGLEITUNG FÜR SCHÜLER/INNEN MIT ASPERGER-SYNDROM
6.1 STUDIENERGEBNISSE
6.2 VORAUSSETZUNGEN UND ZIELSETZUNGEN FÜR DEN ERFOLG DER MAßNAHME
6.3 AUFGABENBEREICHE DER SCHULBEGLEITUNG IN BEZUG AUF DIE INDIVIDUELLEN BEDÜRFNISSE
6.3.1 DIDAKTISCHE UNTERSTÜTZUNG
6.3.2 UNTERSTÜTZUNG BEI LEBENSPRAKTISCHEN ANFORDERUNGEN
6.3.3 EMOTIONS- & VERHALTENSKONTROLLE
7 FAZIT - INWIEFERN UNTERSTÜTZT DER EINSATZ VON SCHULBEGLEITER/INNEN DEN ERFOLG INKLUSIVER BESCHULUNG BEI KINDERN MIT ASPERGER-SYNDROM?
Die vorliegende Arbeit untersucht Rahmenbedingungen und Notwendigkeiten für den Einsatz von Schulbegleiter/innen an inklusiven Schulen, mit einem spezifischen Fokus auf Schüler/innen mit Asperger-Syndrom. Das Ziel ist es, zu analysieren, wie eine Schulbegleitung die Bildungsteilhabe und individuelle Förderung dieser Kinder erfolgreich unterstützen kann.
5.1 Qualitative Beeinträchtigung der sozialen Interaktion
In dem Bereich der sozialen Interaktion weisen Kinder mit Asperger-Syndrom die größten und offensichtlichsten Schwierigkeiten auf, was insbesondere in Hinblick auf den Schulalltag beachtet werden muss. Den Betroffenen fällt es schwer Kontakte zu Mitschüler/innen zu knüpfen, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass sie häufig nicht in der Lage sind eine angemessene Interaktion zu initiieren (vgl. Demes 2011, S. 63). Ihr fehlendes Empathievermögen kann mit ihrer wenig ausgeprägten Fähigkeit der sogenannten Theory of Mind erklärt werden (vgl. ebd., S. 65). Dabei geht es um die Fähigkeit, sich und anderen Menschen psychische Zustände zuzuschreiben (vgl. Remschmidt 2000, A-1299). Das bedeutet, dass Kinder mit Asperger-Syndrom nicht in der Lage sind, sich in andere Menschen und ihre Situationen hineinzuversetzen beziehungsweise nonverbale Signale angemessen zu erkennen und zu deuten, was dementsprechend die Kontaktaufnahme zu den Mitmenschen erschwert (vgl. Demes 2011, S. 65).
Ihr Einsatz von Gestik und Mimik ist zudem deutlich reduziert und auch der Blickkontakt wird von den Betroffenen nicht als Ausdrucksmöglichkeit genutzt (vgl. ebd.). Asperger beschrieb diese Besonderheit bereits in seiner Schrift: „Auffallend ist sein Blick, meist geht er ins Leere, taucht nicht in den des ihm Gegenübertretenden. Menschen und Dinge scheint er nur mit kurzen peripheren Blicken zu streifen“ (vgl. Asperger 1944, S. 105).
Dennoch sollte an dieser Stelle festgehalten werden, dass Britta Demes in ihrer Studie zu dem Ergebnis kam, dass sich Kinder mit Asperger-Syndrom wünschen, Freundschaften zu knüpfen und Beziehungen zu pflegen, was insbesondere in Bezug auf den Schulalltag Berücksichtigung finden muss. In diesem Bereich brauchen sie eine angemessene Unterstützung, die es erlaubt, die soziale Interaktion mit anderen Menschen, wie beispielsweise den Mitschüler/innen und Lehrkräften, aufzubauen und zu verstehen (vgl. Demes 2011, S. 63).
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der inklusiven Beschulung und die Rolle der Schulbegleitung für Kinder mit Asperger-Syndrom ein, wobei das zentrale Untersuchungsziel definiert wird.
2 DAS INKLUSIONSKONZEPT IM ZUGE DER UN-BEHINDERTENRECHTSKONVENTION: Das Kapitel behandelt die UN-Behindertenrechtskonvention als Grundlage sowie die Bedeutung der individuellen Förderung zur Ermöglichung von Inklusion.
3 DIE MAßNAHME DER SCHULBEGLEITUNG ALS ERMÖGLICHUNG INDIVIDUELLER FÖRDERUNG AN INKLUSIVEN SCHULEN: Es wird erörtert, welche Zielsetzungen, Qualifikationen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz einer Schulbegleitung an Schulen relevant sind.
4 DAS ASPERGER-SYNDROM: Dieser Abschnitt beschreibt die Entdeckungsgeschichte, die diagnostische Einordnung und Abgrenzung des Asperger-Syndroms von anderen Autismus-Spektrum-Störungen.
5 BESONDERHEITEN VON SCHÜLER/INNEN MIT ASPERGER-SYNDROM: Hier werden spezifische Herausforderungen in den Bereichen soziale Interaktion, Wahrnehmung, Sprache und Spezialinteressen detailliert analysiert.
6 SCHULBEGLEITUNG FÜR SCHÜLER/INNEN MIT ASPERGER-SYNDROM: Basierend auf Studienergebnissen werden die praktischen Aufgabenbereiche der Schulbegleitung, wie didaktische Unterstützung oder Emotionskontrolle, systematisch dargelegt.
7 FAZIT - INWIEFERN UNTERSTÜTZT DER EINSATZ VON SCHULBEGLEITER/INNEN DEN ERFOLG INKLUSIVER BESCHULUNG BEI KINDERN MIT ASPERGER-SYNDROM?: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bewertet den Nutzen der Schulbegleitung als notwendige Maßnahme für eine gelingende Inklusion.
Asperger-Syndrom, Inklusion, Schulbegleitung, UN-Behindertenrechtskonvention, individuelle Förderung, Autismus-Spektrum-Störung, soziale Interaktion, Schulassistenz, Wahrnehmungsstörung, Theory of Mind, Regelschule, Bildungsbiografie, pädagogische Unterstützung, Spezialinteressen, Teilhabe
Die Arbeit untersucht das Inklusionskonzept unter dem Aspekt der UN-Behindertenrechtskonvention und analysiert den spezifischen Bedarf an Schulbegleitung für Schülerinnen und Schüler mit Asperger-Syndrom an inklusiven Schulen.
Die zentralen Themen sind das Inklusionskonzept an Regelschulen, die Merkmale des Asperger-Syndroms, die Herausforderungen in der Wahrnehmung und Kommunikation sowie die Aufgaben und Voraussetzungen einer qualifizierten Schulbegleitung.
Das Ziel der Untersuchung ist es, die Rahmenbedingungen und Notwendigkeiten des Einsatzes von Schulbegleiter/innen zu identifizieren, um Kindern mit Asperger-Syndrom eine erfolgreiche Teilhabe am inklusiven Unterricht zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die den aktuellen Forschungsstand und Fachpublikationen, insbesondere die Studien von Britta Demes, zusammenführt und auf die schulische Praxis überträgt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Inklusionsbegriffs, die medizinische und psychologische Einordnung des Asperger-Syndroms sowie die detaillierte Darstellung der Unterstützungsaufgaben durch Schulbegleitungen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Asperger-Syndrom, Schulbegleitung, Inklusion, individuelle Förderung sowie soziale und kommunikative Beeinträchtigungen im sonderpädagogischen Kontext.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Integration oft auf der Unterscheidung zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen basiert, während Inklusion konsequent auf dem Prinzip der Vielfalt und der Dekategorisierung aller Schüler aufbaut.
Die eingeschränkte Fähigkeit zur Theory of Mind erschwert es Kindern mit Asperger-Syndrom, psychische Zustände anderer intuitiv zu verstehen, was zu Problemen in der Kommunikation und im sozialen Miteinander führt und eine spezielle pädagogische Unterstützung erfordert.
Aufgrund der Beeinträchtigungen in der Wahrnehmung und der hohen Stressanfälligkeit bei unvorhersehbaren Abläufen bietet eine konstante Bezugsperson Schutz, Sicherheit und notwendige Struktur, was die Selbstständigkeit der Schüler langfristig fördert.
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